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betty
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Beigetreten: 16/04/2019

Ich habe mich schon vor einem Monat hier mit einem beitrag vorgestellt.
25, single - ungewollt schwanger

Ich war hin und her gerissen. Am Anfang ein schock - dann eine rasche Entscheidung für das Kind und zwei Woche später lag ich auf dem OP Tisch für eine Abtreibung.

In den zwei Wochen vor dem OP Termin, habe ich mich intensiv mit dem Thema Kind beschäftigt. Nicht nur ob all das möglich ist sondern auch was "dannach" passieren wird.
Ich war mit dem KV nicht zusammen und von beiden seiten war auch kein Wunsch dies zu ändern. Vor allem nicht nur "weil ich schwanger bin"!
Das fanden wir beide nicht richtig - trotzallem hätte er hinter mir gestanden!
Auch meine Freunde und Familie. Ich konnte mich mit dem Gedanken jetz ein Kind zu bekommen nicht anfreunden. Und vor allem nicht ein Kind von diesem Mann.

Versteht mich nicht falsch, ich hatte bewusst mit dem mann geschlafen, habe verhütet und wurde trotzdem Schwanger.
Ich wusste es vom ersten Tag als meine Periode ausblieb das da was ist.
Ich fühlte immer etwas in meinem Unterleib.
Ein Test 5 Tage dannach bestätigte es mir und eine Woche später ein Bluttest bei meinem FA.
1 Woche später hatte ich den Termin für den Ultraschall, i war in der 5 SSW.
Vor zwei Wochen hatte ich meinen Operativen Abbruch.

Ich war mir meiner Entscheidung sicher. Ich mag Kinder aber ich wollte jetzt keines.
Ich habe mich für eine sehr gute Klinik entschieden, die nur sollche eingriffe seit 15 Jahren macht!

Ich bekamm den Termin sehr rasch und konnte 2h später ohne Schmerzen die Praxis wieder verlassen.

Ich hatte totale Angst vor der Narkose und was "dannach" passiert. Habe ich schuldgefühle, schmerzen.. Ich wusste es nicht.

Mit dem Vorgang, was mit dem Kind passiert habe ich mich so gut es geht vorinformiert und war damit einverstanden. Ich war genau am Anfang der 6ten Woche am Tag des Abbruchs.

Ich lag am Stuhl, schlief ein, wurde wach und das gefühl schwanger zu sein war weck..
Der vorgang dauert ca. 25 min. Voruntersuchung - die Absaugung - Nachuntersuchung.
Ich verspürte ein Gefühl von erleichterung und war völlig von meiner "richtigen" Entscheidung überzeugt! Ich hatte ein leichtes ziehen im Unterleib aber keine Schmerzen. Ich lag noch 45 min auf dem Bett um mich zu erholen, bekam was zu trinken und wurde dan von meiner Begleitung wieder abgeholt.

Ich hatte kaum Blutungen-konnte alles machen was mir gut tut. Auch in den letzten zwei Wochen spürte ich nichts bis auf die veränderungen der Brustschmerzen. Die waren 2 Tage später weck.
Und ich bereue meine Entscheidung inmer noch nicht!

Was ich Euch damit sagen möchte: wenn Ihr vor so einer Entschuldigung steht - nehmt euch die Zeit und überlegt gründlich. Es war für mich keine Einfache Entscheidung! Aber ich war einfach nicht glücklich. Auch, dass auf meiner Pro und Contra liste, alles gegen ein Kind sprach. Und ich keine Zukunft sah. Vielleicht wäre alles anders geworden. Aber zu diesem Zeitpunkt stand für mich klar, dass ich es nicht möchte!

Die Medizin versagte bei der Verhütung uns die Medizin gab mir die Möglichkeit dies Rückgängig zu machen.
Wie gesagt, nehmt euch die Zeit um nicht nur die Schwangerschaft zu bedenken sondern auch die Jahre dannach mit Kind.

Irgendwan, kommt eine andere Zeit mit Partner wo man sich sicher sein kann das es passt und bewusst ein Kind zeugen/bekommen wird. Garantie gibt es leider nicht - aber man kann hoffen und daran glauben

Ich würde diese Entscheidung nicht nochmal treffen wollen. Und wünsche das auch niemand anderen! Man muss sich einfach zu 100 % sicher sein. Ich war das