Hallo zusammen,
Ich bin Mama von zwei Kindern und habe mir eigentlich immer ein drittes gewünscht.
Jetzt bin ich ungeplant schwanger und wir drehen beide ziemlich durch. Klar mein Mann wollte eh kein drittes, aber ich schon. Aber seitdem ich weiß das ich schwanger bin, stelle ich alles in Frage.
Wir haben tatsächlich auch in den ersten Wochen gemeinsam über eine Abtreibung gesprochen, aber konnten es quasi nicht.
Ich bin jetzt auch schon relativ weit und hatte letzten Freitag mein ETS. Da sah alles wunderbar aus. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher das Geschlecht nun zu kennen, nach zwei Kindern, hat man da ja doch etwas Erfahrung :-)
Und ja das ist der entscheidenden Punkt, und sicherlich auch der warum mich jetzt einige verurteilen werden. Aber ich weiß nicht wo ich es sonst ansprechen soll, weil ich mich selbst auch so sehr schäme. Aber ich kann an meinem Wunsch und meiner absoluten Sehnsucht nichts ändern.
Ich habe schon zwei Jungs, die ich natürlich über alles liebe. Und das muss ich auch nicht näher ausführen, da kommt nichts gegen an! Aber ja ich wünsche mir von Herzen ein Mädchen. Und es begleitet mich jeden Tag. Seit 5 Jahren habe ich vor Augen was ich nicht habe und gerne. Ich lese Bücher, Artikel versuche mit damit auseinander zu setzten, aber ich komme immer wieder an diesen Punkt.
Ich ertrage es an manchen Tagen nicht mal Mädchen zu sehen.
Selbst in schönen Momenten, wo alles perfekt ist, kommt irgendwann der Gedanke auf. Jedes Mädchen was ich sehe, löst den Gedanken in mir „warum habe ich keins?“
Auch wenn ich mit positiven Test wusste das es wieder ein Junge wird, war da natürlich eine gewisse Hoffnung. Und auch wenn die Ärztin am Freitag nichts gesagt hat, weiß ich daraus kann kein Mädchen mehr werden.
Und jetzt drehe ich innerlich komplett durch. Einerseits wünschte ich mir diese Schwangerschaft wäre vorbei, aber es selbst zu tun schaffe ich bisher auch nicht. Es ist ja auch nichts gegen dieses Kind, sondern der Gedanke das ich niemals eine Tochter haben werden, es ist wirklich ein wahnsinniger Verlust für mich und der sitzt so tief das ich seit drei Tagen nicht mehr klar denken kann.
Aber auch der Gedanke die Zukunft mir drei Jungs, die macht mich wirklich nicht glücklich.
den ganzen Tage frage ich mich „warum ich ??“
alle um mich herum haben beide Geschlechter, alle haben das was ich gerne hätte, und ich muss zuschauen.
Hatte das schon mal jemand? Hat jemand schon mal deshalb über eine Beendigung nach gedacht?
Oder es nicht getan und später Freude oder wirklich nur weiterhin so viel Trauer gespürt?
Steinigt mich nicht
Eine verzweifelte Mama ❤️
Liebe verzweifelte Mama, wie gut, dass du hier frei heraus geschrieben hast, wie es dir momentan geht, wie enttäuscht du bist, dass du wahrscheinlich wieder einen kleinen Jungen erwartest und nicht das so von dir ersehnte Mädchen. Hier darfst du alles sagen 🤗 So wie ich das Forum kenne, brauchst du keine Angst haben, dass du verurteilt wirst.
Du hast schon aufreibende Wochen hinter dir, in denen du mit deinem Mann über eine Abtreibung gesprochen habt. Ihr konntet es nicht… Dazu noch die hormonelle Umstellung - du hast echt viel, viel Herzensarbeit geleistet 💖
Es ist ein wahnsinniger Verlust für dich ist, dass du dich sehr wahrscheinlich von deinem Wunsch, eine Tochter zu haben, verabschieden musst. Auch das darf so sein. Ein Verlust will betrauert werden. Und manchmal muss man es sich erst vor sich selber erlauben, wie man fühlt oder denkt.
Dass du es dir hier von der Seele geschrieben hast, finde ich mutig. Hast du dann gestern Abend nach dem Schreiben hier eine (vielleicht kleine) Veränderung in dir gespürt? Oder wie ging’s dir dann weiter? Und heute?
Mit einer lieben Umarmung von Sanne 🌷
Hallo, danke für deine liebe Worte.
Nein ich habe leider keiner Veränderung gemerkt. Habe auch den ganzen Tag WhatsApp mit einer Beraterin von hier geschrieben. Es tut gut mit jedem so offen darüber zu sprechen, aber die Gefühle und Gedanken und das ganze Durcheinander bleibt.
Liebe Grüße
Hallo liebe MamalebenpurHoch3,
dein Name ist ein Programm. Und das fordert dich grade in der Realität ganz anders als erwartet.
Und ist es nicht Leben-pur?
Dass unsere Wünsche nicht so Wirklichkeit werden, wie wir es dachten?
Und dann das Gefühl, man könnte etwas „tun“. Man müsste es sogar, um wieder glücklich zu sein. In deinem Fall jetzt noch einen späten Schwangerschaftsabbruch. Würde damit dein Herz zur Ruhe kommen?
Du kannst an deinem Wunsch und an deiner absoluten Sehnsucht nichts ändern. Das stimmt sicher. Es läuft anders: Wunsch und Sehnsucht können "sich" verändern.
Du hast deinen Wunsch und deine Sehnsucht ja auch nicht „gemacht“. Das war einfach da. Und du hast deine Sehnsucht wach gehalten: gelesen, dich auf „dein Mädchen“ vorbereitet.
Ich denke, jede Frau, die sich Kinder wünscht, stellt sich Junge und Mädchen vor. Nun ist es in deinem Umfeld auch noch so. Das ist natürlich schwer, weil das deine Sehnsucht verstärkt.
Trotzdem weiß jeder Mensch, dass das Geschlecht nicht beeinflussbar ist. Und damit kann man hadern. Und das ist menschlich.
Die anderen haben ein Haus, ich nur eine Wohnung (dafür kann man hart arbeiten, es vielleicht trotzdem nicht erreichen ...).
Die anderen leben glücklich in einer Paarbeziehung – ich habe keinen Mann oder keinen mehr (da lässt sich schon nicht so viel „machen“, um den Zustand zu ändern).
Ich bin krank, die anderen sind gesund – das ist schwer auszuhalten.
Leben pur hochx.
Wenn du dich für eine Beendigung entscheidest, wäre das nicht auch ein „x“? Eine Unbekannte?
Du würdest es wagen, denn der Gedanke an die Zukunft mit drei Jungs macht dich nicht glücklich. Heißt ja nicht, dass du nicht trotzdem glücklich werden kannst.
Wie die Menschen in einer Wohnung, ohne Partner oder mit einer Krankheit.
Wie wäre es, wenn du statt "warum ich" fragst:
Wie ich? Wie werde ich als Mama mit drei Jungs leben? Unter all den mixed-families? Ich anders als alle?
Oder wenn du fragst: Hatte schon mal jemand drei Jungs?
Meine Oma z.B. – es gibt eine ganze Reihe von Bilder in jedem Alter! Sie haben ihr ganzes Leben lang bestens für ihre Mutter gesorgt, weil sie früh ihren Mann verloren hat.
Nochmal ganz konkret für jetzt, nicht für die Zukunft:
- Angst vor einem anstrengenden Leben – ist es das? Weil Jungs einfach power haben. Ja, das haben sie. Das wäre dann deine Aufgabe. Und unerfahren bist du ja längst nicht mehr!
Und das mit der Trauer, wie Sanne angesprochen hat. Von einem Wunsch Abschied nehmen, bedeutet Trauer. Nur dann werden wir uns selbst gerecht, wenn wir uns selbst nicht ein Dauerstrahlen abverlangen. Es gibt auch manches zu betrauern im Leben. Und dann kann wieder was Neues kommen. Fühlst du dich unter "Glücksdruck"? Besteht sehr in unseren Tagen, wo alle immer strahlen (auf insta - was aber zuhause??).
Ich will ja nicht sagen, dass du dann nimmer noch ein Mädchen bekommen kannst ... 😊 ... aber sogar das wäre drin.
Leben pur hoch x.
Was meinst du?
Du kannst auch sagen: Jetzt höre ich auf zu drehen und gehe vorwärts.
Mir hilft in solchen Momenten buchstäblich das Gehen. Rausgehen und die Gedanken „drehen dann aus“ mit der Zeit. Oder etwas tun, was meine volle Konzentration braucht.
Du hast meinen ganzen Respekt! Diese enttäuschte Hoffnung ist wirklich eine Engstelle, durch die du jetzt durch musst.
Ein Kind wird wohl zuerst in der Mutter selbst geboren und dann hinein (oder hinaus) in die Welt. Diese "erste Geburt" sieht man bei vielen Frauen nicht oder unterschätzt, was es für eine Frau bedeutet. Deshalb meinen Respekt. Im Vater, also bei deinem Mann, hat ja auch so eine "erste Geburt" stattgefunden, bis ihr überhaupt so weit gekommen seid.
Meine Umarmung für dich in deiner Verzweiflung und meine Anerkennung für deinen Mut, wenn du dich aufmachst!
thrive
Danke für deine bewegenden Worte. Und ich kann dir in vielem nur zustimmen!! Aber ich merke in jeder einzelnen Minute das ich es so nicht möchte. Nicht noch mehr Alternativen, Kompromisse, andere Wege.
Ich habe es bisher zwar nicht übers Herz bringen können. Aber ich habe das Gefühl es wird immer stärker. 😪😪😪😪
Guten Morgen du Liebe, die Entscheidung ist für dich sehr bedeutsam und deshalb bedrängend. Du brauchst nicht mir zustimmen. Wichtig ist, dass du dir selbst zustimmen kannst.
Du schreibst immer wieder "es".
Welches Wort gehört für dich an die jeweilige Stelle, wo du "es" schreibst?
Das Gefühl die Schwangerschaft zu beenden. Denn ich habe das Gefühl meine innere Grenzen zu überschreiten.
Du Liebe, du quälst dich sehr.
Du wolltest dir Zeit für dich nehmen - und der Druck nimmt zu.
Wie lange hast du überhaupt noch Zeit für die Abtreibung? Screening war ja schon.
Ich denke, du müsstest in jedem Fall deine inneren Grenzen überschreiten. Für das Kind und für den Abbruch.
Maximal nur noch eine Woche.
Ja das in jedem Fall.
Ja, das dachte ich.
Hast du denn einen Termin, den du absagen müsstest?
Ich bleibe mal im Bild mit der Grenze.
Dann ist die Frage für dich, in welches Land du kommst, wenn du diese oder jeden Grenze überschreitest.
Sorry das verstehe ich nicht.
Meine Frage war, ob du einen Termin hast und vielleicht deshalb vorsorglich die Krankschreibung.
Und: Du denkst drüber nach, wie dein Leben sich verändert, wenn du dich entschieden hast.
Das meinte ich mit dem "anderen Land", also dein eigenes Leben.
Ist es so verständlich?
Guten Morgen liebe MamalebenpurHoch3,
wie geht es dir heute Morgen? Ist Abend oder Morgen deine bessere Zeit?
Gestern warst du vielleicht von deinen Gedanken selbst ermüdet und hast gar nicht mehr verstehen können, was ich meinte oder dich nicht drauf einlassen können. Verstehe ich gut. 😌
Ich habe eben deine erste Nachricht hier nochmal sorgfältig gelesen. Es ist dein eigener Blick auf den Ultraschall gewesen:
"Allerdings bin ich mir ziemlich sicher das Geschlecht nun zu kennen, nach zwei Kindern, hat man da ja doch etwas Erfahrung."
Das "ziemlich sicher" ist nicht sicher.
Du hast gar nicht mal mit der Ärztin geredet, könnte ich mir vorstellen. Nicht kommuniziert, was für dich alles dranhängt, und sie nicht "bohrend" nach dem Geschlecht gefragt.
Also, die Sicherheit, dass du nicht "dein Mädchen" verlieren würdest, hast du nicht.
Ich würde an deiner Stelle wirklich an die Bewältigung des "IST" gehen, das Beste hoffen (Mädchen) und mit dem "Schlechtesten" (ein Junge, und einer wie deine beiden) versuchen klarzukommen, wenn es so weit ist.
Was genau ist es auch, was du so gerne haben möchtest mit deinem Mädchen?
Ich finde es nämlich manchmal ganz schön happig .... und - allein der Blick auf dich selbst: Mädchen haben es auch schwer, finde ich.
Was ist deine Sehnsucht, die sich mit einem Mädchen erfüllen würde? Hattest du es so gut mit deiner Mama? Oder möchtest du es mit deinem Mädchen ausdrücklich schöner haben und besser machen als du und deine Mutter?
Ich finde diese Frage gehört hierher. Denn diese starke Sehnsucht, schon vor dem ersten Kind vielleicht (seit 5 Jahren und zwei Kindergartenkinder), ist schon besonders bei dir. 💖
Wenn´s einfach die Anstrengung mit einem dritten Kind ist - das würdest du lernen und könntest dir auch die eine oder andere Hilfe organisieren. Man hat nicht erst die Fähigkeiten und dann kommt das Kind - sondern man erwirbt die Fähigkeiten. Oder wie hast du das erlebt bisher in deinem Leben?
Du siehst: deine Geschichte regt meine Gedanken an! 😊
Hab´ einen guten Tag!
Hallo, nein es war eine Degnum ll die es mir beim ETS ganz klar gesagt hat. Sowohl mein Mann als auch ich haben es gesehen, dann nachgefragt und sie sagte es gibt keinen Zweifel, auch die Geschlechter Bestimmung beim Nipt könnten wir uns damit sparen. Drei Tage später hat meine Gyn es auch nochmal bestätigt.
Ich glaube es ist ein Mix. Ich möchte einfach Mama von beiden Geschlechter sein, auch die andere Seite kennenlernen. Ein so genanntes Mini Me haben. Und klar dazu gehört auch Haarspangen holen, Kleider, rosa und und und
Mal nicht nur neutral oder streifen kaufen (ich hasse alle gängigen Klamotten mit Traktoren, ninjago usw) Auch mal eine Puppe oder Puppenwagen besorgen ohne zu wissen das wenn es jetzt nicht in neutral ist, wird man schief angeschaut (und ja klar könnte mir auch egal sein, ist gerade aber kein diskussions Punkt)!
Und teils auch das ich gerne ein anderes Verhältnis hätte als meine Mutter und ich es hatten
Das mit den Rollenbildern und Äußerlichkeiten ist trotz allem immer noch so ein Ding.
Da findest du scheinst so deinen Weg bisher. Also nicht auch noch verstärken, was eh schon da ist.
Die Mutter ist doch immer irgendwie dabei im Leben.
Und daraus erwachsen Ideen für das eigene Leben. Nachahmen und Abgrenzen.
Was hättest du dir im Verhältnis zu deiner Mutter anders gewünscht?
Wie ist euer Verhältnis heute?
Guten Morgen liebe Mamalebenpurhoch3,
ich hoffe, ich habe mit meinen Fragen zu deiner Mutter nicht etwas angestoßen, was sehr verletzt ist in dir. 😌 Fall ja, tut es mir leid. 😌 Und ich hoffe, du kannst dich wieder deinem "Heute" zu wenden.
Jetzt bricht der Frühling richtig durch, jedenfalls hier, wo ich lebe.
Du kannst der Natur sehr viel abgewinnen und ich hoffe, das Wochenende, zusammen in der Familie, bringt dich weiter auf deinem Weg! 🥰
Liebe Grüße!
Thrive (auch ein "Frühlingswort")
Hallo und guten Morgen liebe Mamalebenpurhoch3,
ich habe am Wochenende immer wieder an dich gedacht.
Dass du deine Sehnsucht nach dem Mädchen so schwer loslassen kannst.
Ich glaube, die Abtreibung möchtest du andrerseits auch nicht und jetzt, wo du so weit bist, in der letzten Woche sozusagen, schon gar nicht mehr.
Ich glaube, du kannst dich auf dich selbst verlassen:
Du hast dir immer ein drittes Kind gewünscht und dieses Mamaleben-pur-hoch3.
Es kann alles sehr gut werden mit deinen drei Jungs, auch wenn du es jetzt nicht fühlen kannst.
So eine Zeit ist schwer auszuhalten. Nicht wissen, wie alles wird und noch die Traurigkeit, weil etwas nicht so wird ....
Trotzdem ist dieses Kind doch schon lange hart erkämpft, könnte man sagen. Und deine Sehnsucht hat sich erfüllt.
Nicht so ganz. 😊 Aber doch. 🫶
Wie geht es dir heute?
Liebe Umarmung!
Ich komm mir fast ein bisschen gaga vor, wenn ich wieder frage, wie es dir geht. Trotzdem: wie geht es dir? Ich hoffe, du kannst dich versöhnen mit dem Leben, wie es war und wie es ist.
Das Mutterverhältnis - da hast du dann aufgehört zu schreiben. Es ist ein Weg mit der eigenen Mutter. Man spürt alles viel mehr, wenn man selbst Mutter geworden ist. Und vielleicht kommen wir nie ganz ans Ende damit und Fragen bleiben offen. Zugleich kann vieles gut werden.
V.a. sollten wir nicht aus Mangel heraus handeln, nicht aus eigenen unerfüllten Bedürfnissen das Leben unserer Kinder gestalten. Klar, wir tun es unbewusst oft genug. Das ist dann auch nicht so wild.
Wenn es uns bewusst ist, dann genau haben wir unsere Chance. Und lösen uns auch von Enttäuschungen. Sie bestimmen uns dann weniger und wir werden freier. Diese Möglichkeit besteht immer.
Bist du wieder in der Arbeit und abgelenkt? Übermorgen wäre dann auch die Frist um, wo der Abbruch noch möglich ist. Wenn du bis dahin durchgehalten hast.
Vielleicht fällt es dir ab dann leichter und du siehst euch als "besondere Familie" an. Das, was eben nicht jeder hat. 😊
Gerne 🤗
Oh je, den ganzen Tag hast du gestern mit einer Beraterin geschrieben... Sind deine Jungs im Kindergarten oder in der Schule? Was machst du sonst so... wie sieht dein Tag grade aus?
Ganz liebe Grüße wieder 🌷
Ja beide sind im Kindergarten und ich habe mich diese Woche krank schreiben lassen. Ich habe einfach so viel im Kopf, ich muss so viel weinen und brauche einfach Zeit.
Mit all den Gedanken und Tränen ist es eine emotional schwere Woche für dich. Gut, dass du gespürt hast, dass du diese Woche besser nicht arbeiten gehst und Zeit brauchst.
Vielleicht sprichst du zum allerersten Mal so offen über dein Erleben. Wie ich schon geschrieben habe, ich finde es sehr, sehr mutig von dir. Du merkst, dass es ganz und gar so sein darf, wie es dir momentan geht.
Dein Herz meldet sich, das spürst du. Einen Abbruch müsstest du über dein Herz bringen, also dein Herz übergehen. Unser Herz ist wie unser innerstes Fühl-Organ für das, was uns wichtig ist, wofür wir im Innersten stehen, die Werte, die unser Leben ausmachen - und wo wir entscheiden. Wofür stehst du als Frau, als Mutter und im Beruf? Wie würden andere dich beschreiben?
Dass du gern ein anderes Verhältnis als Mutter mit einer Tochter erleben würdest, als du es selber hattest, so hatte ich auch überlegt. Und doch und ohne zu wissen, was konkret dir nachhängt, jetzt hast du die Chance, dass du Frieden mit dem Geschehenen schließt.
Die Zeit heilt. Du kannst jetzt dein Leben gestalten. Gelesen hast du schon viel darüber. Hilfreiche (auch therapeutische) Gespräche können weiter zur Klärung beitragen. Es aussprechen, ordnen, und mit der Zeit herausfinden, wie du dich selbst und deine Familie neu sehen lernen kannst.
Hab‘ Hoffnung für dich, dass dein Blick und dein Herz sich weiten werden 💖
Hallo liebe MamalebenpurHoch3, du brauchst Zeit und kannst sie dir hoffentlich nehmen 💖 Das Aushalten mit deinen Gedanken ist nicht leicht und doch wünsche ich dir, dass es mit der Zeit ein kleines bisschen ruhiger in dir wird. Der Frühling hält auf jeden Fall weiterhin Einzug in deinem Garten und tut dir trotz allem immer wieder gut 🌷
Ganz liebe Grüße!
Hallo MamaLebenpurHoch3,
es ist schon eine Weile her, dass Du hier geschrieben hast, vielleicht schaust Du hier noch rein, vielleicht auch nicht. Du selbst weißt am besten, was Dir gerade gut tut.
Ich kann Dir nur aus meinem Leben sagen, dass ich nicht immer das bekommen habe was ich wollte. Und ich war darüber verzweifelt und ratlos. Und habe im Nachhinein dann manchmal merken müssen, dass das was ich bekam besser und schöner war, als das was ich haben wollte. Aber dazu muss man auf sein Leben zurückblicken.
Alles Gute Tupptip
Hallo liebe Mama, es rührt mich so, in was für einem Durcheinander du steckst. Es tut mir von Herzen leid!
Ja, manchmal braucht es tatsächlich noch was anderes als reden. Auch wenn uns das sonst als Frauen allermeist hilft und gut tut 😉 Oft hat es mit Natur in irgendeiner Form zu tun. Was machst du, wo du alles, was so auf dir lastet, mal vergisst und dich so ganz versenken kannst?
In dem Sinn wünsche ich dir einen guten und wohltuenden Nachmittag ☀️
Am liebsten vertreibe ich mir die Zeit im Garten. Dort war ich heute auch ein paar Stunden. Aber es hatte leider nicht den erhofften Effekt. Meine Gedanken kreisen dennoch nur um ein Thema. Und auch wenn es mir schwer fällt, ich bin irgendwie kurz davor.
Hey liebe MamalebenpurHoch3,
ich glaube, du kommst mit Nachdenken und Schreiben nicht mehr weiter. Du hast alles x-mal durch und drehst dich glaub im Kreis.
Am liebsten mag ich dir sagen: ich glaube, es ist einfach nichts für dich! Nimm Abstand von dem Gedanken mit dem Abbruch!
MamalebenpurHoch3 – das bist du!
Dass es kein Mädchen ist, ist eine Enttäuschung. JETZT ist es schlimm für dich. Es verändert sich.
Geh weiter und schau in die Welt. Ich kenne wunderbare Familien mit nur Jungs oder nur Mädchen.
Du hast nicht abgetrieben am Anfang. Bringst es nicht übers Herz. Nimm es als wichtiges Signal aus dir selbst.
Und nimm das Leben weiter so wie es kommt.
Ich glaube, dann wirst du wieder du selbst.
Wie wolltest du denn vor dir selbst verantworten: „Ich habe mein Kind abgetrieben, als ich gesehen habe, dass es ein Junge ist.“
Du hast deine Gründe, dass du JETZT so über deinen Jungen denkst.
Aber nun bist du am Zug, dich selbst an die Hand zu nehmen.
Oder ich tu´s mal kurz für dich:
Nimm dir Zeit für dich und deine beiden Großen und erhol dich von dieser schrecklichen Zeit! Das braucht ja gar keine extra Entscheidung, sondern einfach wieder auf die Beine kommen und weitergehen.
Ich glaube, du würdest deines Lebens nicht mehr froh werden, wenn du den Abbruch jetzt noch machst.
Wenn du deinen Jungen bekommst, wirst du jedenfalls hin und wieder froh sein! Und die beiden Jungs erst! 😅
Keine Ahnung, wie du dich so verstrickt hast in deine Gedanken. Geh jetzt wieder hinaus in die Welt und in dein eigenes Leben, was dir Freude macht.
Grade jetzt im Frühling ist der Garten ein wirklich schöner Ort 🌷
Das Leben meint es schon gut mit dir! 😊