Ich schreibe diesen Forumbeitrag, weil ich selbst nicht mehr weiter weiss...
Kurz zu mir:
Ich bin 26 Jahre alt und bin seit 9 Jahren in einer festen Beziehung. Vor 2 Jahren habe ich die Pille abgesetzt, da ich sie nicht mehr vetragen habe. Seit dem verhüte ich mit der symptothermalen Methode und Kondom. Im November habe ich gerade erst eine neue Ausbildung begonnen, welche 2 Jahre dauert. (Ich habe schon eine Lehre und eine weiterführende Ausbildung abgeschlossen)
Vor einer Woche sollte ich meine Periode erhalten. Nach 2 Jahren mit der symptothermalen Methode kenne ich meinen Körper nun schon sehr gut und habe dadurch sehr schnell gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Mein Zyklus dauert normalerweise durchschnittlich 27 Tage und ist regelmässig. Deshalb habe ich an Zyklustag 30 bereits einen Schwangerschaftstest gemacht, dieser war überraschenderweise positiv. Dies war für mich im ersten Moment ein Schock. Aktuell dauert meine Ausbildung noch 1.5 Jahre & mein Freund und ich wollten erst danach mit der Familienplanung beginnen. Es ist also früher als geplant.
Nun kreisen meine Gedanken seit dem nur noch um dieses Thema. Ich habe jetzt alle 2 - 3 Tage einen Test gemacht (alle positiv), ich habe auch schon mit meiner Frauenärztin gesprochen und einen Termin für Ende April vereinbart. "Schwangerschaftssymptome" verspüre ich bisher eigentlich keine, mein Körper fühlt sich relativ "normal" an.
Ich weiss nicht, ob ich es behalten soll oder nicht. Mein Freund äussert zwar in unseren Gesprächen, mich bei jeder Entscheidung zu unterstützen, jedoch habe ich das Gefühl, dass er selbst gleich überfordert damit ist wie ich. Wir wollen beide nicht die falsche Entscheidung treffen.
Meine Gedanken bezüglich Schwangerschaft und Abtreibung: wir haben ein gutes Familien-Netzwerk, welches uns in dieser Situation unterstützen könnte. Ich habe noch nicht mit meiner Ausbildungsverantwortlichen gesprochen. Ich denke aber, dass die Ausbildung kurzzeitig unterbrochen werden könnte (laut meiner Berechnung könnte ich, wenn alles gut läuft, das erste Jahr beenden und ein halbes Jahr später mit dem nächsten Studiengang die Ausbildung weiterführen). Bei dieser Ausbildung gibt es auch die Möglichkeit, das Pensum auf 80% zu reduzieren, was jedoch die Dauer verlängern würde. Ich würde jedoch das erste Jahr meines zukünftigen Kindes "verpassen". Wir haben einen Kinderwunsch in 2-3 Jahren, was wenn ich es nun abtreibe und danach nicht mehr schwanger werden kann? Ich wüsste auch nicht, wie ich eine Abtreibung verkraften würde oder wie die Reaktion vom Umfeld sein wird... Ich habe eigentlich immer gesagt, es kommt wies kommt und ich nicht abtreiben würde, weil ich ja eine "stabile" Grundlage habe. Aber ein Kind während einer intensiven 100% Ausbildung zu bekommen ist nichts für schwache Nerven... Ich weiss auch noch nicht, ob ich mich zum aktuellen Zeitpunk in der Mutterrolle sehe.
Aktuell schwankt meine Entscheidung täglich hin und her. Ich habe auch Angst vor dem Termin bei meiner Frauenärztin... was wenn sie einen Ultraschall macht und man bereits etwas sehen oder hören kann. Könnte ich dann die Abtreibung noch in betracht ziehen?
Wie ihr seht, sind meine Gedanken aktuell sehr chaotisch und ambivalent. Ich fühle mich verloren und weine täglich, weil ich mich mit dieser Entscheidung überfordert fühle. Es hat schon Mal gut getan,
Hallo Angelx00, dann ist es doch gut, dass du deine Gedanken hier aufschreibst ☺️ Im nochmal Lesen sortiert es sich vielleicht schon ein bisschen in dir. Aber lass dir Zeit. Bis du dich vom ersten Schock erholt hast, kann es eine Weile dauern. Erst dann
Es ist enorm, was du schon alles erreicht hast. Ausbildung, weiterführende Ausbildung und jetzt hast du nochmal Anlauf für eine weiteren Beruf genommen. Was hat dich zu den Schritten bewegt? Wie würden andere dich beschreiben - oder du dich selbst? Was ist dir wichtig - für dein Berufsleben und privat und persönlich? Ihr habt beide Kinderwunsch. Wie schön!
Wie lange du schon mit deinem Freund zusammen bist, das ist echt besonders 💞 Ihr habt einen Teil eurer Jugendzeit und die Ausbildungszeit miteinander verbracht. Steht er schon im Beruf? Vielleicht mag er auch mal aufschreiben, wo er sich konkret überfordert fühlt oder große Fragezeichen - und auch, was sein Kinderwunsch für die jetzige Situation bedeutet.
Wie lange weißt du, dass du schwanger bist? Was würde zum Beispiel deine Mutter jetzt sagen - oder hast du ihr schon von der Schwangerschaft erzählt? Familien-Netzwerk klingt schon mal gut.