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Schwanger zum unpassenden Zeitpunkt

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3. Schwangerschaft und verzweifelt

3. Schwangerschaft und verzweifelt
"Schlaflose Nacht" - das ist meine 2. Überschrift. Denn ich bekomme kein Auge zu, habe nun dieses Forum durch Google gefunden. Und ich will einfach auch mein Problem zu "Papier" bringen - denn Papier ist geduldig, nicht wahr? Zu mir: Ich bin 36 Jahre alt und Mutter von zwei bezaubernden Töchtern (15 und 4). Die erste Tochter war nicht geplant, aber für mich damals eine große Freude. Ich habe da gerade studiert und dachte: So viel Zeit wirst du nie wieder haben für deine Kleine! Der Vater meiner Großen und ich ließen uns scheiden, als sie 7 war, und ich habe wieder geheiratet - den Vater meiner kleinen Tochter, die ein Wunschkind war. Meine Große wohnt bei meinem Mann, der Kleinen und mir, aber ihr Papa wohnt nur 3 Häuser weiter, sie sehen sich also täglich. Da meine Tochter sehr am Papa hängt, sehe ich meinen Ex zwangsläufig auch oft, aber mittlerweile gefällt es uns so, wir grillen zusammen (auch mein Mann und mein Ex zusammen) und sind eine richtige große Patchwork-Familie... Da das alles so gut klappt, auch mit der kleinen Tochter, die mittlerweile gerne in den Kindergarten geht, bin ich jetzt wieder in die Arbeit eingestiegen. Alles war hervorragend - bis zu dem Schock vor 2 Tagen, als ich einen positiven Schwangerschaftstest machte! Eigentlich waren wir einem dritten Kind nicht abgeneigt, bis mein Mann diesen neuen Job bekam, denn das Problem ist, dass mein Mann gerade die Koffer packt für einen Job im Ausland. Der Job soll so aussehen, dass er oft drei Monate am Stück im Ausland ist, dann wieder zu Hause für einige Monate, dann wieder weg... Und das voraussichtlich drei Jahre lang. An sich dachte ich, okay, machen wir, aber Schwangerschaft und Geburt sind ja jetzt die kleinsten "Übel". Für mich wird es schwierig, dann so lange alleine mit drei Kindern zu sein. Klar, die Große ist 15, aber sie braucht mich noch sehr, braucht viel das Gespräch mit mir. Dann sind da noch meine Eltern, die auch immer für uns da sind, aber eben auch viel Unterstützung von uns brauchen: Mein Vater hat Probleme mit den Hüften und meine Mutter braucht deswegen oft Hilfe im Haushalt, weil sie alleine alles nicht schafft. Einen Pflegedienst verweigert mein Vater. Und ich bin eben immer für alle da, weil ich meine Kinder und meine Eltern natürlich liebe. Und meinen Mann auch, deswegen werde ich ihm auch den Job nicht madig machen. Ich habe eine heiden Angst, wie er reagieren wird auf diese Botschaft. Der Frauenarzt gestern war aber recht nett, ich habe schon einen Termin zur Beratung morgen (bzw. heute, 3. Dezember). Oh Gott, dreiviertel 3! Jetzt muss ich wirklich Ruhe finden... Schlafe eigentlich schon vieeeel eher und stehe eher früh auf... Das bringt meinen Rhythmus jetzt durcheinander. Ach, wahrscheinlich tat sogar einfach das Schreiben hier gut. Also, das Schreiben an sich. Antworten werden jetzt eh nicht kommen, bis morgen ist das Thema wohl schon untergegangen! Grüße an jeden, der mein Gejammer liest! Die Kerstin
39 Antworten
Liebe Kerstin, ich schick dir Morgengrüße, konnte garnicht an deinem Posting „vorbeigehen“ und du wirst es nicht glauben, ich habe schon ganz früh dein „liebevolles Gejammer“ gelesen. Musste auch ein bisschen schmunzeln...Du erinnerst mich an mich selbst, einmal rausgejammert, und schon gehst ein wenig leichter! Doch beschreibst du auch so ehrlich und voller Gefühl deine Familie, dass es einem als Mitleser richtig warm ums Herz wird. Natürlich machst du dir viele Gedanken, hast eine völlig ungeplante Situation zu bewältigen und deine große Sorge ist, wie du es schaffen könntest, und wie wohl dein Mann reagieren wird? Du liebst deine Familie sehr, und bist für alle da, das spür ich beim Lesen. Doch auch dein Ehemann scheint ein großes zu haben, und mit eurer Liebe und Offenheit kommt ihr alle auch gut zurecht. Sogar der Papa deiner Großen fühlt sich recht wohl bei euch. Das tut deine großen Tochter sicher sehr gut. Liebe Kerstin, wenn ich dich richtig verstehe, macht es dir jetzt die meisten Sorgen, wie dein Mann wohl reagieren wird? Und wie du es mit drei Kindern gut schaffen könntest, wenn er seinen neuen Job antritt und für längere Zeit unterwegs ist. Diese Überlegung ist sicher sehr wichtig für dich! Und total verständlich. Es ist ja auch nochmal eine große Aufgabe, die sich dir stellt, auch wenn du schon viel Mamaerfahrung hast Doch schreibst du auch, dass du es vor zwei Tagen erfahren hast und ich könnt mir denken, dass du auch erst Zeit brauchst um den „Schock“ zu verdauen. Und um dieses Wechselbad der Gefühle wieder in geordnete Bahnen zu bringen.... Hast du denn außer mit deinem Frauenarzt schon mit jemand drüber gesprochen? Und darf ich dich fragen, in welcher Woche du bist? Wann hast du denn vor, mit deinem Mann drüber zu sprechen? Jetzt hoff ich sehr, dass du trotz aller Gedanken-Turbulenzen wenigstens in den Morgenstunden zur Ruhe gekommen bist. Ich denk heut an dich! Komm gut durch den Tag, ja! Ganz herzlichen Gruß an dich Jovana Wer ist denn „Lisaline“...deine Mädchen vielleicht?
Ja liebe Kerstin, das stimmt und mir scheint, du bist das auch! Denn wer so hingebungsvoll für seine Lieben lebt und da ist, dessen Stärke ist es doch geduldig zu sein - den weiten Blick zu haben, nicht wahr?! Das hast du ja auch schon im Leben bewiesen! Ich bin echt beeindruckt, wie weitherzig du mit deiner ersten Schwangerschaft umgegangen bist ... wie positiv du das damals sehen konntest: „So viel Zeit wirst du nie wieder haben für deine Kleine!“ Viele hätten da sicher mit Panik reagiert. Schwanger im Studium ist ja auch nicht ohne und war sicher nicht immer einfach für dich ... aber mit Unerwartetem gut umzugehen, scheint mir eine weitere Stärke von dir zu sein! Wenn ich so lese, wie gut das mit eurer Patchwork-Familie jetzt klappt, dann ist das doch vor allem dein Verdienst. Du mit deinem geduldigen Blick für das Machbare, das Gute und deiner großen Liebe für alle - jeder kann und darf sich wohl fühlen ... einfach schön ! Und jetzt plötzlich stellt dich das Leben wieder vor eine neue Herausforderung! Ich kann gut verstehen, dass dir das jetzt den Schlaf raubt . Mir scheint auch, dass jetzt deine größte Sorge ist, wie dein Mann reagieren wird ... Warum hast du denn solche Angst davor? Und welche Reaktion würdet du dir von ihm denn wünschen? Das Wichtigste finde ich ist, dass du jetzt erst mal zur Ruhe kommst, damit deine Stärken Geduld, Flexibilität und das klare, sichere Denken wieder zum Einsatz kommen können und du erkennst was, wie für dich machbar wäre. Jetzt bist du mal dran! Nimm dir die Zeit, die du brauchst, damit diese neue Situation auch wirklich in Kopf und Herz bei dir ankommen kann. Der Termin für heute ging ja echt fix ... Ich drück’ dir die Daumen, dass du eine gute Beratung bekommst und danach beruhigter bist. Ganz liebe Grüße an dich , Lucia
Grüß' dich und danke für das Lesen meines Gejammers. Es ist wirklich gleich besser, wenn man alles rausgelassen hat. Heute war ich auch beim Beratungsgespräch, dort wurde mir auch Mut gemacht, es meinem Mann bald zu sagen. Meine Angst ist, dass ich dann sozusagen "alleinerziehend" bin mit 3 Kindern. Auch wenn Verwandte, Freunde im Hintergrund sind: Die Mutterrolle kann einem keiner abnehmen und ich will sie auch gut machen. Und familiär ist bei meinen Eltern einiges schwierig: Mein Vater will sich nicht helfen lassen von außen (also, Pflege, Haushaltshilfe, etc.), ignoriert aber dabei den Stress, den meine Mutter hat. Wir (mein Mann und ich) hatten eine Haushaltshilfe für uns, als die Kleine noch nicht im Kindergarten war. Ich kann verstehen, dass man das nicht möchte, ich wollte es dann auch nicht mehr, da - hört sich blöd an - ich das lieber selbst mache, jemand anders bringt mir meine Ordnung durcheinander, ich habe einen leichten "Ordnungsfimmel". Aber eine Entlastung ist es schon, und wäre es auch für meine Mutter. Wir hätten meinen Eltern damals unsere Haushaltshilfe empfohlen, die Dame wollte auch, und auch meine Mutter; mein Vater ließ es aber nicht zu. Mein Ehemann ist da für mich immer eine riesige Entlastung, weil er seine Schwiegereltern gerne besucht und mit anpackt, wo er kann, ohne ihn wird es ohnehin schwerer, aber der Job ist eben sein Traum. Außer dem Frauenarzt weiß es noch meine beste Freundin, sonst bisher niemand. Zu allem Unglück ahnt gerade meine Tochter etwas, sie hat mich gefragt, ob ich schwanger bin, weil ich wieder Schokolade in Massen esse wie bei der 2. Schwangerschaft. Konnte es aber noch glaubhaft versichern, dass es die Weihnachtszeit ist, die mich dazu veranlasst. Mein Mann wird bestimmt "schwierig" reagieren... Er ist sehr analytisch und wird sich ewig fragen: "Wie konnte das passieren?" - was aber jetzt meiner Meinung nach "egal" ist. Es war eben ein Unfall, und Unfälle geschehen. Und er wird sich sicherlich ärgern und Angst haben, dass ich ihm seinen Job ausrede. Mich alleine lassen wird er dann aber auch ungerne: einfach schwierig, von allen Seiten. Ich bin in der 7. Woche (genau 6+4). Mein Mann ist jetzt dann das erste Mal eine Zeit weg und wie es ausschaut, auch Juli/August. Natürlich fällt da genau der ET rein (24. Juli). Lisaline ist die "Mischung" aus den Namen meiner Töchter, ja: Lisa-Marie und Pauline. Herzliche Grüße.
für diese netten Worte vielen Dank. Ja, es bereitet mir alles Kopfzerbrechen... Im Studium schwanger, ist sicher nicht für jeden eine Freude - ich glaube auch, dass es damals, zu meinen Studienzeiten, noch leichter war. Lisa-Marie (meine Große) konnte mit in den Hörsaal und malte da so mit 3, 4 ihre Mandalas, während ich zugehört habe. Ich habe insgesamt auch nur 3 Semester länger gebraucht und habe auch gut abgeschlossen. Und jetzt passt es mir, wieder zu arbeiten, und das lässt sich an sich auch gut vereinen, weil meine Kleine so brav in den Kindergarten geht und eben zur Not auch mal meine Tochter ihre kleine Schwester abholt. Ich arbeite aber auch nur halbtags. Ich würde mir wünschen, dass mein Mann mit mir gemeinsam nach Lösungen sucht, also nicht von vornherein alles schlecht findet, könnte mir vorstellen, dass er jede Lösung (Abbruch und Behalten) schlecht findet und so was sagt wie "Unser Leben ist jetzt sowieso versaut.", er neigt nämlich sehr zum Schwarzmalen und für ihn gibt es oft nur Horrorszenarien. Und so was kann ich gerade nicht gebrauchen! Meine Tochter hat gerade ihren ersten Liebeskummer, der erste Freund hat sie nach nur vier Monaten verlassen, und sie weinte letzte Woche gerade, da sagte mein Mann: "Das wird jetzt noch lange weh tun, du Arme!". Ist ja nett gemeint. Aber es hilft nicht. Versteht ihr jetzt, wie ich es meine? Ich grüße dich, Kerstin mit Lisa und Pauline
Hallo liebe Kerstin, da hatte deine kleine Pauline jetzt erst ihren 4. Geburtstag Glückwunsch! Habt ihr ein wenig gefeiert, vielleicht mit Oma und Opa? Dir selbst geht jetzt natürlich so viel durch den Kopf, bist ja auch die „Macherin“ bei euch, stimmts? Ja, es hängt auch echt viel an dir und es beeindruckt mich, wie du alles so hinbekommst. Natürlich siehst du all die momentanen Belastungen und fragst dich, wie das zu schaffen sein könnte? Und dann auch noch die Sorge um deine Eltern.... Könntest du dir trotzdem vorstellen, deine Mama mit ins Boot zu holen? Vielleicht auch als Chance für sie, jetzt, aus der Notwendigkeit heraus deinem Vater begreiflich zu machen, dass es so wie bisher halt nicht mehr geht und dass Hilfe gebraucht wird? Könnte so nicht vielleicht auch ihre "Stress-Situation" verringert werden, so dass sie dann wieder mehr Luft für die Enkelkinder hätte? Was ihr doch auch Freude bringen würde, oder? Ist sie denn körperlich noch rüstig, deine Mama? In welche Richtung könntest du dir denn selbst Hilfe vorstellen? Mit der Haushaltshilfe, das war nicht so dein „Ding“. Hm...das kann ich auch verstehen, es ist nicht jedermanns Sache jemand im Haushalt zu haben. Aber vielleicht magst du dir doch überlegen, ob du nochmal ne zeitlang auf diese Möglichkeit zurückgreifen willst...einfach zu deiner eigenen Entlastung, wenigstens in diesem Bereich. Liebe Kerstin, wenn ich alles richtig verstehe, bist du meist diejenige, die eine mutig-positive Einstellung hat und auch die Zuversicht für das Machbare einbringt! Dein Mann ist da schon eher der nüchterne Realist in eurer Beziehung, (was ja an sich nicht schlecht ist), sicher ergänzt ihr euch da ja auch. Kannst du ihm denn sagen, dass du gerade jetzt diese "Schwarzmalerei" garnicht gebrauchen kannst, sondern mit ihm zusammen nach Lösungen schauen möchtest? Wie ist es eigentlich geplant, ist er noch daheim, oder geht er noch vor Weihnachten ins Ausland? Ich kanns verstehen, es brennt dir natürlich auf dem Herzen, bald mit ihm drüber zu reden. Wie war´s denn sonst, wenn ihr vor einer Herausforderung gestanden seid? Wie z.B. als das mit dem „Job im Ausland“ im Raum stand? Wie findet ihr sonst Wege die für euch beide stimmig sind? Kerstin du kennst doch deinen Mann am Besten und weißt wie er anzupacken ist und wann er am ehesten „gesprächsbereit“ ist..... Ich wünsch dir sehr, dass du den richtigen Zeitpunkt zum Reden erwischst! Und ihm wünsch ich natürlich ein ganz gutes Gespür für dich und für das, was du jetzt von ihm brauchst. Alles Liebe Jovana
Zu Paulines Geburtstag waren ein paar Verwandte da, ja. Morgen kommen dann die Kinder zum Kindergeburtstag... Ach, danke, aber so beeindruckend bin ich gar nicht. Eher "ganz normal". Meine Mama nimmt Pauline, wenn wir einen Babysitter brauchen, und das würde sie auch bei weiteren Kindern, aber sie ist danach fix und alle. Sie ist gesund, das schon, aber sie ist schon nicht mehr so belastbar. Als regelmäßige Lösung - also: wöchentlich - könnte ich ihr das nicht zumuten. Sie sieht die Kinder gerne (und oft, eben meist, wenn ich auch bei ihr und Papa bin), und das gefällt meinen Eltern, aber Mama oft als die "Verantwortliche", ist keine Lösung. Meine Schwiegereltern wohnen weiter weg und sind nur etwa alle 4-6 Wochen da. Meine Schwägerin (Frau meines Bruders) würde bestimmt helfen, nur leider harmonieren wir beide nicht so... Mein Bruder und ich verstehen uns, nur mag er Kinder nicht allzu gerne. Nun, und viele helfende Freunde haben wir, das ist schon gut, aber irgendwie ist das auch keine Lösung. Im Moment kann ich mir keine so wirkliche Lösung vorstellen. Beim Job im Ausland habe ich mehr oder minder nachgegeben. Mein Mann fährt am 10.12., aber nur für 1 Woche, und kommt dann bis Neujahr wieder. Und Januar - Ende März ist er dann die erste Zeit länger fort. Danke, ich werde versuchen, heute mit ihm zu reden. Grüße von:
jetzt habe ich grade hier reingelesen – und fühle einfach mit dir. Die Schwangerschaft hat dich richtig überrascht. Familie, Großeltern, Teenietochter... kein Wunder, wenn die Gedanken erstmal Karussell fahren Hast du inzwischen schon mit deinem Mann sprechen können? Gut, dass du dich innerlich schon drauf vorbereitet hast, oder?! Eine Lösung braucht ihr ja nicht gleich parat haben. Ich kann mir vorstellen, dass bei euch beiden erstmal die Gedanken und Gefühle hinterher kommen müssen. Und dass ihr dann über Lösungen nachdenkt. Eine gute Nacht wünsch’ ich dir. Und dass ihr genug Geduld füreinander und für die neue Situation aufbringen könnt Herzlich, Sanne
Hallo Kerstin, ich bin auch eine stille Mitleserin und möchte dir einfach nur sagen, dass du mich beeindruckst. Ehrlich, du wirkst einfach sehr positiv orientiert! Klasse, wie harmonisch und stimmig du die Höhen und Tiefen in deinem bisherigen Leben gestalten konntest... es klingt beim Lesen alles so wahrhaftig und ideal. Ihr beide, du und dein Mann ergänzt euch offenbar perfekt! Seine erstmals extreme Schwarzmalerei aktiviert all deine ganze positive Energie und lässt dich/euch somit Lösungen finden, die sich dann eben „richtig“ anfühlen und die ihr auch noch Jahre später bejahen könnt. Echt wahr, so kommen deine Zeilen bei mir an! Ich wünsch’ dir ehrlich, dass du deine innerste Sehnsucht spürst und ihr auch folgst. Schließlich geht’s jetzt nicht nur um einen Job sondern um ein kleines schützenswertes Leben. Gute Jobangebote gibt’s doch immer wieder, oder? Ich schicke dir jetzt einfach konstruktive Gedanken und hoffe sehr eure Gespräche führen zu genau der Lösung wie sie auch zu deinem ganzen bisherigen Leben passt! Ganz liebe Grüße von Felicia
Jetzt erstmal bisschen an Dich Felicia, Ich stell´s mir nicht gleich so einfach vor mit dem Gespräch. Natürlich sieht man am Horizont einen "Ausgleich" zwischen Mann und Frau. Einen Kompromiss vielleicht zwischen ihm, der erst mal mit dem Schlimmsten rechnet (und davor noch analyisert ...) und ihr, die lieber optimistisch in die Zukunft blickt. Aber in der Praxis gleicht es sich eben nicht so leicht an. Auch die Beispiele, die Du, Kerstin, aus Deiner Elternfamilie berichtest. Ganz am Anfang Deines Threads. Da ging es auch nicht so leicht. Die Frage der Haushaltshilfe. Und Vieles ist miteinander verquickt und keiner lässt sich gerne dreinreden oder auch "hineinwirken" in das, was man selber eben so oder so machen möchte. Es ist schon ein Kunstwerk, dass jeder zu seinem kommt. (Ich finde da passt nochmal das erhobene Glas wie bei Deinem Studium. ) Jetzt für Euch: am Wichtigsten ist erst mal Eure "Kleinfamilie". Oder sogar noch ein bis zwei Schritte davor. Jeder will doch sein Wichtigstes hüten. Das muss erst mal benannt werden, ohne gleich den Anspruch, es dem oder den anderen recht zu machen. Einfach mal frei heraus sagen, was einem wichtig ist. Oder sogar: für sich ganz alleine eingestehen. Dann der Abgleich zu zweit. Dann in größeren Kreisen. Manchmal denkt man in zu wenigen Möglichkeiten. Meistens vielleicht. Das ist eben die Kunst. Dass noch Kräfte freiwerden, wenn man ein bisschen weiter hinausdenkt. Aber übergangen darf eigentlich keiner werden. Auch "beugen" in einem blöden Sinn sollte sich keiner müssen. Liebe Kerstin - ich wünsch´Euch, dass Euch das Kunstwerk gelingt! Ich glaube, Du möchtest am wenigsten jemandem etwas madig machen oder abverlangen? Du möchtest großzügig sein - und rechnest vielleicht auch mit etwas, was noch werden kann, aber noch nicht sichtbar ist?? Ich hoffe, es wird - trotz allem - ein gutes Wochenende für Euch! Kannst Du wieder besser schlafen? Und: Was hat Dir die Beratung in all den offenen Fragen gebracht? Liebe Grüße von Layla
Hallo liebe Kerstin, gestern hattet ihr den "Kleine-Mädchen-Rummel". Bestimmt war´s doch sehr aufregend und fröhlich für die kleine Pauline, oder?! Kamen die kleinen „Feierkinder“ alleine oder waren die Mamas noch mit dabei? Wie gings dir denn „schwangerschaftsmäßig“ ? Hast du den Tag gut verkraftet und überstanden? Was du so von deiner Mama schreibst ist sicher realistisch und sehr einfühlsam von dir. Klar kannst du ihr nicht zu viel zumuten so dass sie über ihre Kräfte gehen müsste. Dir selbst gehen die anderen eventuellen Möglichkeiten natürlich durch den Kopf und ich spür, dass du gründlich abwägst. Das es nicht einfach ist, schnell das "Richtige" zu finden, kann ich aus eigener Erfahrung mit herausfordernden Situationen wirklich gut nachvollziehen. Meist brauchst auch alles was gedanklich so beschäftigt erstmal genug Zeit und kann nicht von heute auf morgen gelöst werden. Du Liebe, hab heute einen erholsamen Sonntag mit deiner Family und vielleicht auch eine Gelegenheit für dich und deinen Mann, zum vertrauten Gespräch. (Oder hatte es am Freitag noch geklappt?) Ich denk an dich Herzlichst Jovana
ich war jetzt ein paar Tage weg ... hier war ja einiges los und bei dir zuhause wahrscheinlich auch. Kindergeburtstag war ja angesagt - das spricht ja eigentlich für sich! Du, auch wenn ich weg war, war ich gedanklich doch sehr oft bei dir ... Ja, dein Leben ist in die Breite sehr ausgefüllt mit den vielen Aufgaben und Beziehungen, und klar nimmt das all’ deine Kräfte und Gedanken in Beschlag. Gerade deshalb hoffe ich, dass dir über’s Wochenende noch ein wenig Zeit geblieben ist, dich davon frei zu machen ... um in die Tiefe zu gehen, hinzuhören, was die leise Stimme in dir sagt ... und um dann auch offen und mutig mit deinem Mann zu reden. Vielleicht ist das ja schon geschehen??? Schreibst’ du wieder, ja? Erzählst was sich getan hat? Ich bin sehr gespannt! Grüße dich herzlich, Lucia
- an jeden Mitlesenden oder -schreibenden. Mein Mann fährt jetzt morgen los, die Koffer stehen bereit, leider aber gehen wir im "Clinch" auseinander. Nachdem ich ihm die "freudige Nachricht" überbracht hatte, war er sehr abweisend, sagte, er brauche seine Ruhe... Paulines Feier hat er fast ausschließlich in seinem Arbeitszimmer verbracht, Nikolausfest hat er auch sausen lassen. Vorgestern kam er dann zu mir und sagte, dass er mich bei allem unterstützt, aber kein weiteres Kind möchte unter den jetzigen Umständen. Das finde ich an sich ganz okay als Reaktion. Dann sagte er aber, er findet, ich hätte es ihm nicht sagen sollen, bis ich mich entschieden habe. Denn wegen mir ist er jetzt während seiner Abwesenheit belastet und kann nicht unbefangen arbeiten. Ich bin daraufhin laut geworden , weil ich das ziemlich unfair finde. Nur, weil ich schwanger bin, ist es doch trotzdem unser beider Problem. Gestern war er dann wieder schweigsam, heute früh gab es wieder Streit... Und jetzt fährt er eben morgen. Aber vielleicht tut der Abstand auch gut. Oh, und ansonsten: Mein Ex weiß auch Bescheid, ich habe es ihm erzählt. Da wir ja befreundet sind. Er hat mich einfach gedrückt und mir zugehört... Das würde ich mir auch von meinem Mann wünschen. Jetzt heißt es aber erst, die Zeit ohne meinen Mann zum Nachdenken nutzen. Es grüßt:
jetzt ist sie jedenfalls raus... die "freudige Nachricht". Da hast du seit dem Wochenende einiges an Anspannung und Auseinandersetzungen ausgehalten. Dein Mann hat die Tage vor allem im Rückzug verbracht. Und sieht momentan einfach noch nicht weiter. Dazu macht ihm wahrscheinlich die Dienstreise zusätzlichen großen Druck. Scheint ein größeres Projekt zu sein, um das es da geht.... Er braucht den Kopf dafür frei und hätte deshalb am liebsten noch gar nichts von der Schwangerschaft gewusst. Nur so wäre seine Bemerkung zu erklären, oder?! Ja, der Abstand tut ihm hoffentlich gut Da gibt es ja noch die Zeiten alleine im Hotelzimmer - wer weiß, was ihm da alles noch durch den Kopf geht. Ist natürlich jetzt nicht schön für dich. Weil du selber noch in einer Art Ausnahmezustand bist?! Ist ja grade mal eine Woche her, seit du den positiven Test gemacht hast... Die eine Woche alleine hilft dir hoffentlich ein bisschen weiter, dass du erstmal für dich spürst, wo es für dich lang gehen soll. Was und wie du es dir vorstellen könntest. Gedanken und Ideen dazu. Es klingt sehr entschieden und zupackend, dass du die Zeit ohne deinen Mann auf jeden Fall nutzen willst Vielleicht gibt's ja morgen doch noch einen einigermaßen friedlichen Abschied... Viel Kraft dir! Guten Nacht dir, Sanne
Liebe Kerstin, das mag man ja sonst gar nicht so gern, das mit dem Abstand. Aber man muss es sich doch eingestehen und einander zugestehen: es gibt Zeiten, wo Abstand guttut. Wo Abstand auch eine Seite der Liebe ist. Dass Dein Mann am liebsten erst nach Deiner Entscheidung davon informiert worden wäre - und dann von einer ganz bestimmten Entscheidung .... puh ... das ist schon heftig. Kann´s sein, dass er selbst bisschen aus dem Ruder ist mit sich. Einfach sehr aufgeregt momentan? Er der "Schwarzseher", der jetzt so etwas Besonderes wagt. Auch wenn´s eine Wunscherfüllung ist. Will jetzt aber nicht länger Deinen Mann Dir erklären. Mich beeindruckt, wie Du standhältst. Für Dich alleine stehst. Und die alte Verbundenheit mit Deinem früheren Mann - berührt mich auch. Weil: zugehört bekommen ist einfach gut. Ich wünsche Dir jetzt, dass es ausgewogen ist für Dich: das Alleinsein mit Dir und das offene Ohr und Herz anderer Menschen, auch Deines Mannes natürlich. Wenn die Zeit dafür gekommen ist. Guten Abend Dir! Layla
Liebe Kerstin, heute ist dein Mann gefahren.....darf ich dich fragen wie es mit euch beiden ging? Gab es noch eine Chance für ein paar gute Worte? Ist er denn eigentlich sehr weit weg? USA oder so? Mir kommt´s vor, als hätte er gestern seinem Frust nochmal richtig Luft gemacht und alles rausgelassen, was ihn beschäftigt. Und du hast ganz natürlich und zum Glück auch schützend reagiert und ihm gesagt wie es dir mit seiner Reaktion geht. Und dass du es als sehr unfair empfindest! Gerade auch jetzt, wo du die Nähe und sein Verständnis so sehr brauchen würdest, ihn so gerne als Ehemann an deiner Seite hättest. Kerstin er ist dein Mann, der Papa deiner kleinen Pauline und der Papa des kleinen Winzlings und vielleicht gelingt es ihm ja in der Ferne seine Gedanken für seine Familie zu sammeln. Und drüber nachdenken, was für ihn und für euch gemeinsam wichtig ist. Wie geht’s dir denn überhaupt mit dieser ganzen Auslandssituation, also mal abgesehen von deinem Baby? Drei Jahre sind geplant. Das ist eine lange Zeit.... Vielleicht kann es eine Hoffnung für dich sein, dass er doch sicher auch Sehnsucht nach euch, nach seiner Familie empfindet und dadurch etwas weicher wird? Ein offenes Ohr, Verständnis....vielleicht geht’s am Telefon ja leichter. Wollte er sich bei euch melden, wenn er heute angekommen ist? Ich denk weiter sehr an dich! Alles Liebe Jovana
Das ist meine heutige Überschrift. Mein Mann ist abgereist, im absoluten Zwist und Chaos. Er hat mich sehr mies behandelt und war sehr kühl zu mir. Kaum ein nettes Wort zum Abschied. Ich bin fast froh, dass jetzt Abstand ist. So kenne ich ihn gar nicht! Er ist gar nicht so! Meine Freundin war dabei, als er abgereist ist, und Lisa-Marie... Die beiden sagten auch, so kennen sie ihn gar nicht. Ja, Sanne, das Projekt ist sehr wichtig, und natürlich ist mein Mann auch in Gedanken dauernd dort... sorgt sich auch, wie es wird, so weit weg zu sein. Das verstehe ich. Auch ist er ein "Arbeitstier" und seine Gedanken sind oft dort, schon weit weg. Aber ist das eine Rechtfertigung, sich so zu verhalten? (Ausspruch meiner Freundin von heute!). Vielleicht ist es am Telefon leichter - für ihn zumindest. Ich jedenfalls werde die Zeit nutzen, werde mich innerlich etwas lösen von meines Mannes Problemen. Er ist jetzt in den USA, genau. Auch in den Zeiten, in denen er hier sein wird, wird es immer wieder Dienstreisen geben, aber eben nur für einige Tage. Das sind wir gewohnt, das geht schon immer so und klappt auch super. Mal ein Wochenende fort, das ist ja gar kein Ding. Das bisher Längste waren 10 Tage in Asien, aber auch das hat uns drei Mädels nicht umgehauen. Aber Monate, ja, das wird eine Umstellung. Ich habe auch eine sehr liebe Nachricht von Moni erhalten, per PN, weil sie dachte, dass mir hier eh schon so viele schreiben. Liebe Moni, du darfst natürlich gerne hier mitschreiben!!! Ich antworte dir mal hier, um dich dazu einzuladen, gerne mitzudiskutieren, ja? Also, erstens, super erkannt, ich habe beruflich mit Worten zu tun, richtig! Wie waren die nächsten 3 Jahre geplant? Da Pauline in den Kindergarten geht, werde ich meinen normalen Halbtagsjob weitermachen. In den Zeiten der Trennung werden wir schon vielleicht mal ein paar Wochen hinfahren, wenn Lisa-Marie Ferien hat, oder auch mal nur Pauline und ich, aber die Regel soll das nicht sein, ich habe ja auch einen Job. Es ist kein direktes Dilemma für mich, das ist zu viel gesagt, aber natürlich ist es nicht leicht. Wenn du mir lieber per PN antworten willst, Moni, dann mache das gerne, dann schreiben wir dort weiter. Ich grüße euch,
Dass Du einen "Wörterberuf" hast merkt man auch an Deiner sorgfältigen Auswahl der Überschriften. Ich hab´s auch mal versucht. Und vorhin habe ich ein Buch zuende gelesen, das mir so so gut gefiel. Eine sehr komplexe und liebevoll erzählte Familiengeschichte. Suna. Kurzer Titel. Die Autorin erzählt ihre "Wurzelgeschichten" ihrem Säugling, der immer nicht schläft. Lieber keine Rezension lesen, gleich das Buch (wünschen). Ist jetzt kein wirklicher Diskussionsbeitrag. Ist ja auch nicht wirklich ein Thema zum diskutieren im engeren Sinn. Ein Herzensthema und eins, wo man eben über´s eigene Leben nachdenkt und über das, was man schaffen kann und will. Du stehst glaub´gut für Dich allein. Mit Deinen Kindern. - Dann geht auch das Zusammenstehen eher, als wenn man aneinander hängt. Ich find´auch gut, wenn Du unterscheidest, was Deine Probleme sind und was die Deines Mannes (oder anderer Menschen). Auch wenn es natürlich eng verflochten ist. Dass er so ganz anders ist im Moment? - Es ist ja wirklich ein großer Schritt, den er da macht. Eine starke Herausforderung. Redet er über so etwas? Wie es ihm geht? Hoffentlich ist er schon mal gut angekommen. Gelandet. Kannst Du Dir bisschen ein ruhiges Wochenende machen nach dem Stress? Ich wünsch´s Dir! Einen guten Abend erstmal! Layla
Vielen Dank. Ich lese sowieso sehr gerne. Da du mich jetzt aber neugierig gemacht hast, werde ich nicht anders können, als eine Rezension zu lesen. Mein Mann ist gut angekommen. Das hat er mir nur per WhatsApp mitgeteilt. Telefoniert hat er nur mit Lisa-Marie. Sie wollte danach von mir wissen, was zwischen ihrem Stiefvater und mir vorgefallen ist. Tja, sie ist eine wache Maus, man kann ihr nicht leicht etwas vormachen. Da Lisa heute mit ihrem Vater unterwegs war und jetzt bei einer Freundin schläft, und Pauline um halb 7 auf dem Sofa eingeschlafen ist und anschließend von mir ins Bett getragen wurde, hatte und habe ich viel Zeit zum Nachdenken heute Abend. Eure
... dann ist schon viel schöne Spannung weg. Aber es lohnt sich wirklich. Trotzdem. Dann sagst Du eben hinterher, wie´s Dir mit Rezension davor ging. Ich verschenke es wohl an Weihnachten. Und es gibt schon ein zweites ... Schön, so ein ruhiger Abend. Und zuende mit Nachdenken warst Du wohl nach 23 Uhr noch nicht ("hatte und habe ich viel Zeit"). Liebe Kerstin, die Ruhe ist es doch, wo etwas in einem wird und reift. Ich hoffe, dass sich wieder fügt, was jetzt auseinanderzulaufen scheint. Es ist viel auf einmal. Und ihr hattet in Alternativen gedacht: noch ein Kind und wenn nicht, dann den beruflichen Durchstart. Beides hat man ja nicht wirklich in der Hand. Beides ist schön, herausfordernd. Vielleicht könnt Ihr ja - jeder für sich und gemeinsam - über Euch hinauswachsen. Ich will mal das Beste und Schönste hoffen. Vielleicht gibt es Dir Kraft in der Krise - im Schweigen. Guten Samstag noch! Layla (Hast Du für Lisa eine angemessene Antwort gefunden? Nicht leicht mit fünfzehn.)
Liebe Kerstin, natürlich gerne auch hier . Sonst müsstest Du ja zweigleisig antworten, das hatte ich gar nicht bedacht. Und ja, das mit den „Worten“, das hatte ich mir wirklich gedacht! Ein bißchen bin ich ja neugierig, was genau Du studiert hast? (nur wenn Du es verraten magst ). Liebe Kerstin, wie geht es Dir denn jetzt nach dem Wochenende und mit inzwischen ein paar Tagen Abstand? Der Abschied von Deinem Mann war ja leider doch ziemlich unschön, wie Du geschrieben hast.... Das Einzige was man ihm dabei zugute halten kann, ist dass er sonst nicht so ist, bzw. Du und ja auch die anderen ihn so überhaupt nicht kennen. Und das finde ich dann wieder so klasse, wie Du trotz seines verletzenden Verhaltens das so klar sehen und formulieren konntest! Eigentlich ist er doch ganz anders! Da bleibt doch echt zu hoffen, dass er bald wieder zu sich selbst zurückfindet und merkt, wie viel ihm seine Familie und vor allem Du, seine Frau, im Grunde bedeuten! Ich dachte gerade so, ob er vielleicht, wenn sich der erste Schreck über die Schwangerschaft ein wenig gelegt hat, auch den Gedanken zulassen kann, dass dieses Ungeplante für ihn auch eine Chance ist, dass er seine Prioritätenliste neu überdenken könnte? Beruflich muss er ja Top sein und verantwortungsvolle Arbeit leisten, wenn er immer wieder ins Ausland und auf Geschäftsreise muss/darf. Und in solch einer Position ist es ja oft nicht so einfach mit den Prioritäten, Beruf, Familie, Beziehung.... Wie siehst Du denn seine bisherige Gewichtung was Familie und Beruf angeht? Du hattest ja geschrieben, dass er sich gerne bei Deinen Eltern einbringt (das schätzt Du ja auch sehr an ihm) und er sich auch um Deine Große bemüht (wenn auch nicht immer jedes anteilnehmende Wort „gelingt“). Und ist nicht vor allem Eure kleine Pauline, Euer gemeinsames Kind ein sehr starker Magnet, Zeit daheim zu verbringen?! Trotzdem, so wie es aussieht, ist er jetzt einfach nochmal neu gefordert, für sich zu klären, was ihm wirklich wichtig ist und was er wie gewichtet. Und seiner Mitverantwortlichkeit für diese Schwangerschaft wird er sich ja auch irgendwo im Hinterkopf bewusst sein (schließlich gehören zum schwanger-werden ja immer zwei, wie Du das sehr richtig benannt hast).... Könnte es sein, dass das alles zusammenkommt und er deshalb so reagiert hat und im Zwist abgereist ist? Hm, alles nicht so einfach für Dich, könnte ich mir vorstellen. Habt Ihr denn jetzt über das WE mal telefoniert, also Du und er? Sonntag wird er doch auch nicht arbeiten müssen und vielleicht ein bißchen Zeit und Muse gehabt haben... Oder ich dachte gerade, ob es Dir im Moment vielleicht leichter fällt, wenn Du ihm Deine Gedanken schreibst? Du kannst doch so gut mit Worten! Wenn Du das, was mündlich gerade nicht möglich war, ihm aufschreibst. All das, wo Du ihn verstehst (seine beruflichen Träume), aber natürlich auch, wie es Dir mit seiner „miesen“ Reaktion ging, was Du Dir von ihm wünschen würdest (eben gemeinsam eine Lösung suchen) einfach mal alles schreiben – wäre das ne Möglichkeit für Dich? Du kannst Dich sehr gut ausdrücken und auch in einer guten inneren Distanz was sagen, finde ich. Wäre vielleicht nicht so emotional aufgeladen, wie face to face oder auch am Telefon. Dann hättest Du Zeit zum Überlegen (hast Du ja jetzt schon sehr viel) und er ja auch beim Lesen.... Ich weiß ja nicht, wie Ihr in Eurer Kennenlernphase miteinander kommuniziert habt? In der Zeit, wo man sich nicht genug einander mitteilen kann.... Habt Ihr Euch auch geschrieben? War er in dieser Zeit schon ab und zu geschäftlich unterwegs? Dann per mail oder whats app oder... Liebe Kerstin, habt Ihr 3 Mädels (klingt ja sehr nett, wie Du das schreibst) trotz allem ein einigermaßen schönes Advents-Wochenende genießen können? Ich wünsche Dir jedenfalls alles Liebe und einen guten Wochenstart heute! Herzliche Grüße von moni
Mein Mann und ich haben nicht telefoniert, nein. Er hat einmal Lisa-Marie auf ihrem Handy angerufen und hat sich erkundigt, ob alles okay ist. Das war's. Sie sollte Pauline ausrichten, dass er sie lieb hat. Mir - nichts. Heute hat er ihr SMS geschickt, aber auch da wurde ich nicht erwähnt. Meine Tochter ist auch sehr irritiert davon, dass er mich nicht sprechen will oder nach mir fragt, sie ist ja kein kleines Kind mehr. Dass er sich bei mir weder telefonisch noch per WhatsApp meldet, ist sehr ungewöhnlich, ich denke, dass er einfach zu schockiert ist. Für ihn stehen Beruf und Familie nebeneinander, für einen Mann geht viel leichter beides... Er ist viel in der Arbeit, er ist so, das ist (unter anderem) das, was ihn ausmacht, und das will ich auch gar nicht ändern. Seine anderen Seiten sind mir da schon viel lieber, und er hat wirklich so viele wunderbare Seiten an sich, er ist mein Freund, Geliebter, mein Verbündeter, und das ist es, was mich dazu veranlasst, es nun nicht ganz so persönlich zu nehmen... "Der kommt schon wieder." - das weiß ich doch. Er braucht jetzt seine Ruhe, und mir schadet die aufgezwungene Ruhe eigentlich auch nicht. Das klingt jetzt vielleicht besser, als es wirklich ist, denn ich weine im Moment recht viel, aber mit Pauline und Lisa-Marie ist gar nicht so viel Zeit zum Weinen, und mein Mann braucht jetzt eben Abstand, den man ihm jetzt gewähren sollte - oder, den er sich selbst gewährt. Wir hatten ein schönes Adventswochenende, ja, Moni, denn meine Große ist eine sehr begeisterte Plätzchen-Bäckerin und hat mit zwei Freundinnen die ganze Küche sehr auf den Kopf gestellt. Ihre kleine Schwester durfte helfen, und es war ein Heidenspaß, den Teenies und der Kleinen zuzuhören. Danach hat Lisas Vater für uns gekocht, und meine Freundinnen waren gestern hier. Also: full house, wieder einmal. Das besinnliche Nachdenken war da eher nicht angesagt. Aber heute krümele ich hier so vor mir hin und denke nach. Vieles über meine Ehe wurde mir klarer, vor allem, dass es doch eine sehr gute Sache ist und mein Mann einer, dem man seinen momentanen Rappel auf alle Fälle verzeihen kann. Deswegen: Ich glaube, am allerwichtigsten ist es, dass wir beide - mein Mann und ich - glücklich und zufrieden mit unserer gemeinsamen Entscheidung sein werden. Ich kann noch immer nicht klar sagen, wie ich es finde, wieder schwanger zu sein... So durcheinander bin ich irgendwie noch immer... Und ja, gerne darfst du fragen, was ich studiert habe: Germanistik und Französische Philologie. Ich grüße euch:
Liebe Kerstin - darin bist Du wirklich groß: Ruhe geben. In Ruhe lassen. Zulassen. Die Teenies, die Kleinen, Deine vielseitigen Mann. Eine Großzügigkeit, in der man sich wohlfühlen kann. Und eine erstaunliche Kraft für viele Menschen. Heute das "Krümeln" - und auch da lässt Du wieder Raum für Deinen Mann. Zum Wiederkommen. Du kannst warten. - Auch weinen. Es braucht wohl einfach noch bisschen Zeit, bis Du weißt, wie Du was findest. Waren ja wirklich turbulente Tage. Und dann kommt er schon bald wieder, oder? Diesmal ist es ja nur die eine Woche. Ich wünsch´es Dir und Euch von Herzen: die gemeinsame Entscheidung, mit der ihr beide zufrieden und glücklich seid! Einfach noch einen Gute-Nacht-Gruß an Dich! Schlaf gut! Layla
morgen, den 17. Dezember, kehrt mein Mann zurück. Und heute hat mein Mann sich bei mir erstmals gemeldet, per WhatsApp. Er hat mir sehr einfühlsam geschrieben und ich konnte deutlich seinen Schmerz und seine Verunsicherung spüren. Er war wieder irgendwie "der Alte", also habe ich angerufen und wir haben zwei Stunden lang telefoniert, er hat sich mehrfach entschuldigt und ich bin jetzt einfach erst einmal erleichtert. Er findet, es ist unsere gemeinsame Entscheidung und er will mich zu nichts drängen, er kann es gut verstehen, wenn ich nicht abtreiben möchte. Ich, für mich, kann ihn jetzt aber auch tausendfach besser verstehen und sehe auch ein, dass auch ich ihm irgendwie einiges "kaputt" machen würde. Nicht nur ich selbst hätte Probleme alleine mit einem kleinen Baby, sondern auch er würde darunter leiden, nicht da zu sein. Genauso ist für ihn der Job enorm wichtig, seine Verwirklichung dessen, was er will. Und ich sehe jetzt auch deutlicher, dass es, nur weil ICH schwanger bin, eigentlich nicht meine alleinige Entscheidung ist, weil es unser beider Leben gleichermaßen verändern würde. Das sind meine Gedanken dazu, aber ich glaube, es wird wichtig und wohltuend sein, morgen von Angesicht zu Angesicht das alles zu diskutieren. Eure
Liebe Kerstin, Deine Erleichterung über Euer neu gewonnenes "altes" Verstehen ist durchgängig spürbar und auch der gemeinsame Wunsch, dass es jedem gut gehen möge. Jeder möchte großzügig sein mit dem anderen. Ich musste da an die wohl etwas berühmte Geschichte (Du als Sprachlerin kennst sie bestimmt - Dickens??) denken: Die Frau hat das wunderbare lange Haar und wünscht sich den wunderbaren Kamm dazu. Er hat die wertvolle Uhr, ein Erbstück und wünscht sich die entsprechende Kette dazu. - Du weißt, wie´s weiter geht? Jeder opfert sein "Liebstes" (nicht ganz, denn es ist ja für den bzw. die Liebste), um dem anderen das fehlende Gegenstück schenken zu können. Sie bekommt dann den Kamm (er hat die Uhr dafür verkauft), hat aber nicht mehr ihr wundervolles Haar, weil sie es für die Uhrenkette drangegeben hat. Irgendetwas mochte ich an dieser Geschichte immer nicht. Es könnte besser gehen und weniger symbolisch enden (so finde ich das Ende und daher irgendwie unbefriedigend). - Ich hoffe, so geht´s Euch nicht. Nein, ich denke nicht ... Es ist der neu gewonnene Blick auf den anderen, nach dem Rückzug. Der ja auch mal guttut. Ihr freut Euch auf morgen, das Gespräch läuft wieder und ihr teilt Euch hoffentlich Eure Geheimnisse, Euer Innerstes ehrlich mit. Ganz sicher. Von Angesicht zu Angesicht. Schön gesagt. Dann also heute noch einen gemütlichen Mädelsabend in Vorfreude auf das Wiedersehen morgen und sowieso auf die ganzen schönen Tage! (Hoffentlich schön. Kommt ja immer einiges zusammen ...) Und davor eine gute schlafvolle Nacht! Liebe Grüße von Layla
Liebe Lisaline-Mami melde mich mal wieder dazwischen , ich verfolge nämlich ganz interessiert deinen Thread und fühle sehr mit dir und deinen/euren momentanen Verunsicherungen mit. Schön finde ich euren gegenseitigen Respekt und euer wohlwollendes Verständnis füreinander. Sich auf gleicher Augenhöhe zu begegnen ist ja schon sehr wohltuend. Ich kann mir ehrlich gut vorstellen dass das Wiedersehen gestern "liebevoll" war und ihr dann von Angesicht zu Angesicht alles Für und Wider gut abgewogen habt... seid ihr denn auf einen glücklichen gemeinsamen Nenner gekommen? Herzliche Grüße und nur gute Wünsche Felicia
liebe Kerstin, ich hab natürlich auch immer mal mitgelesen und freu mich für euch, dass ihr zwei wieder miteinander sprechen könnt, dass ihr euch "was zu sagen habt" denn sonst kommt man ja auch als Paar nicht weiter... Du bist recht froh und erleichtert drüber, dass dein Mann inzwischen auch spürt, wie es dir innerlich geht, dass er wieder der „Alte“ ist, einfühlsam und vertraut in seinem Wesen.... und es ist sicher entlastend, da er nichts von dir verlangt. Doch wie kommt ihr jetzt auf den gemeinsamen Nenner? Indem ihr ehrlich miteinander seid, in euch hineinspürt, jeder auf seine Art.... Dein Mann will dich nicht drängen und versteht sogar, wenn du dich vom Herzen her für euer Baby entscheiden würdest. Das ist doch stark! Und du kannst seine Beweggründe inzwischen auch durchdenken. Doch was meinst du denn genau mit „kaputt gehen“? Denkst du, es würde ihn dann so sehr schmerzen nicht bei euch zu sein, euer Baby nur so wenig sehen zu können, dass er drunter leiden würde? Wie schafft er es denn überhaupt so lange von eurer kleinen Pauline weg zu sein, sie nur selten zu sehen? Wie war denn euer Gespräch, darf ich dich das fragen? Konntet ihr ganz offen und ehrlich miteinander reden? Ich schick dir jetzt liebe Abendgrüße und wünsch euch beiden "Familienlichtblicke" Herzlichst Jovana
danke für eure Mails. Ich habe lange mit meinem Mann geredet, sehr lange. Wir haben Folgendes herausgefunden: Für ihn wäre es sehr schlimm, wenn ich schwanger bliebe; natürlich ist es auch schlimm für ihn, Pauline lange nicht zu sehen, wobei er relativ gut damit zurecht kommt, aber gerade in der Zeit, in der ein Baby noch so klein ist, wäre es sehr schwierig zu wissen, dass ich alleine bin mit allem. Er meinte, auch eine Haushaltshilfe oder ein Au-pair kann ein Neugeborenes nicht so versorgen wie die Eltern und ich wäre quasi wie eine Alleinerziehende. Der ET ist Ende Juli, eine Zeit, in der er auch weg sein MUSS, was auch sehr schwierig ist. Wir haben stundenlang geredet, geweint und gelacht und gestritten und uns in die Arme genommen, jedenfalls hat es sehr viel gebracht. Ich weiß jetzt, dass er sehr ungern (jetzt) ein zweites Mal Vater werden möchte, aber dass er jede Entscheidung von mir akzeptieren wird. Wenn ich es aber behalten möchte, werden wir ein Au-pair oder dergleichen einstellen. Ich selbt weiß jetzt viel von ihm, was ich selbst möchte, weiß ich noch immer nicht. Wir gehen heute zu einem Paartherapeuten, mit dem mein Mann befreundet ist und der uns so kurzfristig einen Termin geben konnte. Denn wir haben uns eine Frist gesetzt, am 28.12.15 haben wir einen Termin zum Abbruch. Das hat den einfachen Grund, dass mein Mann am 02.01.16 wieder wegfahren muss, dann für längere Zeit. Und wegen des Fahrens, eventueller Unterleibsschmerzen usw. wollten wir den Termin vorher legen - oder eben gar keinen Termin wahrnehmen. Und über die Weihnachtstage wird es sehr stressig, mit Verwandten, Familie, Bescherung, so dass zum Nachdenken vielleicht zu wenig Zeit bleibt, deswegen wird jetzt die Zeit bis Mittwoch intensiv genutzt. Ich denke mir: Heute in einer Woche habe ich mich schon entschieden und ich kann wieder zufrieden sein, nicht so aufgescheucht und durcheinander. Der Gedanke beruhigt mich. Grüße,
Liebe Kerstin, dass Du weißt, dass Du bald ein gutes Gefühl haben wirst, gibt Dir jetzt schon ein gutes Gefühl - es ist so etwas wie Zuversicht. Und Ihr habt ja alles bewegt, was so zu überlegen ist, alles "durchgefühlt" und jetzt auch noch ein gemeinsames Gespräch. Super, dass das heute so kurzfristig klappt! Ich wünsch´ Dir, dass "was Du willst" sich klar herausformt. Natürlich will man als "Familienmitte" am liebsten, dass es (immer) allen gut geht. Selbstvergessen. Ein Wort mit zwei Klängen. Liebe Grüße von Layla
Liebe Kerstin, du hast jetzt schon einige Zeit hinter dir, wo du mit dir selber ringst. Doch spür ich aus deinen Worten auch, wie gut es dir tut, zu schreiben ....bist ja auch vom Fach Wie geht’s denn bei euch inzwischen? Am Montag hattet ihr einen Termin bei dem befreundeten Therapeuten? Konnte er euch weiterhelfen, vielleicht hilfreiche Gedankenbrücken aufzeigen, so dass du dich nicht mehr so durcheinander fühlen brauchst? Oft helfen Impulse von Menschen die nicht emotional in eine Lebenssituation verstrickt sind, wirklich weiter. Ich wünsche dir sehr, dass sich die Anspannung bei dir bald löst, so wie du schreibst, sehnst du dich danach... was ich wirklich auch verstehen kann. Ganz liebe Grüße dir Jovana
ein Gespräch geführt habt und Du jetzt für Dich selbst herausfinden kannst, was Dir wichtig ist ... Was mir noch aufgefallen ist: dass Dein Mann Ende Juli weg sein „MUSS“. Es sticht richtig raus aus deinem letzten posting! Du hast es besonders hervorgehoben, also hat es auch eine ganz besondere Bedeutung. Der Gedanke, dass dein Mann beim ET nicht dabei sein könnte ist nicht schön. Nicht für ihn – und nicht für dich. Ein ganz anderer Gedanke noch ... ist für die Arbeit denn das letzte Wort schon gesprochen? Ich meine, sein Arbeitgeber weiß ja noch gar nichts davon und bis Juli ist es ja noch hin ... vielleicht gäbe es da ja sogar eine Sonderregelung? Ich wünsche dir trotz Weihnachtsstress auch Zeit und Ruhe ganz für dich! Lucia
Liebe Kerstin, mittendrin in den Feiertagen. Und doch lässt die Spannung schon ein wenig nach. Mir geht es immer so am Morgen des ersten Feiertages. Alle sind irgendwie doch beglückt und der Heilige Abend ist - geschafft. Und dann dieses Jahr der blaue Himmel und die strahlende Sonne und die ungewöhnlich warmen Temperaturen. Und der helle Mondschein. So als würde alles leuchten. Nicht nur Sterne und Kerzen. Das hat mich ungewöhnlich berührt. Wie es Dir wohl geht? Was Dich berührt? Ob Du Raum für Dich hattest und hast? Oh mann, eigentlich würde ich Dir wünschen, dass angesichts des Festes Dein Mann einfach (!?) sagt: o.k. Kann denn wirklich etwas Schlimmes geschehen? Freuen und weinen sind so nah beieinander in diesen Tagen. Es verdichtet sich so viel Gefühl. Ich wünsch` Dir Deinen Leitstern, an den Du Deinen Karren binden kannst! Liebe Grüße - gerade werden ich zum Essen gerufen ... Layla
Liebe Kerstin, magst Du schreiben, wie nun Dein Tag heute war? Wie´s Dir geht? Lieben Abendgruß von Layla
Es tut mir leid, ich habe nicht mehr reingeschaut und es war sehr viel los. Wir haben uns für den Schwangerschaftsabbruch entschieden, wohinter wir auch beide stehen! Es sprechen zu viele Gründe dagegen, ich kann und will das im Moment einfach alles nicht. Und auch der Paartherapeut konnte uns sehr weiterhelfen. Da wir Weihnachten trotz allem entspannt verbringen wollten, fiel die endgültige Entscheidung erst am 27.12. Dann kam am 28.12. aber alles anders, ich wurde in der Nacht sehr krank und bekam eine schwere Magen-Darm-Grippe, ich konnte kaum aufstehen. Unser Hausarzt musste schließlich vorbeikommen und mir eine Spritze geben, ich kam tags darauf sogar ins Krankenhaus und bekam eine Infusion, durfte aber danach wieder nach Hause. Ich lag die ganze Woche flach, leider auch an Silvester, was aber vielleicht auch sein Gutes hatte. Wir wären sonst zu Freunden gefahren, aber so konnte ich noch einen Abend mit meinem Mann verbringen, der am 02.01. dann ins Ausland abgereist ist. Den neuen Abbruchtermin habe ich nun am Montag, den 11.01.16, werde da bei 12+1 sein, weswegen es dieses Mal eher nicht durch Krankheit verschoben werden sollte, denn die Frist endet ja bei 13+6 oder 14+0 (ich weiß nicht genau, bei welchem dieser Tage). Und ja: Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass es richtig für uns alle ist. Ich bin auch nicht traurig, sondern eher erleichtert. Es war eine schwere Entscheidung, aber letzten Endes hat sie uns und unsere Ehe stärker gemacht. Mittlerweile geht es mir auch gesundheitlich wieder sehr gut. Ich blicke zuversichtlich ins neue Jahr und wünsche allen ein gutes 2016. Damit sage ich hier "Adieu", eure
Liebe Kerstin, hey, schön, dass Du Dich doch nochmal meldest, mit Deinem „Adieu“. Ich war mir nach meinen letzten beiden Nachrichten ganz unsicher, ob es das Passende für Dich war. Also, die erste – so im „Weihnachtszauber“. Und dann war ich einfach doch sehr gespannt und habe deshalb gefragt .. und war dann – wie Du – ziemlich sicher, dass wohl am 28. die Abtreibung schon gewesen war.... und bin jetzt wiederum ganz erstaunt, was alles noch war in diesen bewegten Tagen. Puh – langer Satz ... Es war ja wirklich eine absolut dichte Zeit, von den Ereignissen her und dann auch, was Dich emotional gefordert hat: Feier, Familie, Entscheidung, Krankheit, neues Jahr (und dazu gerade nicht die Feier, die Ihr Euch gewünscht hattet – dafür aber Ruhe), Abschied ... wirklich alles drin. Gut, dass Du Dich von der Erkrankung gut erholen konntest, dass Dein Mann da zunächst noch da war. Ich hatte noch „im Ohr“ Dein Mann fliegt am 04.? (Lese jetzt aber nicht zurück ) Diesmal ist es für länger. Nach der ersten kurzen Probezeit. Probezeit für Euch, meine ich jetzt, nicht beruflich. Wie gut, dass Ihr Euch stärker fühlt, auch als Paar. Wahrscheinlich hat er sich diesmal auch schon früher gemeldet!? Ich habe einen Kalender geschenkt bekommen mit einem Satz von H. v. Hofmannsthal: Reifer werden heißt, schärfer trennen und inniger verbinden. – Hat mich nachdenklich gemacht und - ich finde den Satz gut. Ich wünsch´es Euch, dass gerade das „Auseinander“ Euch in diesem Jahr nicht ängstigt (man könnte sich verlieren), sondern verbindet. Inniger. Ja, es ist erleichternd, wenn eine Entscheidung getroffen ist. Das hin und her ist kräftezehrend und war ja jetzt wirklich lang. Alles Gute für „Dein Jahr“! Adieu! Layla
Puh, Paulinchen ist vor einer halben Stunde eingeschlafen... Das war anstrengend heut Abend! Layla, nach meinem Auf Wiedersehen hatte ich damit gerechnet, dass du dich auch noch verabschiedest, denn du hattest recht häufig geschrieben! Deswegen schaue ich noch einmal her und sehe deine netten Worte: Hugo von Hofmannsthal ist einer meiner liebsten Lyriker. Danke dafür! Ich hoffe und glaube auch, dass mein Mann und ich die räumliche Trennung meistern werden, denn durch die Krise wurde unsere Beziehung enger und stärker. Und ja - dieses Mal hat er sich eher gemeldet. Er ist gut gelandet und Lisa, Pauline und ich werden jetzt das Jahr "rocken", mit meinen Eltern, Familie, Lisas Vater, Freunden UND, am allerwichtigsten, meinem Mann, mal vor Ort, mal "aus der Ferne". Ich wünsche euch alles Gute,
Hallo Layla, ich schreibe hier, entweder bin ICH zu doof, oder etwas klappte nicht, jedenfalls wurde meine persönliche Nachricht nicht gesendet. Oder? Jedenfalls danke der Nachfrage! Mir geht es gut! Alles habe ich gut überstanden, körperlich und auch seelisch fühle ich mich gut und erleichtert! Du darfst da gerne fragen, warum auch nicht? Der Abbruch war auch bereits am Montag und die Unterleibsschmerzen sind sehr rasch abgeklungen! Ich fühle mich auch nicht traurig. Pauline hat leider einen unruhigen Schlaf, ja! Ich weiß nicht, woran das liegt, es ist seit etwa 3 Monaten so, dass sie oft aufwacht, nicht einschlafen kann... Das kommt in "schlimmen" Zeiten so 2 Mal die Woche vor... Aber ich hatte das als Kind auch. Ich denke, das ist normal und es legt sich von selbst irgendwie. Ich kann dir Hugo von Hofmannsthal jedenfalls empfehlen. Ich hoffe, du hast jetzt Erholung nach stressigen Feiertagen. Die sind ja immer stressig, aber auch schön. Lisa und Pauline freuen sich, dann freu ich mich auch. Nun denn... Jetzt aber "wieder mal Auf Wiedersehen", Kerstin & Lisa-Marie & Pauline
Liebe Lisaline, auf jeden Fall bist DU nicht ... Aber es stimmt, ich hatte keine persönliche Nachricht von Dir bekommen. Ist gut, dass Du alles gut überstanden hast! Und mit Pauline - da gehst Du jetzt einfach mit Ihr durch diese Zeit durch. Mit der "Erklärung" fällt es auch Dir leichter. Schwieriger sind immer die Dinge, die einem selbst so fremd sind, wo man sich nicht so leicht in sein Kind hineinversetzen kann. "Normal" und "legt sich wieder" - das ist oft als Motto hilfreich. Wenn man nicht mehr draus macht, als es ist. Dem Hugo gehe ich mal nach (habe aber gerade schon wieder etwas anderes angefangen ...). Schreibst Du vielleicht in einem Literaturforum? Ja, mir geht´s wieder besser, seid alles wieder mehr in geordneten Bahnen läuft. Die Erwartungen in den Ferien sind immer sehr vielfältig und einen Tick zu hoch oder zu heterogen. Besonders in der Verbindung mit Weihnachten. Mir gefällt, wie Du Dich an und mit Deinen Mädels freust! So ist es gut! So schafft Ihr sicher auch die Besonderheiten dieses Jahres. Ja, nun, wie ich es auch an Mel geschrieben habe - hier schreiben wenige Frauen über längere Zeit. Vielleicht hören wir aber doch irgendwann mal wieder voneinander? Hier oder in einem - Literaturforum!? Alles Gute Dir und Euch für dieses Jahr und überhaupt! Wieder mal Auf Wiedersehen! Layla
"Normal" und "legt sich wieder" sind Mottos, die man wohl haben muss als Mutter, denn sonst wäre ich permanent bei Ärzten mit den Kindern. Lisa hatte mal eine Schlafwandel-Phase, aber auch die ging vorbei. Nein, wie kommst du denn auf das Literaturforum? Ich bin in keinem solchen Forum aktiv. Da du mich ja nun fast ein bisschen "weggeschickt" hast (Spaß), nun aber wirklich Tschüssi! LG,
Ich probier´s einfach nochmal. Weggeschickt habe ich Dich ja nicht .... Das mit dem Literaturforum, wo man sich ja wieder treffen könnte. Ich kenne kein´s, aber ich mag´s gerne, mich mit jemand über Bücher auszutauschen, die der andere auch gelesen hat. Ich hoffe, Du kommst immer wieder zu Deinen Nischen, auch zum Lesen, und das Jahr kommt gut in die Gänge für Dich und Euch alle! Liebe Grüße von Layla! Tschüüüs!