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Ungewollt schwanger: Meine Situation

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Ungewollt schwanger mit dem dritten Kind

Ungewollt schwanger mit dem dritten Kind
Hallo, ich hoffe mir kann jemand helfen Kurz zu mir. Ich bin Denise (26), Mama von 2 Mädchen (7&3) und seit 10 Monaten mit meinen Partner zusammen. Die beiden Mädchen haben nicht den gleichen Papa. Seit Dienstag weiß ich, dass ich wieder schwanger bin (7Ssw). Wir haben verhütet und es war definitiv kein Kind geplant. Nun ja, wie gesagt weiß ich seit einer Woche von der Schwangerschaft und bin völlig am Ende. Mein Partner ist Feuer und Flamme, hat es Allen Freunden und seiner Familie bereits erzählt. Ich kann mich damit überhaupt nicht anfreunden. Es spricht so viel dagegen... - Ausbildung beginnt im Sommer - Ich habe schon 2 Kids von 2 Männern - Finanziell ist es sehr eng momentan - Meine kleine ist in Behandlung Verdacht auf ADHS. Ich bin völlig überfordert. Seit dem ich von der Schwangerschaft weiß, sind alle Gefühle meinem Partner gegenüber weg. Ich kann seine Nähe, Anwesenheit, Zuneigung nicht ertragen. Ich kann ihm nicht mehr sagen, dass ich ihn liebe. Er hat überhaupt kein Verständnis. Ich habe ihm gesagt, dass ich darüber nachdenke diese Schwangerschaft zu beenden. Er meinte ich sei eine Mörderin und das er die Beziehung dann beendet. Ganz ehrlich? Das nehme ich gerne in Kauf. Ich möchte nicht wieder von vorne anfangen. Meine kleine schläft seit 2 Monaten erst durch. Sie geht seit 6 Monaten in die Kita Ich könnte wieder Teilzeit arbeiten gehen... Dazu kommt, dass ich scheinbar eine Depression habe - war vor ca 3 Wochen beim Hausarzt und er hatte den Verdacht. Ich bin völlig am Ende... Ich sehe keinen Ausweg. Ich habe so eine Angst... Ich fühle mich als Versagerin... Ich brauche dringend Hilfe.
10 Antworten
Liebe Denise, ich kann gut verstehen, dass es keine leichte Situation für dich ist. So eine überraschende Nachricht muss sich ja auch erst einmal setzen. Und diese Zeit hattest du ja noch gar nicht, weil die Euphorie deines Partners so groß ist und er die Nachricht schon verbreitet hat. Jetzt freuen sich alle um dich herum und du bist noch am Verarbeiten. Ich kann gut verstehen, dass es gerade viel für dich ist Dein Partner zeigt kein Verständnis für dein Befinden. Dann ist es natürlich schwierig seine Nähe und Zuneigung zuzulassen. Und jetzt kommen noch die Schwangerschaftshormone hinzu, die einen den Partner ja auch manchmal nicht „riechen“ lassen können. Mit der Depression...da warst du ja dann auch schon schwanger, als dein Hausarzt vor drei Wochen den Verdacht ausgesprochen hat... Warum fühlst du dich denn wie eine Versagerin? So wie du von dir schreibst, klingt das nach einer gut organisierten jungen Frau und Mutter Gerade am Anfang einer Schwangerschaft geht es einem ja nicht so gut. Wie war das denn bei deinen Mädels? Und was genau macht dir denn so Angst? Was würde dir helfen? Schreib gerne wieder! Liebe Grüße!
Hallo Denise da kommt echt grade viel zusammen bei dir. Kein Wunder, dass dir die Schwangerschaft nun vollends den Boden unter den Füßen wegzieht. Gerade wo sich eigentlich alles gut eingespielt hat und du wieder mehr an dich und deine beruflichen Ziele denkst, hat sich ein "Drittes" eingeschlichen. Verstehe deine Betroffenheit. Zumal du in letzter Zeit eh schon so erschöpft warst. Dein Hausarzt vermutet sogar eine Depression!? Was hat er dir denn geraten, wie du dich regenerieren könntest? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich dich bewundere! Zwei Kinder mit 26 ist heutzutage schon besonders. Vor allem, weil du es eben bestimmt nicht leicht hattest und dich wohl ohne den Vätern deiner Töchter dieser Verantwortung gestellt hast. Wie ging das denn alles? Beim ersten Kind warst du ja erst 19! Also eine Versagerin bist du wirklich nicht! Im Gegenteil! Du musst eine ganz taffe junge Mami sein, die weiß was sie will und kann. Dass dich der Gedanke "jetzt alles nochmal von vorne?", wo deine Kleine doch grade mal in die Kita geht und durchschläft, nun vollends überfordert ist absolut verständlich. Es tut mir leid, dass du dich momentan so hilflos fühlst und dein Freund jetzt gar keine Stütze für dich sein kann, weil er dich einfach nicht versteht. Da prallen wohl gerade zwei ganz unterschiedliche Meinungen aufeinander. Wohnt ihr denn auch zusammen? Vielleicht könntest du dich irgendwie von ihm entsprechend distanzieren, um einfach mehr zu dir selbst und deinen „wahren“ Gefühlen zu kommen. Dieses Phänomen, den Partner plötzlich nicht mehr ertragen zu können, ist ja oft nur ein Symptom der Frühschwangerschaft. Ausgelöst durch die plötzliche Hormonflut, die einen da voll überkommt. Das können Männer natürlich überhaupt gar nicht nachvollziehen und reagieren auch entsprechend „irritiert“. - Wo er sich doch so freut... offensichtlich ist er sich sicher, in dir die Liebe seines Lebens gefunden zu haben ! Ach wirklich... das ist schon alles sehr kompliziert. Ich fühle mit dir! Versuch‘ doch jetzt erstmal etwas zur Ruhe zu kommen. Weiß deine Familie, oder von deinen Freunden jemand, wie es DIR mit der plötzlichen Schwangerschaft gerade geht? Vielleicht warst du auch schon bei einer Beratung!? Deine Situation ist jedenfalls nicht ausweglos und es gibt sicher Hilfe für dich einen guten Weg zu finden. "Deinen Weg" ...den hast du bisher ja auch superpositiv gemeistert! Ganz liebe Grüße für heute und gönn' dir doch mal kleine Gedankenpausen mit Dingen, die einfach gut tun und dir Freude machen!!! Herzlichst, Felicia
Meine beiden Schwangerschaften waren super. Ich hatte keine Übelkeit oder sonst was. Es ging mir wirklich gut obwohl ich nach der Geburt meiner ersten Tochter gesagt habe, dass ich kein weiteres möchte. Von meiner zweiten Tochter habe ich erst im sechsten Monat erfahren. Es war ein Schock. Noch lange nach der Geburt hatte ich Probleme sie zu akzeptieren. Geliebt habe ich sie, von der ersten Sekunde an aber dennoch hatte ich immer im Hinterkopf, dass ich nur eins wollte. Nach der Geburt wars schwierig und wir haben lange gebraucht uns aneinander und die neue Situation zu gewöhnen. Heute sind die beiden mein Ein und Alles. Keins ist weniger wichtig. Ich versuche beiden immer gerecht zu werden. Die kleine ist selbstständiger geworden, sie spricht und weint nicht mehr so viel. Bis vor kurzem hat sie sich durch brüllen "verständigt" und auf sich aufmerksam gemacht. Es war eine echt harte Zeit. Aber das haben wir nun überstanden und ich kann an mich denken... Und nun wieder von vorne. Komisch ist aber, dass für mich ein Abbruch feststeht. Andererseits haben wir heute Abend einen erneuten Termin um zu sehen ob nun endlich der Herzschlag da ist. Heute morgen, nach dem aufstehen dachte ich "was ist wenn da heute abend wieder nichts zu sehen ist"... Also irgendwie hoffe ich heute endlich was sehen zu können. Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite will ich endlich was für mich machen, möchte weiter kommen und meinen Kindern was bieten... Aber kann ich einfach ein Kind abtreiben?! Bereue ich meine Entscheidung!? Ich war immer ein Mensch, der sich nichts hat sagen lassen. Wenn ich der Meinung war, dass dies der richtige Weg ist, dann hab ich mein Vorhaben auch umgesetzt egal was andere gesagt haben... Aber in diesem Punkt würde es so viel mit sich ziehen...
Hallo Denise. Ich wollte dir unbedingt schreiben. Deine Situation ist zur Zeit überhaupt nicht schön. Vor fast drei Wochen war ich in derselben Situation. Nur mit dem Unterschied das mein Mann das Kind nicht wollte. Die Entscheidung vor die er mich stellte war: er oder das Kind. Wir haben drei Kinder zusammen. Er fühlte sich überfordert. Ich musste also zwischen ihm und dem Kind entscheiden. Bei uns ist es auch so, dass ich bald wieder in Teilzeit arbeiten gehen wollte und froh bin das die kleinste schon so selbstständig ist. Alles war nun abhängig von meiner Entscheidung. Daran hängen die Kinder die schon da sind . Und alles was man sich aufgebaut hat. Das war die schlimmste Zeit die ich je erlebt hab. Dieses hin und her. Und letztendlich hab ich mich schweren Herzens gegen die Schwangerschaft entschieden. Im nachhinein tut es mir unendlich Leid. Die Schuldgefühle die man nach so einem Abbruch hat wiegen sehr schwer. Darüber musst du dir im klaren sein. Mein Fazit ist, wenn ich jetzt noch einmal ungeplant Schwanger werden würde- würde ich mich für das Kind entscheiden. Man ist vor dieser Entscheidung wirklich in einem Ausnahmezustand. Wie du dich auch immer entscheiden magst, informiere dich vorher über alles. Lass dir Zeit und auch wenn es schwer ist, versuch mit deinem Partner in Ruhe darüber zu reden. Er soll deine Gründe hören und du seine. Ganz liebe Grüße an dich!!!!
Hallo liebe Denise cool, dass deine Schwangerschaften so unkompliziert waren. Das hört man ja öfter, dass Frauen eine Schwangerschaft erst ganz spät bemerkt haben und ich kann gut verstehen, dass du dich bei deiner Kleinen total überrumpelt gefühlt hast. Die Zeit, sich auf etwas einzustellen, was du eigentlich gar nicht wolltest, war einfach etwas zu kurz. Mich berührt deine Ehrlichkeit, dass du sehr lange gebraucht hast zu akzeptieren, dass es ist, wie‘s ist. Hast aber gleichzeitig deine Kleine von der ersten Sekunde an ins Herz geschlossen. Das ist einfach "Mutterliebe" und beide Mädchen sind nun dein „Ein und Alles“! Ich habe eh‘ das Gefühl, du bist mehr ein Herzensmensch. Der Verstand braucht einfach etwas länger um hinterher zu kommen, was im Herzen schon von Anfang an zu spüren ist. Habt ihr denn nun gestern beim Ultraschall den Herzschlag sehen können? Dein Gedankenkarussell ist voll verständlich. Es ist schon eine sehr weitreichende Entscheidung und ich glaube erst recht schwer, wenn man schon zwei so wunderbare Kinder hat! Was wäre für dich denn das Schwierigste, wenn du es doch behalten würdest? Du hättest jedenfalls als Schwangere viel mehr Anspruch auf Unterstützung. Du würdest beispielsweise von der Krankenkasse eine Haushaltshilfe bekommen, wenn dein Arzt dir deinen momentanen Erschöpfungszustand diagnostiziert. Damit es dir wieder richtig gut geht und dein Akku mal wieder voll aufgefüllt werden könnte. Das wäre doch jetzt mal das Allerwichtigste. Was denkst du? Schreibst du wieder, wie's dir geht? Ich schick‘ dir jedenfalls lauter gute Gedanken! Felicia
Liebe Denise, ist ja wirklich eine besondere Geschichte mit deiner zweiten Tochter. Ich kann gut verstehen, dass du da Zeit gebraucht hast, um dich an Nr. 2 zu gewöhnen. Es muss ja nicht so sein, dass jetzt wieder so eine anstrengende Zeit von vorne losgehen würde. Es könnte auch ein ruhiges Baby werden. Darf ich mal fragen, was mit den Vätern der Mädchen ist...kümmern sie sich um sie? Und mit der Kleinen...hast du da häufig Termine, weil du von einer „Behandlung“ bezüglich des ADHS Verdachtes geschrieben hast? Ist ja schön, dass du so angenehme Schwangerschaften hattest. Das wäre für deinen Körper also kein Problem Wie wars denn am Donnerstag beim Frauenarzt? Du hast dir ja richtig Sorgen gemacht, ob was zu sehen ist, das Herzchen schlägt! Du spürst, dass es doch nicht so fest steht, wie du dachtest. Du bist noch früh in der Schwangerschaft, hast noch ganz viel Zeit. Nimm sie dir, spiel vielleicht mal durch, wie es gut gehen könnte mit Dreien. Wie ist denn das Verhältnis zwischen deinem Partner und den Mädchen? Ein werdender Papa, der Feuer und Flamme ist. Klingt nach viel Unterstützung Würde mich über ein Update freuen! Liebe Grüße!
Hallo Denise wie war denn dein Wochenende? Du hast dich nicht mehr gemeldet aber ich hab‘ oft an dich gedacht. Hoffentlich konntest du ein wenig Kraft tanken? Vielleicht auch in Ruhe mit jemandem zusammensitzen und reden? Ich weiß nicht, ob du noch hier reinschaust? Wenn ja, würde ich mich echt freuen, wieder von dir zu lesen... Ganz liebe Grüße Felicia
Hallo ihr lieben, erstmal danke für die lieben Nachrichten und Worte. Ich brauchte erstmal ein bisschen Zeit um all das sacken zu lassen und musste erst mal einen klaren Kopf bekommen. Wir haben uns dazu entschieden, dass Baby zu bekommen und so langsam freue ich mich auch. Klar, die sorgen sind nach wie vor da aber ich denke, dass wir das schaffen. Besonders in den letzten 2 Wochen habe ich gemerkt, dass wir wundervolle Freunde haben, die hinter uns stehen ???? Die Übelkeit usw sind komplett verschwunden was das ganze nochmal etwas einfacher macht???? Nächste Woche Donnerstag steht die erste große unterschuchung an und ich freue mich wahnsinnig mein Gummibärchen zu sehen ❤️
Liebe Denise, ich habe mich sehr gefreut, von dir zu lesen! Ich kann gut verstehen, dass du ein wenig Zeit für dich gebraucht hast. Die letzten Tage waren bestimmt sehr aufregend! Wie schön, dass ihr wieder aufeinander zugehen konnten. Du klingst erleichtert. Jetzt bist du ja richtig aufgeregt, dein Gummibärchen bald wiederzusehen Und dann habt ihr auch noch wunderbare Freunde, die euch zur Seite stehen. Ich freue mich sehr für dich und wünsche dir alles Gute!
Hallo liebe Denise hey, ich freu‘ mich auch sehr, dass du dich gestern mit dieser frohen Botschaft wieder gemeldet hast. Es war für dich bestimmt kein leichter Prozess, doch du klingst jetzt ganz klar entschlossen. So, dass Zweifel gar keine Chance mehr haben und Sorgen, die eben immer noch da sind, auf jeden Fall zu lösen sind! Das beeindruckt mich richtig! Du bist echt klasse und ich bin sicher, du wirst diese neue Babyherausforderung auch einfach wieder gut meistern! Besonders mit so wundervollen Freunden im Rückhalt, die da sind, wenn man sie braucht! - Alles ziemlich wunderbar. Wär schön, wenn du vielleicht zwischendurch wieder mal schreibst, wie‘s dir geht und wie dein Gummibärchen sich weiter so entwickelt. Ich wünsch‘ dir jedenfalls eine richtig gute Zeit, so wie es bei deinen ersten beiden Schwangerschaften auch war und das deine Freude einfach mehr und mehr mitwachsen kann! Herzlichst Felicia