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Schwanger und er will das Kind nicht

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Hartz 4 / 7. SSW / Ungewollt schwanger / Vater will das Kind nicht / Typ 1 Diabetes

Hartz 4 / 7. SSW / Ungewollt schwanger / Vater will das Kind nicht / Typ 1 Diabetes
Hallo Ihr Lieben, ich bin 33 Jahre, beziehe im Moment ALG2 und in der 7. SSW von einem One Night Stand schwanger. Ich bin verzweifelt, da ich rational mich gegen ein Kind entscheiden könnte, jedoch sollte diese Entscheidung doch emotional getroffen werden? Aber schnell ein Einblick über meine Situation: Den Vater habe ich über eine Dating App kennengelernt und wir waren uns nicht unsympathisch, so landeten wir nach Alkoholkonsum schließlich im Bett und ich wurde trotz Verhütung mit Kondom schwanger. Der Klassiker eines One Night Stand. Nach 4 Wochen blieb die Periode aus und die ersten Schwangerschaftszeichen waren bemerkbar. Ziehen & Schmerzen im Brustbereich und Eierstock sowie leichte Gemütsspannungen. Der Schwangerschaftstest zeigte ein positives Ergebnis an und die Schwangerschaft wurde vom Frauenarzt bestätigt. Das Böhnchen ist 6 Wochen & 3 Tage alt, schlägt kräftig mit dem Herz und hat es sich in der Gebärmutter bequem gemacht. Nun stehen rationale Gründe gegen diese Schwangerschaft im Vordergrund. Zum Vater des Kindes: Der Vater weiß vom Kind und hat selber bereits eine Tochter im Alter von 7 Jahren, wofür er Unterhalt zahlt. Er kümmert sich super ums Kind, ist also kein Rabenvater, jedoch würde ein 2. Kind ihn finanziell überfordern. Und da keine beziehungsvertiefende Basis vorhanden ist, kann ich es auch verstehen, das er für eine Abtreibung ist. Er sagt, dass er mich nicht alleine lassen möchte und mich unterstützen würde, aber wünscht sich einen Abbruch. Zu meiner Arbeitssituation: Ich bin Grafikerin und nach einem Burnout durch Mobbing am Arbeitsplatz & Hüftentzündung musste ich mich letztes Jahr arbeitslos melden, nachdem ich gekündigt wurde. Ich mit der Situation komplett unzufrieden, denn ich lebe am existenziellen Minimum von 850 EUR wovon 590 EUR an Miete abgehen. Ich verdiene nebenbei 110 EUR mtl. dazu, damit ich überhaupt über die Runden komme. Es bleiben mir also abzgl. Telefon & Internet 320 EUR / Monat. Nicht besonders viel, jedenfalls zu wenig um ein Kind gut groß ziehen zu können. Einen neuen Job als Schwangere zu finden, schwieriger als bei einem anderen Mitbewerber ohne Kind. In dem letzten Jahr habe ich viel an mir gearbeitet und mich wieder so gestärkt, dass ich einer neuen Arbeitssituation entgegen strebe. Ich bewerbe mich gerade im Umkreis und ziehe es auch in Betracht mich selbstständig machen zu können. Die Auftragslage ist gegeben und ein Freund würde mit mir das Business zusammen starten. Jedoch braucht das noch 2-3 Monate Kraft & Zeit um das ALG2 Leben endlich zu entkommen. Das schwanger und mit Zukunftsangst, der finanziellen Not im Auge macht mir am meisten Angst. Ich möchte nicht von einen Job in den nächsten rennen und die Angst haben stetig rumkrebsen zu müssen, um den Kind außerhalb der Liebe & Geborgenheit etwas leisten zu können. Zu meiner chronischen Erkrankung: Ich bin seit 28 Jahren Typ 1 Diabetikerin und mäßig eingestellt, d.h. mein HbA1c Wert liegt oft zwischen 7,5 - 8,2, nicht gerade berauschend für eine Risikoschwangerschaft. Deswegen wollte ich auch nie planlos schwanger werden, damit die Umstände das Kind nicht gefährden können. Zur Wohnsituation: Ich lebe in einer kleinen 1-Zimmer 38 qm Wohnung in der Stadt. Da der Wohnungsmarkt sehr schwierig geworden ist, ist es schwanger & arbeitslos schwierig in eine größere, bezahlbare Wohnung zu finden, welches das Amt auch bezahlen würde. Meine Wohnung ist bereits zu teuer und das Amt zahlt nicht die komplette Miete, aber etwas günstigeres in einem sozialen & nahverkehrsgebundenen Stadtteil zu finden ist sehr schwierig, mit Kind noch schwieriger. Alles rationale Gründe die Schwangerschaft zu beenden. Wären da nicht die emotionale Seite, die kleinlaut dagegen spricht. Meine Familie & Freunde würden mich definitiv unterstützen und haben mir das Angebot gemacht, sich um das Kind mit zu kümmern. Dafür bin ich Ihnen auch sehr dankbar, jedoch möchte ich sie auch nicht überfordern und meine Verantwortung von Ihnen abhängig machen. Finanziell kann mich meine Familie nicht unterstützen, da mein Vater Frührentner ist und meine Mama bereits Vollrente bezieht. Die möchte ich nicht zusätzlich belasten. Ein Kinderwunsch ist zwar vorhanden, jedoch nur unter anderen Umständen. Wenn wenigstens 1. Rädchen stimmen würde, würde ich mich gegen eine Abtreibung entscheiden. Aber da ich finanziell vom Amt abhängig bin, der Vater das Kind nicht möchte und ich unter den Umständen nie schwanger sein wollte, ruft alles dagegen. Vielleicht habt ihr einen Ratschlag für mich, welche ich noch beherzen könnte bzw. was ihr in meiner Situation machen würdet? Ich wäre euch sehr dankbar. Beste Grüße, Katti
11 Antworten
ich finds total gut, dass du dir hier mal dein Herz ausgeschüttet hast! Deine momentane Situation ist natürlich wirklich nicht ganz so glücklich. Und ich kann auch verstehen, dass du erstmal damit überfordert bist, genauso wie auch der "zukünftige" Vater. Für ihn ist das alles auch noch viel weiter weg und es hängt vermutlich absolut kein Gefühl dran, eben weil diese beziehungsvertiefende Basis fehlt. Vielleicht würden die meisten Männer erstmal so reagieren unter den genannten Umständen....und die Abtreibung wollen. Dass du es ihm und auch deiner Familie schon anvertraut hast finde ich sehr ehrlich, und kann dich vielleicht gar ein bisschen entlasten. Deine Eltern und auch Freunde haben ja wirklich super reagiert und würden dich auch unterstützen. Das heißt, ein kleines „Beziehungsnetz“ wäre schon gespannt? Jedenfalls müsstest du nicht alles ganz alleine mit dir ausmachen. Natürlich gibt es für dich einiges zu sortieren und gründlich zu überlegen, doch Stück für Stück könntest du Klarheit in deine Gedanken bekommen. Vielleicht gibt es doch gute Lösungsmöglichkeiten? Wer weiß! Ganz wichtig finde ich, dass du diese leise zarte Stimme die sich da in dir so kleinlaut meldet, nicht an die „Wand“ drückst, sondern gerade auch auf sie gut achtest. Und das tust du ja auch, indem du hier geschrieben hast, und dir auf diesem Wege Ratschläge einholst. Mein guter Tipp für dich wäre, jetzt erstmal ganz in Ruhe alles zu durchdenken, nichts zu übereilen und sorgfältig alle Gedanken die da so kommen auch in deinem Herzen zu bewegen. Ich schick meine besten Wünsche und ganz liebe Grüße für heute, muss jetzt los, doch denk ich weiter an dich, ja! Jovana
es ist gut, dass du hier geschrieben hast . Deine Situation ist wirklich nicht einfach und es gibt vieles was für einen Abbruch der Schwangerschaft spricht . Ich spürte aber beim Lesen deines Beitrags, dass du emotional schon sehr an dem Böhnchen hängst . Vielleicht gibt es ja nach weiteren Überlegen noch mehr Punkte, die gegen einen Abbruch sprechen. Finanzielle Hilfe in Form der Kostenübernahme wie zum Beispiel der Umstandskleidung und der Erstausstattung gibt es beim Amt . Du musst auch kein schlechtes Gewissen bei der Annahme von Hilfe haben . Sehr oft ist die Betreuung des Enkelkindes eine Bereicherung und keine Belastung für die Großeltern . Ich habe sehr lange auf eigene Kinder warten müssen und habe regelmäßig Kinder aus der Bekanntschaft betreut ( oft sogar über Nacht ) . Für mich war dies keine Belastung denn ich liebe Kinder und sie bereichern das Leben. Nun habe ich selbst zwei Jungen und in unserer Wohnung sind oft 4 bis 6 Kinder . Vielleicht kannst du auch die Hotline einmal anrufen . Ich bin mir sicher, dort können dir wertvolle Tipps gegeben werden . Eine Abtreibung ist für viele Frauen danach oft eine sehr schmerzhafte und belastende Situation geworden . Der Eingriff kann dann leider nicht rückgängig gemacht werden. Ich hoffe , dass du eine einfühlsame Beraterin bekommst und die richtige Entscheidung triffst . Egal wie deine Entscheidung ausfällt wünsche ich dir für 2018 alles Gute und die nötige Zuversicht , dass es mit der Hilfe deiner Familie und von Freunden ein tolles Jahr wird . Auch ich werde an dich denken und mich sehr freuen, wenn du dich wieder meldest . Alles Liebe von Kerstin P.
Liebe Jovana, viele Dank für deine lieben Worte! Deinen Tipp nehme ich mir zu Herzen. Nur was mache ich mit dem Vater? Wenn er den Kontakt aus Ärger über meine Entscheidung zum Kind meidet? Das will ich halt auch nicht. Es ist wirklich keine einfache Entscheidung.
Du schreibst "Nur was mache ich mit dem Vater? Wenn er den Kontakt aus Ärger über meine Entscheidung zum Kind meidet? Das will ich halt auch nicht." Warum willst das nicht das er den Kontakt meidet? Liebst du ihn? Oder willst du nicht das er den Kontakt zum Kind meidet? Ich denke, es kann schon sein das er den Kontakt im ersten Moment meidet, Männer haben noch keine Vorstellung von ihren ungeborenen Kindern, aber wenn sie ihre Kinder zum ersten mal sehen, ändert sich alles. Das kann dauern, bis zu neun Monaten. Als Frau braucht, sehnt man sich nach dem Vater des Kindes. Es kann sehr hart sein zu warten bis es soweit ist. Aber du hast Eltern, Freunde die dir helfen so eine Zeit zu überstehen. Er ist kein Rabenvater, schreibst du. Ich kann mir vorstellen das er im Moment nur ans Geld denkt. Ich weiß, das ist nur ein Aspekt, bei einer Schwangerschaft gibt es viele Fragen und die können nur eine nach der anderen gelöst werden. Soviel ich in diesem Forum gelesen habe, ist die Hotline wirklich gut. Gib dir Zeit für eine wirklich gute Entscheidung mit der du dein Leben weiterleben kannst. Jetzt hast du noch viele Möglichkeiten, nach einer Abtreibung nicht mehr. Hilft dir das schreiben beim "gedankensortieren"? Ganz liebe Grüße und eine erholsame Nacht rahel
ja, mit dem Kindesvater, das ist so eine Sache und natürlich nicht leicht. Und wie es sich entwickeln wird kann niemand sagen. Diese Situation erfordert auch von einem Mann eine seelische Reife, und diese kann und darf auch bei ihm wachsen. Immerhin hat er schon ein Kind, kümmert sich liebevoll und weiß, worum es geht. Was meinst du? Aus deinem Text lese ich heraus, dass dich die Angst vor all dieser Ungewissheit so beschäftigt. Das ist sehr verständlich, doch Angst ist ein sehr schlechter Ratgeber ist. Schau, auch eine geplante und gewünschte Schwangerschaft ist immer ein Sprung ins Ungewisse und letztendlich weiß keine werdende Mama ob sie mit Kind über ihre persönlichen Grenzen hinausgehen wird und vielleicht muss. Natürlich ist deine Sorge, ob er den Kontakt sucht oder meidet durchaus berechtigt, doch daran sollte es nicht hängen. In allererster Linie braucht dieses kleines Böhnchen mit dem kräftigen Herzschlag, welches es sich schon gemütlich bei dir gemacht hat, eine liebe Mama und die hat es bestimmt schon gefunden. Und kann nicht ein Kind durchaus auch mit einem Elternteil glücklich leben? Ich kenne Menschen, Erwachsene und Kinder, die ohne Vater, oder nach einer Trennung, mit einem „Wochenend-Papa“ aufwachsen. Das ist bestimmt oft sehr herausfordernd, gerade auch für die Frau, aber es ist nicht verantwortungslos, so zu leben. Und ein Kind kann mit einer liebevollen Mama sehr gut groß werden! Und eine gute Mami wird dein Kleines auf alle Fälle haben, denn du klingst hier schon, bei aller Angst, sehr nachdenklich und reflektiert, und diese Stärke wird dir helfen! Ist hier nicht sogar dein „Rädchen“, das du suchst? Liebe Katti, manchmal eröffnet ein mutiger Schritt ins „Ungewisse“ auch wirklich neue Möglichkeiten. Ich schick dir jetzt ein bisschen „innere Ruhe“, für´s Wochenende ja, denn in der Ruhe liegt bekanntlich auch die Kraft! Hast du jemand, mit dem du reden kannst? (Unter „Infocenter“ kann man hier viel Wichtiges, auch wegen dem Finanziellen, nachgelesen) Ganz lieben Gruß an dich, Jovana
Hallo liebe Katti! Nun wünsche ich dir erst einmal von Herzen ein frohes neues Jahr, in dem du wieder zufriedener werden darfst und deine Gesundheit stabil bleibt!!! Und nicht zuletzt, dass du einen guten Weg für dich findest. Einen, dem du rational zustimmen kannst und den du vor allem auch emotional mittragen magst! Wie geht es dir denn, so nach dem Jahreswechsel? Konntest du Ruhe für dich finden? Vielleicht hast du auch ein paar Stunden mit deiner Familie oder Freunden verbracht, könnte ich mir vorstellen. Ich bewundere übrigens sehr, wie du sie alle als sehr unterstützend und dir zugewandt beschreibst. Du sie aber nicht belasten möchtest. Würde es dir helfen, an dieser Stelle konkret zu klären, was ihnen realistischerweise wohl möglich wäre? So ein Dienst kann ja wirklich auch für beide Seiten Bereicherung sein. Überhaupt staune ich über dein Leben, wie du es hier schilderst! Trotz Burnout, Mobbing und Diabetes lässt du dich nicht unterkriegen und tust alles, um wieder zu einem Alltag zu gelangen, der dich zufriedener werden lässt: Du hast viel an dir gearbeitet und dich gestärkt, also vermutlich auch wieder deinen Selbstwert aufgebaut, hm? Das war sicherlich kein leichter Weg, aber einer, der dich hin zum Besseren führt. Eben zu dem, was dich aus deiner momentanen Unzufriedenheit herausholen kann. Bestimmt (und zum Glück!) hast du dabei auch Hilfe von verschiedenen Seiten in Anspruch nehmen dürfen. So dass du jetzt bereit bist für neue Herausforderungen, zum Beispiel in Form einer neuen Arbeit – vielleicht sogar in Kombination mit einem Kind. Trotz allem Erlebten nehme ich in deinen Zeilen Mut wahr, auch wenn du schreibst, du überlegst, dich selbständig zu machen. Du hast neuen Lebens-Mut in das Leben und deine Kontakte gefasst, nicht wahr? Das freut mich sehr für dich! Ich vermute, dass das so richtig zu einer Grafikerin passt: Diese Suche nach neuen, kreativen Lösungen, die sich vorher niemand vorstellen konnte. Ist das eine Stärke von dir? Und nun stellt dich das Leben wieder auf die Probe: Es ist wahrlich keine einfache Entscheidung, die du gerade treffen musst. Eine existenzielle Entscheidung in jeder Hinsicht. Wie gut, dass du noch einige Wochen Bedenk-Zeit hast! Hast du denn einmal bei der hotline hier angerufen? Soweit ich weiß, bieten sie finanziell ein breites Spektrum an Möglichkeiten an. Außerdem befinden sich auch Ärzte im Team. Hier könntest du sicherlich eine Zweitmeinung und Tipps bekommen, wenn du Sorge wegen deiner Diabetes hast. Möglicherweise könnten sie dir auch eine vertrauenswürdige Hilfskraft zur Seite stellen, damit du deinem Beruf (zumindest stundenweise) wieder nachgehen kannst , ohne deine Lieben zu überstrapazieren. Ich habe die Hoffnung für dich, dass sich hier Rädchen für Rädchen zusammenfügen kann und du dadurch immer mehr Raum bekommst, um auf die (noch) leise, aber beständige, Stimme deines ens zu hören. Delphinnase mit einem lieben Gruß
Hallo Katti, auch von mir ein gutes Neues Jahr! Ich blieb an deiner letzten kurzen Nachricht hängen: Was ist, wenn er dich wegen des Kindes (nach dem ein Wunsch von dir da war/ist ...) ablehnt? Deinen Kinderwunsch, den emotional begründeten, (be-)nennst du kleinlaut. Du darfst aber doch dazu stehen! Du wolltest nie planlos schwanger werden. Die Kontaktaufnahme zu dem Mann war vielleicht so etwas wie der erste Schritt in einem Plan. Und One Night Stand würde ich nicht sagen, wenn dir jetzt dran gelegen ist, dass ihr euch weiter kennenlernt und er sich nicht von dir abwendet. Ich hoffe, die Chance auf weitere Treffen besteht noch. Ich glaube, jetzt wären für dich Kinderwunsch und Partnerwunsch abzugleichen. Am schönsten wäre natürlich, wenn sich beides zusammen erfüllt. Dazu war es zunächst ein wenig mehr von dem einen (also Richtung Kind, wenn auch verhütet war) und ein bisschen zu wenig von dem anderen (Kinderwunsch abfragen beim Partner). Es kann aber doch zusammenwachsen (... was zusammengehört ). Entwickelt sich euere Beziehung denn weiter? Oder ist die Schwangerschaft jetzt die Hürde, über die ihr beide nicht kommt. Wie gesagt: Mir scheint die Schwangerschaft durchaus nicht planlos, sondern "emotional geplant" gewesen zu sein. Mit voller Berechtigung! Wie Du "schnell" alles auflistest, was deine Umstände hergeben - da willst du eigentlich hören: Doch, es kann gehen! Und ich bin mir sicher, dass du es hinbekommen würdest, weil dir klar ist, wo die Schwierigkeiten liegen. Du bist nicht naiv oder unreif. Und Du hast Lebenserfahrung mit dem Unperfekten. Wenn man so liest, was du schreibst, will man das "Kleinlaute" hören und "heben" und dich dazu ermutigen, was du dich nicht so laut vertreten traust. Soviel zum Kinderwunsch. Zum Mann, der dem Kind gegenüber skeptisch ist. Mit ihm ... musst du klarkommen ... Ist das gemein, wenn ich das so schreibe? Was hatte er denn "emotional geplant", als er sich auf dich eingelassen hat? Vielleicht kommt doch zusammen, was zusammen gehört? Partnerwunsch und Kinderwunsch. Für dich und bei ihm auch!? Mein Rat: Offen zu deinen Wünschen stehen. Erstmal vor dir selbst. Liebe Grüße von Layla
Guten Morgen, liebe Katti! Immer wieder halte ich hier Ausschau nach dir. Aber vielleicht gönnst du dir ja noch ein bisschen Ruhe in diesen Tagen. Zum Nachdenken und In-dich-Hineinspüren. Auch zu deinem Böhnchen. Das wäre eher deine emotionale Seite. Möglicherweise machst du dich auch auf den Weg, um dich darüber zu informieren, wie du manche deiner rationalen Gründe aushebeln könntest. Ich stelle mir auch vor, wie du mit deinen Freunden und deiner Familie Gespräche führst, bestimmt auch mit dem Kindsvater. Eine Zeit des Ringens und Abwägens. Liege ich da richtig? Oder wie geht es dir denn inzwischen? Es denkt an dich Delphinnase
Liebe Rahel, Nein, ich liebe ihn nicht. Ich kenne ihn ja nicht wirklich. Wir hatten nur 1 x was miteinander. Diese Woche stellte sich dann heraus, das er nicht nur 1 Kind sonder insgesamt 3 Kinder hat aus 2 Ehen. Und das macht mir richtig Bauchschmerzen. Er sagt, er wäre definitiv egoistischer und es wäre nicht richtig das Kind zu bekommen. Er ist dagegen. Und ich möchte dem Kind nachher nicht erklären, warum der Papa sich nicht melden oder es nicht so liebt wie es sein sollte. Es entsteht dann eine große Leere, ich kenne das selber von mir. Das kann man sich noch so schön reden. Ein Vater ist ein Teil von 50% von einem und wenn man diesen Teil nicht kennt oder Ablehnung erfährt ist das einfach sehr hart. Ich bräuchte keinen Partner aber für ein Kind ist es einfach wichtig für ihr / sein Leben. Fürs Selbstvertrauen, für die Beziehungsfähigkeit etc. Und das will ich für mein Kind nicht.
Guten Morgen meine Lieben, vielen lieben Dank für eure Worte. Ich habe mir die letzten Tage viele Gedanken gemacht! Ich war 3 x bei Pro Familia, beim Arbeitsamt und bei meinem Haus- & Frauenarzt. Bis nächste Woche muss ich mich entschieden haben, ob ich das Kind haben möchte oder nicht. Das Kind entwickelt sich super, ist 11mm groß und ich habe immer noch große Bedenken. Vor allem weil der Vater das Kind sehr ablehnt und wie sich heraus gestellt hat, schon 3 Kinder statt 1 Kind hat. Er sagt, er kann das psychisch und finanziell einfach nicht leisten. Was ich verstehen kann, da sich seine Situation stetig zu wiederholen scheint und er sich vielleicht doch mehr Beständigkeit & eine Familie wünscht als Wochenendpapa zu sein. Er macht mir keinen Druck, aber er lehnt das Kind wegen der Umstände, das wir uns gar nicht kennen ab. Beim Arbeitsamt hat man mir dann gesagt, das mir ca. 1200 EUR zur Verfügung stehen, jedoch reichen meine 38 qm 1-Zimmer Wohnung definitiv nicht aus. Bei einer größeren Wohnung wäre ich 100 EUR ärmer und da ich Hartz4 bekomme, kann ich kein Wohngeld beantragen. Finanziell wird es etwas eng. Und beruflich habe ich Angst gar keine Perspektive bzw. Land zu sehen. Ich fühle mich im gelähmt und schlaf nachts extrem schlecht, lieg zum Teil 3 h wach weil ich so mit meiner Entscheidung ringe. Ich habe mir auch schon eine pro & contra Liste erstellt, aber da waren nur 3 Punkte gegen 9 fürs Kind und egal wie, komme ich immer wieder zu dem Entschluss: Abtreibung. Ich habe nur Angst vor den seelischen Konsequenzen! Ich hab Angst zu Versagen. ( Und trotz Meditation geht die Panik nicht weg. Da ich ein bewusster Mensch bin, fallen mir Entscheidungen sehr schwer als jemand der einfach aus dem Bauch heraus entscheidet. Am Montag habe ich noch mal einen Termin bei Pro Familia. Vielleicht weiß ich danach mehr was zu tun ist.
ich war einige Tage nicht online und wollt´ mich gerne nochmal melden. Kann auch deine innere Not gut verstehen, deine vielen sorgenvollen Gedanken, aber ich spür auch deine Bedenken, deine Angst vor der seelischen Verfassung – danach.... Ja, das berührt mich wirklich alles sehr! Dreimal warst du schon unterwegs, bei der Beratung, beim Hausarzt und Frauenarzt, vermutlich immer in der Hoffnung, eine gute Lösung für dich zu finden. Und jetzt...diese Woche sollst du dich entscheiden ob du dein Kind willst oder nicht? Wieso denn dieses enge „Zeitfenster“? Wenn ich es richtig gesehen habe, dann hast du doch noch mindestens zwei Wochen, oder? Und unter Druck und in Eile so eine tiefgreifende Entscheidung zu treffen, ist doch wirklich nicht ideal. Ich merk ja ganz deutlich, wie schwer es dir fällt, auch weil du siehst, wie schön sich dein Kind entwickelt. Heute hast du nochmal einen Beratungstermin bei Profamilia. Ein wirklich gutes Gespräch wünsch ich dir, eine ganz einfühlsame und umsichtige Beraterin, die dich mit all deinen Gedanken und Sorgen gut wahrnehmen kann. Und die vor allem nochmal alles ganz gründlich mit dir durchrechnet. (Auch wegen den Euros und den Quadratmetern) Bin echt gespannt was du schreibst, und denk heute sehr an dich! Ganz liebe Grüße Jovana