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Schwanger & Beziehung kompliziert

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ungewollte Schwangerschaft - möchte ich das Kind?

ungewollte Schwangerschaft - möchte ich das Kind?
Hallo ihr Lieben, ich bin neu hier, habe mich bereits ein bisschen eingelesen und wie vermutet gesehen, dass es vielen geht wie mir. Dennoch muss ich meine Gedanken einfach loswerden... Ich bin 22 Jahre alt, seit drei Monaten mit meinem neuen Partner zusammen und (ungewollt) schwanger. Kurze Vorgeschichte, warum es mich unter anderem so belastet, schwanger zu sein: Ich habe die letzten 3 Jahre damit verbracht, um meine große Liebe zu kämpfen. Wir waren ein gutes Jahr zusammen und es war beiden von Anfang an klar, dass das keine Beziehung "wie jede andere" ist. Leider hatte ich mit vielen Dingen aus der Vergangenheit zu kämpfen, sodass ich diese Beziehung den Bach hinunter geschupst habe. Danach hat er immer wieder versucht sich auf mich einzulassen, es aber nie wirklich geschafft. Es war einfach zu viel passiert. Jedenfalls fiel es mir relativ schwer, letztlich die Reißleine zu ziehen - ich konnte und wollte nach zwei Jahren einfach nicht mehr kämpfen, so leid es mir tut. Wie der Zufall es wollte habe ich auf der Arbeit einen neuen Kollegen kennengelernt, mit dem ich jetzt eine weitestgehend glückliche Beziehung führe. "Problem": Er ist bereits 37 Jahre alt, hat bereits 3 Kinder (von zwei unterschiedlichen Frauen) und lebt in Scheidung. Er ist ein wundervoller Papa, der wirklich alles für seine Kinder tut. Und er ist auch ein wundervoller Mensch, also bitte verurteilt ihn nicht wegen dieser "nicht ins Schema passenden" Lage seinerseits. Nunja, und von ihm bin ich nun schwanger ... Wisst ihr, einerseits ärgert es mich, dass ich mich da jetzt gefühlt so "einreihe". Und irgendwie ärgere ich mich über mich selbst, dass es so weit kommen musste. Ich fühle mich wie "eine unter vielen" und wollte doch eigentlich erst eine Familie gründen, wenn ich mich selbst dazu bereit fühle und es irgendwie geplant ist. Auch, wenn man im Leben nicht immer alles planen kann, ich weiß... Ich habe Angst. Ich habe Angst vor der Schwangerschaft, vor den Schmerzen, etwaigen Strapazen und der Geburt. Ich habe Angst davor, dem Kind nicht gerecht werden zu können. Ich habe ein eigenes Pferd und liebe dieses Tier über alle Maßen. Das bedeutet einerseits, dass ich natürlich eine relativ große finanzielle Belastung trage, aber dass ich auch viel Zeit in das Pferd investieren und meiner Verantwortung gerecht werden möchte. Und das ist eine weitere Angst: Ich MÖCHTE meine Zeit in mein Pferd investieren und befürchte, mich durch ein Kind zu sehr einschränken zu müssen, unzufrieden zu werden. Außerdem bin ich doch erst 22 Jahre alt, gehe gerne mal feiern, mit Freunden weg, bin generell in der Regel ein aktiver Mensch. Ich habe Angst auf all das verzichten zu müssen, meine Attraktivität vielleicht auch ein bisschen zu verlieren, und wenn es nur in meinen Augen so ist... Versteht ihr, was ich meine? Hinzu kommt, dass ich aus früheren Zeiten Schulden mitgenommen habe, die abzubezahlen sind. Ich bin Beamtin im gehobenen Dienst, habe aber Angst davor, dass das Geld mit Kind, Pferd, Schulden und in Elternzeit einfach nicht ausreicht. Ein weiterer Punkt ist, dass ich unsere Beziehung nicht belasten möchte. Seine Exfrau, mit der er zwei Kinder hat, die im wöchentlichen Wechselmodell bei ihm bzw. der Mutter leben, hat er nur geheiratet, weil er sich die Gefühle gewissermaßen eingeredet hat - der Kinder zuliebe. Ich möchte doch aber nicht, dass er dann ggf. nur um des Kindes Willen mit mir zusammenbleibt. Und wir sind ja nun auch erst drei Monate zusammen, ich habe ihn unheimlich gern, weiß aber doch gar nicht, wie lange das hält? Sicher weiß man sowas vorher nie und ich weiß, dass ich mich im Zweifel auf ihn verlassen könnte, wenn es zu einer Trennung käme, aber versteht ihr, worauf ich hinaus will? Ich weiß nicht, ob die Beziehung genügend gefestigt dafür ist, sie jetzt schon mit einem Kind zu "befüllen". Hinzu kommt, dass der Großteil meiner Familie in meiner Heimat (Sachsen-Anhalt) wohnt, lediglich mein Bruder und seine Freundin in einem Ort, der 60km von meinem Wohnort entfernt ist. Die Familie meines Freundes wohnt in Thüringen, also auch über 2h entfernt. Ich habe also auch keine wirkliche Rückgriffsmöglichkeit auf Familie ... Ich weiß ehrlich nicht, was ich tun soll. Ich mache mir so viele Gedanken, weil ich mir meiner Verantwortung durchaus bewusst bin. Und der Grund, warum ich nicht "einfach" zur Abtreibung greife, ist, dass der Gedanke, mein eigen Fleisch und Blut im Arm zu halten und groß zu ziehen schon irgendwie auch Vorfreude in mir weckt. Aber irgendwie komme ich gerade über die vielen negativen Aspekte nicht hinweg und mich belastet das sehr. Entschuldigt bitte, dass der Text so lang geworden ist. Aber ich wollte meine Gedanken so aufschreiben, dass sie jeder irgendwie verstehen kann. Ich danke jedem von Herzen, der bis zum Ende gelesen hat! Viele liebe Grüße!
9 Antworten
Hallo Nunja, habe gerne gelesen! Ist auch alles wichtig, was Du schreibst und nichts ist selbstverständlich. Und keine Lebensgeschichte wie die andere. Auch keine Liebesgeschichte ist wie die andere. Du reihst dich also nicht einfach ein, sondern bist eine einzigartige Frau! Was ich merke: Es ist viel Hin und Her in deinem Leben: Du hast um deine große Liebe gekämpft, aber das Ende ging dann wohl doch eher von dir aus? Oder es war einfach eine Unsicherheit da. Im Leben deines jetzigen Partners ist auch viel Hin und Her. Man ist sich oft nicht so klar über die eigenen Gefühle. Das alles braucht Zeit. Richtig stabil klingt das, was du über dein Pferd schreibst. Es ist irgendwie "treu", oder? Verlässlich, nicht sprunghaft. Nur Schritt, Trab und Galopp. Und es lässt sich versorgen. Vielleicht magst du dir die Zukunft von diesem stabilen Trio aus vorstellen: du, dein Pferd und dein Kind. Ich finde es immer bewundernswert, wenn eine Frau etwas, was ihr wichtig ist, einfach weitermacht, wenn sie ein Kind bekommt. Kennst du andere Pferdeliebhaberinnen mit Kind? Die Beziehung zu einem Mann braucht einfach Zeit und gute Umstände, dass sie wachsen kann. Das lässt sich nicht "beschleunigen". Zumal er eben auch nicht so genau weiß, wie er es machen kann. Aber seinen Kindern gegenüber ist er auch verlässlich. Das macht ihn vielleicht für dich liebenswert!? Mit dem Kind könnte in dein Leben jetzt gerade Stabilität kommen - auch wenn es natürlich Turbulenzen mit sich bringt. Aber eben auch Klarheit: darum geht es jetzt. Kannst du diese Gedanken nachvollziehen? Aufgrund deiner Laufbahn wird sich das mit den Schulden auf jeden Fall gut entwickeln, wenn Du die monatliche Rate verlässlich abzweigst. Du bekommst ja sicheres Gehalt. Das ist ein großer Vorteil! Und vielleicht tun sich - auch wenn die Familie weiter weg ist - doch Möglichkeiten auf, wie du dich gut unterstützt fühlst! Hast du bisher nur mit deinem Freund darüber gesprochen? Ist alles noch "ganz frisch"? Das Schreiben hier (und auch das Lesen) hat dir vielleicht schon gut getan!? Hab´ - trotz der vielen Gedanken - einen guten Tag heute! Liebe Grüße von Layla
Hallo! Gut, dass Du hier ins Forum gefunden hast. Es ist bestimmt eine Erleichterung für Dich zu spüren, dass Du mit Deinen Gedanken nicht alleine bist. Du hast sehr offen und ehrlich geschrieben was Dich jetzt umtreibt und zwischen den Zeilen kann man erkennen, dass in Deiner Teenagerzeit Dinge passiert sein müssen, die Dich heute noch belasten. Trotzdem hast Du beruflich eine Menge erreicht! Mit 22 Jahren als Beamtin im gehobenen Dienst zu sein – das ist wirklich beachtlich. Und es gibt Dir finanziell eine Basis, um die Dich viele in einer ähnlichen Situation beneiden würden. Mit dem Plan für eine Familiengründung ist es nun anders gelaufen, als Du Dir das vorgestellt hast. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Du überlegst was es für Dich heißen könnte und spürst, dass sich Dein Leben verändern wird. Warst Du denn schon beim Arzt und weißt Du in welcher Woche Du bist? Und dann kommt mir sofort die Frage, ob Dein Freund schon Bescheid weiß? Vielleicht willst Du Dir lieber erst selbst Gedanken machen was Du Dir vorstellen kannst? Du spürst Deine Verantwortung ganz unabhängig davon was er dazu sagen wird, hm? In Gedanken hältst Du Dein Baby schon mal im Arm und spürst in Dich hinein wie sich das anfühlt. Es ist ein Teil von Dir, das hast Du sehr schön zum Ausdruck gebracht. Kann es sein, dass Dir das Schreiben hilft, Deine Gedanken jetzt weiter zu sortieren? Ich würd mich freuen wieder von Dir zu lesen! Sehr herzliche Grüße Linda
Auch ich habe deine Geschichte gern gelesen. Du schreibst das es vielen so geht wie dir, ich bin in der Zwischenzeit der Meinung, allen geht es wie dir. Das meine ich so: jede Medaille hat zwei Seiten. Jeder aber auch wirklich jeder, hat seine Schwierigkeiten aber nicht jeder redet darüber. Du hast klug gehandelt und hier geschrieben. Hier bist du anonym und bekommst Sichtweisen an die du vielleicht nicht gedacht hast. Auf mich machst du den Eindruck das du eine Powerfrau bist. Und auf der Suche und das mit großer Sehnsucht. Soviel Liebe wie du hast, hat nicht jeder. Deine große Liebe, so scheint es, hat sie nicht gehabt. "der Gedanke, mein eigen Fleisch und Blut im Arm zu halten und groß zu ziehen schon irgendwie auch Vorfreude in mir weckt", ein großer Gedanke von dir aber du hast noch keine Kinder und weißt nicht ob du es hinbekommst. Du bekommst es hin mit dem Kind. Ein Kind braucht nicht "alle Zeit der Welt", sondern "ungeteilte Aufmerksamkeit". Die ist oft sehr kurz. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Und man kann es immer wieder anders lösen. Nur Abtreibung kann man nicht rückgängig machen und wenn du dich schon ein wenig eingelesen hast, dann weißt du welche Tragödie es für eine Frau sein kann. Für mich sind Kinder das Maximalste was man auf dieser Welt erreichen kann. Ob es für dich auch so ist, weißt du nur, wenn du sie bekommst. Hier wird niemand verurteilt, egal wie er/sie ist. Wir "kehren vor der eigenen Türe". Übrigens, durch meine Kinder hab ich, im laufe der Jahre, meine Vergangenheit bewältigt. Natürlich nicht "von heute auf morgen". Liebe Grüße rahel
Hallo Nunja, liest du noch hier? Haben dir die Antworten ein bisschen Mut gemacht? Du hast wirklich richtig gut erklärt, warum es dir so geht, wie es dir geht! Was überwiegt denn im Moment: die negativen Aspekte, über die du nicht so hinwegkommen konntest (oder eben immer noch nicht kannst)? Oder der Wunsch, darüber hinwegzukommen. Dein Wunsch, also das, was du dir zutiefst wünschst, hat Gewicht und Kraft. Eine große Bedeutung hat auch, wie andere reagieren, in allererster Linie natürlich der "Papa". Du hattest die Sorge, dass du die Beziehung belasten würdest mit dem Kind. Findet er das auch so? Oder überraschend anders? - Ist ja auch seins ... - und er ist ein Mann, der seine Kinder mag. Wie findest du den Gedanken, dich auf das zu konzentrieren, was dir sicher ist, weil du es selbst in der Hand hast: dein Pferd - und eben die Schwangerschaft und dann dein Kind? - Vielleicht weil im Moment zu groß erscheint: Familiengründung mit Mann und drei Kindern und deinem Pferd. Du hast dich - ein wenig aus Ratlosigkeit vielleicht - Nunja genannt. Ein "Ja" steckt drin - wenn auch ein ratloses!? Hast du schon eine Beratung in Anspruch genommen? Zum Thema Geld oder auch Laufbahn helfen klare Informationen gut weiter. Gib´ doch mal ein update, wie es dir mittlerweile geht. Guten Abend noch! Layla
Hallo ihr Lieben, erstmal möchte ich euch von Herzen danken, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, mir so viele liebe und hilfreiche Worte zu schreiben, sei es hier im Forum oder privat. Ihr glaubt gar nicht, wie gut es tat verstanden und nicht verurteilt zu werden. Es tut mir leid, dass ich mich erst heute zurück melde. Nur brauchte ich diese Tage wirklich Zeit, mir selbst im Klaren darüber zu sein, was ich möchte, welche Ängste und Sorgen Priorität haben, durch welche positiven Gedanken das Ganze vielleicht wieder aufgewogen werden kann und um meine Gedanken zu strukturieren. Das ist mir bisher auch ganz gut gelungen. Ich habe mich für das Kind entschieden. Heute habe ich einen neuen Termin beim Frauenarzt, ich freue mich schon auf das kleine puckernde Herzchen, das ich letztes Mal schon gesehen habe. Was meinen Partner angeht ist es so: Er steht hinter mir, freut sich, versucht wirklich mich zu unterstützen, auch, was die Zukunftsfindung angeht. Da er ja nun bereits zwei Kinder hat, die im Wechselmodell wöchentlich bei ihm leben, wird es mit einem dritten Kind einfach zu eng bei ihm im angemieteten Haus. Ich bin zudem ein Mensch, der Platz braucht, sich sonst sehr eingeengt fühlt. Was nicht bedeutet, dass ich meine Bedürfnisse wichtiger nehme, als die der anderen. Daher sind wir derzeit auf der Suche nach Grundeigentum. Anders ist es nicht realisierbar, da hier horrende Mieten herrschen und mein Partner ohnehin seit Jahren auf der Suche nach Eigentum ist. Um ehrlich zu sein ist auch das wieder etwas, was mir ein wenig die Kehle zuschnürt. Es ist so viel auf einmal, versteht ihr? Ich möchte nicht jammern und die Entscheidung pro Kind zieht nunmal Konsequenzen nach sich, nur verändert sich plötzlich alles so sehr, wenn auch derzeit nur in der Zukunftsplanung. Das schubst mich ein bisschen um, auch, wenn ich schon gefestigter mit der Situation umgehen kann. Was sicher auch einen Großteil an der Belastung für mich selbst ausmacht ist die Tatsache, dass sich mein Exfreund, meine große Liebe, wieder bei mir gemeldet hat. Ich weiß, dass sich das für euch nach "wenn er gerade Lust hat, meldet er sich mal wieder" anhört, aber so ist das nicht, ehrlich. Wenn man ihn und unsere gemeinsame Geschichte kennt würde man nicht daran zweifeln, dass es wirklich tiefe Liebe ist, die da zwischen uns herrscht(e). Und das ist das Problem. Sie herrschte nicht nur, sondern die Gefühle sind immernoch da, von beiden Seiten. Das bedeutet nicht, dass ich nicht auch für meinen jetzigen Partner Gefühle hege und ihn gewissermaßen "liebe". Es ist nur einfach eine ganz andere Liebe, wisst ihr? Zudem hat mein Exfreund auch mal wieder völlig ins Schwarze getroffen, weil mir die Beziehung momentan manchmal ein bisschen auf die Nerven geht. Vermutlich bin ich aber einfach sensibilisiert, weil ohnehin schon drumherum los ist. Nur merke ich auch immer wieder, dass ich vergleiche, obwohl ich das gar nicht möchte. Und dieser Vergleich der beiden Beziehungen endet immer und immer wieder darin, dass mir meine alte Beziehung fehlt, in der es, außer was meine Vergangenheit anging, keinerlei Probleme gab. Es hat einfach von vorne bis hinten alles, aber auch alles gepasst. Und dass er sich nun wieder gemeldet hat und ich merke, dass meine Gefühle für ihn nach wie vor sehr stark sind, bringt mich erneut und zusätzlich ins Schwanken. Das ist so die derzeitige Lage. Ich danke euch allen nochmals wirklich von ganzem Herzen für eure Hilfe! Viele liebe Grüße!
Hallo liebe Nunja, ich bin sehr froh über das, was du schreibst: dass du dich sortieren konntest (du brauchst einfach deinen Raum und deine Zeit!), dich zu einem "Ja" für dein Kind durchringen konntest und dich nun heute schon wieder auf das "puckernde" Herz freust! Was für Worte es dafür doch alles gibt ... wenn man verliebt ist ... Verliebt ist nun zugleich das Stichwort, oder die Liebe überhaupt. Jetzt, wo sich vieles verändert, und ausgerechnet - als würde er deine gewisse Unsicherheit ahnen - meldet sich dein früherer Freund sich wieder. - Gehst du denn auf ihn ein? Du hast dir gute Haltungen zugelegt: auf dich achten und doch nicht die Bedürfnisse der anderen dabei übersehen. Und auch das: lieber nicht vergleichen (obwohl man da natürlich immer wieder reinrutscht ...). Vergleichen kann man aber auch anders sehen: Natürlich tut man das. Es drängt sich ja gewissermaßen auf. Vor allem, wenn Gefühle dabei sind. Da ist ein Wohl-Gefühl, da ein Unwohl-Gefühl. Das spürt man einfach. Und man muss auch "klug" vergleichen: Was ist wirklich ein haltbarer Grund in einer Beziehung? Du hast auch viel überlegt. Deshalb frage ich: Gehst du auf ihn ein? Oder bleibst du bei dem, was du aus - wohl guten Gründen - mal entschieden hast? Die Gründe aus deiner Geschichte kenne ich ja nicht. Und jede Liebesbeziehung ist doch anders. Nie kann man alles haben. Vielleicht wie bei deinem Kind: Es wird nicht alle guten Seiten haben, die du dir für ein Kind vorstellen kannst. Aber es wird deines sein! Es ist schon deines. Ich punkto Partnerschaft kann ich nicht viel zu deiner Situation sagen. Du allein weißt, wie es ist. Allerdings: wenn dir wichtig ist, dass sich nicht immerzu zuuuu viel verändert, ist der eingeschlagene Weg, in kleinen Schritten gegangen, vielleicht doch verheißungsvoll. Lass dir jetzt lieber Zeit! Zeit genug auch, bevor du jeweils auf die Vorschläge des einen oder des anderen Mannes reagieren möchtest. Nur der, der mit deinem Raum-, Zeit- und Stabilitätsbedürfnis zurechtkommt, wird mit dir eine Zukunft aufbauen können. Und immer wenn du dich sortiert hast - oder auch noch unsortiert - kannst du ja hier schreiben! Gerne würde ich von deinem heutige date hören! Liebe Grüße von Layla P.S.: Das mit dem Wohneigentum ... ist ja enorm! Würde das auch "Platz zuhause" für dein Pferd bedeuten?
Hallo meine Lieben, Ich dachte, ich melde mich mal wieder Also: die Sache mit meinem Exfreund erledigt sich derzeit ein wenig von selbst, da ich einfach merke, dass ich meinen jetzigen Partner nicht mehr eintauschen möchte. Ich habe meinem Ex lediglich geschrieben, dass man vielleicht noch einmal auf ein persönliches Gespräch zurückgreifen sollte, um die Angelegenheit zu klären. Augenscheinlich geht es ihm gefühlstechnisch ja nicht wie mir. Darauf hat er sich noch nicht wieder geäußert. Was meinen Freund und mich angeht: wir haben uns einige Häuser angeschaut und auch eines gefunden, in dem wir uns ein Zusammenwohnen mit dann drei Kindern vorstellen können. Ein Finanzierungsgespräch haben wir ebenfalls schon geführt, nun müssen wir schauen, wie sich die Renovierungskosten beziffern lassen, etc. . Was mich betrifft freue ich mich sehr auf mein Baby. Ich genieße es jedes Mal, meinen Bauch zu streicheln, auch, wenn noch nicht viel zu sehen ist. Und allein der Gedanke, dass ich das kleine Mäuschen (oder den kleinen Mäuserich 😛 ) jeden Tag in mir trage, es wächst und gedeiht, löst ganz tolle Gefühle in mir aus. Ich bin froh, mich so entschieden zu haben! Und ihr habt dazu beigetragen - ein Danke von Herzen dafür! Klingt alles ganz toll und ist es auch. Was mich derzeit belastet ist die Übelkeit. Mittlerweile habe ich mich an das „normale tägliche Level“ gewöhnt. Sprich, die Übelkeit besteht jeden Tag ganztägig. Das ist unangenehm, aber ich versuche einfach es auszuhalten. Immerhin muss ich mich nicht übergeben. Sie macht mir allerdings Probleme, sobald ich in Stress gerate und/oder mir Gedanken mache, meinen Kopf anstrenge. Sei es bei der Arbeit oder was die Hauskauf-Pläne angeht oder eben auch die Situation mit den beiden bereits vorhandenen Kindern meines Partners - ich befinde mich ehrlich gesagt auch nach zwei Monaten, in denen ich sie kenne, immernoch im Umstellungsprozess (hatte vorher nie eine Patchwork-Partnerschaft und sonst auch nicht viel mit Kindern zutun). Mir wird dann dermaßen übel, dass ich nur noch das Bedürfnis habe mich auszuruhen. Bezüglich der Arbeit besteht auch das Problem, dass ich „nicht denken kann“. Ich war die letzte Woche krankgeschrieben, mein FA war allerdings im Urlaub, weshalb das nur auf Grundlage meiner telefonischen Schilderung gegenüber der Arzthelferin vom Vertretungsarzt fix unterschrieben wurde. Wenn ich Ruhe habe, geht es - zwar auch mal mehr, mal weniger, aber es ist auszuhalten. Aber dass ich vorher auf der Arbeit saß und mich keineswegs in die Akten hineindenken konnte, mir jetzt auch wieder sehr übel wird, sobald ich nur an die Arbeit denke, verunsichert mich schon. Ich saß vor meinen Akten und konnte nur wenige und dann nur unter erhöhtem Zeitaufwand bearbeiten. Der Aktenberg, der sich auf Grund der hohen Arbeitsbelastung dann schnell angesammelt hat, hat es nicht besser gemacht. Alle, die davon wissen, sagen, dass ich mich, solange das so ist, krankschreiben lassen soll, weil das Signale meines Körpers seien, die ich nicht missachten sollte. Allerdings wurde ich so erzogen, dass ich bis an die äußerste Grenze gehe, getreu dem Motto „hab dich nicht so“. Gut, weil man nicht simuliert, aber in solchen Situationen schwierig, weil es mir sehr schwer fiel überhaupt zu Hause zu bleiben. Da ich gesehen habe, dass mir die Ruhe aber hilft, werde ich sie mir auch gönnen, wenn ich sie brauche. Nicht für mich, sondern für das Kind. Ich hoffe ja, dass die Übelkeit bald vorüber ist (bin in der 10. SSW) und ich dann wieder fit(er) bin. Somit komme ich zu einer Frage an euch: Ich habe heute beim Arzt angerufen, um zu fragen, wann ich vorbeikommen könnt, um mit ihm über Vorgenanntes zu sprechen. Die Rezeptionistin sagte mir, dass ich heute Abend anrufen solle, damit er das zunächst telefonisch mit mir klären kann. Die Krankschreibung von letzter Woche wurde quasi auch lediglich auf telefonischer Grundlage ausgestellt. Sowas habe ich bei noch keinem Arzt erlebt und es verunsichert mich. Kennt ihr dieses Prozedere? Mir persönlich ist es letztlich „egal“, ob ich nun vor ihm sitze oder wir am Telefon darüber sprechen, wichtig ist mir sein Rat. Dennoch frage ich mich, ob man mich überhaupt ernst nimmt, wenn man „nicht vorbeikommen soll“. Versteht ihr, was ich meine? Viele liebe Grüße an alle und einen guten Wochenstart wünsche ich euch!
Hallo Nunja, schön, dass du wieder mal schreibst hier! Du hast ja eine konkrete Frage bzgl. deines Arztes. Ist schon ungewöhnlich, dass er das so telefonisch erledigen lässt (oder erledigt?). Ich würde aber nicht draus ableiten, dass er dich nicht ernst nimmt. Rat geben kann er ja schon telefonisch. War er dann vorgestern Abend selbst am Telefon? Ich kenne Ärzte/Ärztinnen, die so eine Telefonsprechstunde den Patienten zuliebe machen, weil es sonst noch viel länger dauern würde, bis man mit dem Arzt sprechen kann. Natürlich nur, wenn bekannt ist, worum es geht. Wie es mit der Krankschreibung ist - die musst du ja doch persönlich abholen, oder? Hast du gefragt, ob es ein Medikament für dich gäbe gegen die Übelkeit? Wie alle, die dich gut kennen, meine ich auch: Die Übelkeit zeigt dir, wann du auf dich bzw. das Kleine achten solltest. Eigentlich nicht schlecht. Und auch eine neue Haltung einüben, ist sinnvoll. Wenn du weißt, dass du die Haltung "hab dich nicht so" von deinen Eltern her etwas sehr stark mitgenommen hast, dann ist doch jetzt eine "Regulierung" ganz gut. Es ist bei dir ja eben spürbar, dass du für dich Raum und Zeit brauchst. Gönne dir wirklich dir Ruhe! Und trotzdem wünsche ich dir, dass es bald besser wird. Von selbst oder auch mit der einen oder anderen Hilfe. Ich freue mich, dass sich die Beziehung zu deinem jetzigen Partner immer sicherer für dich anfühlt. Gleich zwei Kinder für bestimmte Zeiten hinzuzubekommen ist natürlich eine Herausforderung! Wie alt sind sie? Sie sind nicht immer bei euch. Da kannst du schon gestalten. Die Zeiten miteinander, deine eigenen und die Beziehungen. Wissen sie es denn schon? Und freuen sie sich? Wie hast du es mit der Arbeit weiter vor? Und mit dem Pferd? Das interessiert mich noch - wenn ich das einfach so fragen darf!? Liebe Grüße! Layla
Mir tut es richtig gut, wie du dein Kind ins Herz geschlossen hast. Das hängt mit meiner Geschichte zusammen. Ich hoffe sehr das dir dein Arzt helfen konnte. So wie ich das sehe, die Übelkeit, entschleunigt ein wenig dein Leben. Du bist noch jung und voller Power. Du nimmst die Übelkeit hin, trotzdem "drücke ich dir die Daumen"(Rosenkranz) das die Übelkeit aufhört. Du scheinst dir über alles Gedanken zu machen, ich auch, deine Posts sind zum nachdenken. Alles Liebe, bis zu nächsten Mal rahel