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Schwanger & Beziehung kompliziert

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Ungewollt Schwanger, trotz "Entscheidung" dennoch Gefühlschaos

Ungewollt Schwanger, trotz "Entscheidung" dennoch Gefühlschaos
Guten Abend zusammen, heute Nachmittag bin ich dank Google auf dieses Forum hier gestoßen und mein Gefühl sagt mir "hier bist du richtig". Nun ja, ich weiß gar nicht so recht wie und wo ich anfangen soll so ein durcheinander herrscht in meinem Kopf, normalerweise müsste die Treadbeschreibung viel mehr als nur "Ungewollt Schwanger, trotz "Entscheidung" dennoch Gefühlschaos " beinhalten, nämlich Alleinerziehend und in Ausbildung trotz eines Alters von 35. Der heutige Tag war sehr, ja wie soll ich sagen, sehr Emotional in jeglicher Hinsicht, ich wusste nicht das ich an einem Tag so viele Emotionen durchleben kann, aber ja ich kann. Die letzten Tage hatte ich es geahnt (Nein, eigentlich tatsächlich gespürt) und "Angst". Ich setzte mir eine Frist bezüglich eines Test. Die Frist war heute, der 20.07.! Auf dem Weg zur Arbeit, ein kleiner Umweg zur Apotheke, ich zitterte und das nicht zu knapp, besorgte ich mir einen Schwangerschaftstest. Im Verlauf des Vormittags hatte ich keine Ruhe obwohl ich es ja eigentlich schon wusste das in mir was wächst, aber die Ungewissheit, sie war unerträglich. Ich machte den Test, es dauerte einen Moment aber da waren sie, nicht ein Streifen, nein zwei! - Positiv. Lautlos brach innerlich alles in mir zusammen, ich hätte heulen können aber das durfte ich nicht, denn die Pause ist gleich rum und "du darfst dir nichts anmerken lassen bei den Kindern". Ja, ich arbeite mit Kindern zusammen! - Noch nie habe ich mich in meinem Leben so zusammen gerissen wie heute, es fiel mir auch sehr schwer. Die letzten Tage habe ich mich schon damit auseinander gesetzt und wusste schon wie ich mich entscheiden werde, nämlich für einen Abbruch. Diese Entscheidung fällt mir ganz gewiss nicht leicht und ich glaube das tut sie keiner Frau! - Da bin ich mir sicher. Ich habe Pro und Contras verglichen FÜR das Kleine, das Resümee aber ist dagegen wenn ich mein voriges bzw jetziges Leben betrachte. Ich war 17 Jahre mit dem Vater meiner Kinder zusammen \ Verheiratet, habe in der Zeit auch Fehlgeburten gehabt, zwei meiner Kinder FAST verloren, ein sehr großer Horrortrip. Vor drei Jahren habe ich ihn dann verlassen und seit über einem Jahr geschieden, weil ich trotz meines Mutter-Daseins mich dennoch weiter entwickeln wollte anstatt wie mein geschiedener Mann von mir verlangen wollte zu Hause zu bleiben (Generell herrschte Unterdrückung in dieser Beziehung). Im April nächsten Jahres schreibe habe ich meine schriftlichen Prüfungen (im Bereich Sozialpädagogik) bevor es ins praktische Jahr geht. Ich jobbe in den regulären Schulferien in diversen Einrichtungen die von Kindern besucht werden. Es macht mir Spaß, ich liebe diese Arbeit, generell liebe ich inzwischen mein Leben und das zusammenleben mit meinen Kindern. Eine richtige Beziehung zu einem Mann habe ich nicht. Der "Vater" des kleinen Würmchen, nur eine Affäre (sie ging fast ein Jahr) die ich vor kurzen beendet habe. Eigentlich ein toller Mann der mit beiden Beinen im leben steht, der auch wirklich was im Kopf hat und mir eigentlich ähnlich ist, zu ähnlich aber eine Beziehung für mich, nein das kommt nicht in Frage. Er wird auch nichts erfahren, mir wurde heute auch die Frage gestellt "warum", ganz einfach: " es ist mein Leben und mein Körper, mit den folgen muss schlussendlich ich leben, niemand anders!" Nach der Arbeit stand ich bei meiner Gynäkologin in der Praxis, sie kennt mich seit ich 17 bin, ursprünglich geht sie morgen in den Urlaub und hat mich heute Notfallmäßig dazwischen geschoben weil ja nun alles "schnell" gehen muss. Sie untersuchte mich und machte Ultraschall. Ich schaute weg, ich wollte den Bildschirm nicht sehen, das klappte auch so weit. Dann zurück an ihrem Schreibtisch, lag aber dann das Bild, ja es war was zu sehen, nur die Fruchthöhle, ich bin ja auch erst 5. Woche (4+1 um genauer zu sein) . Ich drehte das Bild um und meinte das ich mich entschieden habe, es fällt mir wirklich nicht leicht aber mit meiner Vorgeschichte und meiner Ausbildung und dann ohne Vater, es geht nicht, ich muss an meine Kinder die ich habe und vor allem an MICH selbst denken, klingt es egoistisch wenn ich sage ich muss an mich denken? Meine Gynäkologin war sehr einfühlsam, sie meinte dann das sie mich verstehen kann und sie es respektiert, sie klärte mich auch auf (auch bezüglich der psychischen Folgen) und gab mir den Schein für die Konfliktberatung, mir schien als hätte sie wirklich Verständnis. Nun geht es morgen früh zur ProFa, und im Moment tobt innerlich ein Sturm in mir, ich weiß nicht was ich fühlen oder sagen soll, ich weiß nur, dass ich eine riesen Angst habe, vor dem was kommt, vor dem was ich fühlen werde trotz das ich weiß, dass das die bessere Entscheidung ist. Liebe grüße, Filou
29 Antworten
Der erste Tag – selbst wenn man es ahnt – beschert Gefühlschaos. Und die erste Entscheidung offenbart, was ist. Du hast das toll beschrieben, was Dir wichtig ist. Eins möchte ich Dir jetzt sagen (will mir aber gerne nochmal mehr Zeit nehmen ... die ist gerade nicht ..😞 An Dich selbst denken – könnte sogar der Grund sein, Dein Kind zu bekommen. Es ist eine furchtbar verzwickte Lage und entsprechend kennst Du Dich in Deinen Gefühlen selbst nicht aus: was nun FÜR Dich ist und was nicht. Du siehst mehr, wenn sich der erste Sturm gelegt hat. Wie wenn aufgewühltes Wasser sich beruhigt ..... Alle Kraft für diesen Tag heute, wo Du noch arbeitest und dann – trotz allem oder gerade wegen allem – tiefes Durchatmen am Wochenende! Mitfühlgrüße von Layla
Es klingt nach einem reichen und bewegten Leben, dass du führst. Kann ich das so sagen? Du hast eine lange Ehe geführt und wohl dein Leben wieder errungen, so will ich es fast schon schreiben. Du hast gespürt, dass du nach den Jahren, die du daheim warst, auch wieder arbeiten wolltest. Ich finde, dass: sich selbst nicht aus dem Blick verlieren auch zum Mutter-Sein gehört. Deine Kinder sehen, dass du du selbst bist – Mutter bist, ganz allumfassend. Da lebst du deinen Kindern etwas vor, sie lernen von dir. Ich bin eben über das „schnell“, dass du auch so in Anführungsstriche gesetzt hast, gestolpert. Weil ich das Gefühl habe, dieses „schnell“ sagt ganz viel, was in dir vorgeht. Denn eigentlich hast du noch Zeit. Und doch treibt dich innerlich etwas an. Was bewegt dich denn innerlich, dass du es „schnell“ alles hinter dich bringen möchtest? Nein, es klingt nicht egoistisch, wenn du sagst, du musst an dich denken. Es zeigt dein Bedürfnis. Oft vergessen wir uns selbst und überrennen uns (hier ist wieder dieses „schnell“). Und doch hast du eine Angst in dir, die dich umtreibt. Ein richtiger Sturm, hast du geschrieben. Da bist ja DU auch wieder mittendrin, in diesem Sturm. Auch da darfst und sollst du an dich denken – was die Angst dir sagt, und wie du am bewahrtesten bleibst in dieser Zeit. Ich wünsche dir für heute ein wirklich gutes Gespräch! Liebe Grüße, Romy
es ist gut, dass du mal alles hier niedergeschrieben hast. Der Sturm tobt in dir – ich spür es beim Lesen! Jetzt hast du ja heute erstmal noch ein Beratungsgespräch bei Pro Familia. Ich weiß nicht, ob du einfach nur den Schein abholen möchtest oder ob du dir auch noch was Anderes davon erhoffst, nochmal sagen willst, was in dir tobt und was für ein Durcheinander in dir herrscht. So mitten im Sturm die Richtung finden und eine so einschneidende Wahl so schnell treffen, ich glaub, du merkst, wie schwer das geht. Ich denk grad noch über den Vater nach, deine Affäre. Eine Beziehung mit ihm konntest du dir nicht vorstellen. Und dennoch, du hast diesen Mann geschätzt und siehst, was er für Qualitäten hat. Hätte er sich eigentlich eine dauerhafte Beziehung mit dir vorstellen können? Was meinst du, wie er reagieren würde, wenn er von deiner Schwangerschaft wüsste? Hast du denn für nächste Woche schon den Abtreibungstermin vor? Jetzt lass aber erstmal das Wochenende kommen und wieder ein wenig auftanken. Hast du dazu Gelegenheit? Wie alt sind eigentlich deine Kinder? Liebe Grüße, Jana
Liebe Filou, jetzt hast du schon einige Antworten bekommen. Irgendwie muss „man“ dir antworten, wenn man deine Geschichte gelesen hat... Was für ein Tag, der da gerade erst hinter dir liegt.... „Wie hast du geschlafen?“ – Das war so mein erster Gedanke... Hast du ein bisschen Ruhe finden können? Sich nach dieser unglaublichen Anspannung mal fallen lassen, vielleicht die Tränen weinen, die du am Tag so unterdrücken musstest... Du warst von dem Ergebnis nicht wirklich überrascht – hast ein sehr gutes Gespür für deinen Körper. Aber trotzdem: Die beiden roten Striche haben dir dann doch emotional den Boden unter den Füssen wegziehen wollen. Stark bleiben, sich nichts anmerken lassen, das kostet ganz ganz viel Kraft. Du warst gleich bei der Ärztin und hast dich zu Hause an den Computer gesetzt und irgendwo dazwischen hast du dich wahrscheinlich dann noch um deine Kinder gekümmert – so stell ich’s mir vor. Wie gut, dass du hierher gefunden hast. Schreiben hilft, wenn das Durcheinander im Kopf zu groß wird stimmt’s? Du hast deine letzten Jahre beschrieben. Du musstest mit Ängsten um deine Kinder umgehen und hast (wohl mehrere) Fehlgeburten durchlitten... Die Trennung von deinem Mann fühlt sich dann eher ein bisschen wie ein Befreiungsschlag an. Dann hast du deine eigenen Ziele weiterverfolgt und bist auf dem Weg eine Ausbildung abzuschließen die dir neue Perspektiven gibt. Das ist eine große Leistung: Sich noch einmal neu auf den Weg machen. Das hast du geschafft. Die Schwangerschaft fühlt sich jetzt wie ein Rückschlag an. Und nein es ist nicht egoistisch an sich selbst zu denken. Gerade deswegen würde ich dir jetzt gern erst mal Ruhe wünschen. Wie gut, dass jetzt das Wochenende vor dir liegt. Gib dir Zeit, das Gedankenkarussell zum Stehen zu bringen. Darf ich das so sagen: Ich hab Sorge, dass du dir jetzt zu schnell, zuviel auf einmal abverlangst. Du musst dich jetzt nicht unter Druck setzen. Wie alt sind denn deine Kinder? Leben sie alle bei dir? Kannst du am Wochenende einfach auch ein bisschen Zeit für dich alleine finden? Vielleicht magst du wieder schreiben, deine Gedanken weiter sortieren... Ja, „hier bist du richtig“ und ich glaube du spürst hier triffst auf offene Ohren und Herzen. Liebe Grüße Linda
ja, du bist hier in diesem Forum bestimmt richtig, und so ehrlich wie du geschrieben hast, so offen wirst du hier auch aufgenommen Versprochen! Ich vermute, dass du heute Vormittag bei der Beratung bist, bin gespannt, was du dort erfährst und wünsche dir von ganzem Herzen, dass es dir hilft, deine verständlichen Durcheinandergedanken ein wenig zu sortieren. Du spürst dich sehr gut Filou.... Ganz herzlichen Gruß an dich! Jovana
Hallo Filou, gerade hab´ich hier hineingelesen und bin sehr berührt von dem, was und wie du schreibst. Von deinem Leben, in dem es ein voriges und ein jetziges Leben gibt. Von dem Sturm, der in dir tobt, seit dem – lautlosen, inneren – Zusammenbruch. Wie belastend und nervenaufreibend muss diese Situation für dich sein! Das verstehe ich, dass dir unzählige Gedanken durch den Kopf gehen, Für und Wider und umgekehrt. Und das schon tagelang, in weiser Vorahnung. Und alles machst du – fast - mit dir allein aus. Das stelle ich mir schwer vor. Ich bewundere sehr, wie du dich in deinem Leben offensichtlich auf dein Gefühl verlassen kannst! Wie du erwähnst, du hast das Gefühl, du seist hier im Forum richtig. Wie gut, dass du hier schreibst! Ich glaube auch, dass du hier richtig bist! Und vor allem, wie du ein Gefühl für dich entwickelt hast über die Jahre! Ein Gefühl, dass dir untrügerisch (so früh!) zu verstehen gibt, dass du schwanger bist. Ich vermute, dass du aus diesem Grund auch ein gutes Gefühl für andere, speziell auch für Kinder hast. Denn ihr kommt gut miteinander klar und die Arbeit macht dir Spaß. Und genau diese (deine reiche) Gefühlswelt scheint dir nun nicht mehr verlässlich. Da steht deine Welt sozusagen auf dem Kopf. Nein, es ist keineswegs egoistisch, wenn du an dich denkst, sondern richtig: Du darfst/sollst ebenso an dich denken, wie auch an die anderen, deine Kinder. Diese gesunde Balance scheint mir wichtig. Und ja, es ist allein dein Leben, und du wirst mit den Folgen leben. Nur möchte dein Gefühl möglicherweise nicht mit den Folgen deiner momentanen Entscheidung leben. So wie aber dein Verstand andererseits gerade nicht mit Kind leben möchte. Wie verzwickt! Hm, ich überlege, wie du diese beiden Seiten zusammenbringen könntest. Darf ich denn einmal auch die andere Seite betrachten: Klar, mit Kind könntest du die Abschlussprüfungen erst einmal nicht schreiben. Kann man sie denn auch vorziehen? Oder nachschreiben? Das praktische Jahr wäre vermutlich verschiebbar, oder mit Unterstützung auch möglich, eben anders? Wie geht es deinem Gefühl, wenn du diese Gedanken verfolgst? Welche nun einfach rein hypothetisch sind. Es wäre ja keine Rückkehr in dein voriges Leben, in dem du dich unterdrückt gefühlt hast. (Wie gut, dass du dich damals daraus lösen konntest!) Es wäre ein Kompromiss zwischen deiner beruflichen (und gleichzeitig persönlichen) Weiterentwicklung und dem kleinen Würmchen, das sich nun angemeldet hat. Wie geht es dir denn heute? Konntest du heute Nacht – dennoch – ein wenig zur Ruhe kommen? Mit liebem Gruß, Delphinnase
Hallo! Erst einmal, danke für die netten Worte, es tut tatsächlich gut in solch einer schlimmen Situation und nun komme ich endlich dazu auch zu schreiben. Natürlich kommen zwischendurch die Gedanken das kleine zu behalten und auf die Welt zu bringen, dass liegt wohl am inneren Instinkt, denn normalerweise sind wir Frauen ja eher so veranlagt solch ein Geschöpf doch zu "beschützen", aber egal wie es gedreht und gewendet wird, die Gesamte Situation, meine Situation, lässt sich nicht miteinander vereinbaren. Die schriftlichen Prüfungen lassen sich weder vor- oder nachschreiben, anders wäre es wenn schon das praktische Jahr wäre, da könnte ich es in eine 2-Jährige auf splitten aber an der Fachhochschule, keine Chance und das nennt sich Sozialpädagogisch, in solchen Fällen leider nicht, habe das auch schon bei drei Mädels aus den Parallelen und ehemaligen Oberstufe mit bekommen, da lässt die Schulleitung auch nicht mit sich reden. Ja, momentan weiß ich tatsächlich nicht wie ich mit meinen Gefühlen umgehen soll, aber es ist ja auch keine Sache die man einfach so entscheidet. Heute hatte ich glücklicherweise Frei so dass ich in Ruhe mich auf das Gespräch bei ProFa konzentrieren konnte. Eine wirklich sehr gute Freundin hatte mich begleitet auch wenn ich alleine rein musste. Knapp zwei Stunden dauerte das Gespräch. Zu Beginn fühlte ich mich schuldig, mit Scham behaftet was die Dame mir auch anmerkte, sie war sehr einfühlsam, sie gab mir den Raum sämtliche Gefühle freien Lauf zu lassen, mir alles von der Seele zu reden, dass was ich alles erlebt habe, was ich JETZT gerade fühle, wie ich denke, was mir Angst macht, ich durfte hemmungslos heulen, einfach alles! Es tat unheimlich gut, ich würde fast schon sagen, etwas befreiend?! - ich bin nicht nur wegen dem Schein dorthin, natürlich war mir eine Aufklärung in jeglicher Hinsicht sehr wichtig, ich möchte auch keine Entscheidung treffen die am Ende doch die falsche war. Die nette Dame hatte auch sichtlichen Respekt vor mir gehabt und sprach ihre Hochachtung mir gegenüber aus bei allem was ich erlebt habe, sie sagte sie könne meine Entscheidung mehr als nur nachvollziehen und das es mir gar nicht leicht fällt, sieht und merkte man mir sofort an. Den Schein bekam ich und die Empfehlung den Termin Zeitnah zu machen. Ab Dienstag dürfte der Eingriff stattfinden, selbst mit der Krankenkasse ist es nun abgeklärt, so gesehen habe ich alles zusammen was benötigt wird, bis auf den Termin, da war ich zu langsam mit dem Anruf, die Praxis hatte schon zu, vielleicht auch ein Hauch von Absicht das ich zu spät angerufen habe, denn bei mir soll der medikamentöse Weg durchgeführt werden, an diesem Gedanken muss ich mich noch gewöhnen, er wirkt beängstigend auf mich. Die vergangene Nacht war kurz, Gedanken über Gedanken und öfters wach geworden, teilweise dachte ich es sei ein schlechter Traum, aber das ist es nicht. Wie es mir heute geht, kann ich so genau nicht sagen, die Schuldgefühle und Vorwürfe gegen mich selbst sind weniger als gestern, aber Traurigkeit, diese ist heute groß. Ich habe heute sehr viel geweint, mein Ältester Sohn (er ist 16,5 Jahre) hat mich sogar heute morgen "erwischt", er war wach womit ich nicht gerechnet habe um 6 Uhr morgens. Er kam und versuchte mich zu trösten, allerdings machte es nicht einfacher, natürlich war er besorgt und fragte mich was los sei. Ich konnte und will es ihm nicht sagen, keines meiner vier Kinder, ja vier. Alle schon etwas älter, 8, 12, 14 und 16. Ich sagte meinen großen das es mir im moment nicht so gut geht, das ich nicht darüber reden kann mit ihm, dies hat er auch glücklicherweise respektiert ohne weitere Fragen zu stellen. Normal reden wir über wirklich vieles, er ist für sein Alter viel weiter und viel zu vernünftig als seine Altersgenossen aber dies ist eine Grenze die ich mir erlaube zu ziehen. Ich denke meine Jungs müssen das nicht wissen was ich gerade durchmache, davor möchte ich sie schützen. Zu Hause versuche ich mich tatsächlich zusammen zureißen, es ist Verdammt schwer aber es funktioniert irgendwie. Richtig Linda, da waren auch Fehlgeburten, drei Stück, allerdings vor meinen Jungs. Es hat lange gedauert bis ich das verarbeiten konnte, gut das hatte ich tatsächlich komplett nur mit mir alleine ausgemacht, heute weiß ich das es nicht unbedingt Klug gewesen ist. Ich denke hin und wieder daran, besonders an bestimmten Tagen, es kommt zwar ein kleiner Wehmut auf, besonders wenn ich daran denke wie alt diese Kinder nun wären aber es tut nicht mehr so unbeschreiblich weh wie damals, ich verbinde es auch nicht wirklich mit der jetzigen Situation, geht ja auch nicht, immerhin sind es ganz unterschiedliche Situationen. Zum Vater, Jana, nein er ist da so gestrikt wie ich auch, keine Beziehung. Was das genau gewesen ist oder immer sein wird, ist nicht wirklich zu beschreiben, wir sind nicht verliebt soweit waren wir uns einig, das zwischen uns das war zwar irgendwie, schon magisch aber für eine Beziehung reicht es von beiden Seiten nicht, dafür sind wir auch beide zu gebrandmarkt. Wie er reagieren würde weiß ich nicht, aber er hatte mal was angedeutet das da mal was war in der Vergangenheit bezüglich seiner Exfreundin die unbedingt ein Kind von ihm wollte ohne Rücksicht auf Verluste, allerdings wollte er nicht genau auf das Thema eingehen, mir schien auch das er sauer und verletzt war und respektierte es das er nicht darüber reden wollte. Was mich allerdings nach unserem letzten "Treffen" stutzig machte ist, er wollte meinen Sohn unbedingt trainieren (er selbst ist ein sehr bekannter Kampfsportler in dem Bereich und Coach/Trainer). Ich habe meinen Sohn nicht in seine Kampfsportschule gebracht weil es wie gesagt mich stutzig gemacht hatte. Ob ich ihn nochmal sehen werde weiß ich nicht, im Moment möchte ich es jedenfalls nicht, ich könnte ihm aufjedenfall im moment auch nicht in die Augen schauen, natürlich hat er seinen Teil dazu beigetragen aber ich möchte ihn nicht bei dem ganzen dabei haben oder unnötige Diskussionen oder gar Verurteilungen egal in welcher Hinsicht mir anhören. Das Wochenende, ja das gehört fast nur mir alleine, dafür habe ich heute gesorgt, meine Jungs sind unterwegs. Meine beste Freundin steht Abrufbereit falls was ist. Ich persönlich will das Wochenende für mich alleine, meine Gedanken sortieren, verstehen was gerade passiert, wieder pro und Contra abwägen, mich meinen Gefühlen stellen und mich mit ihnen auseinandersetzen. Mich in gewisser Weise verabschieden von dem kleinen, eine Art Brief schreiben warum ich so entscheide. Die letzten 36 Stunden waren ziemlich Nervenzerreißend, Aufwühlend und stressig, mein inneres ich schreit förmlich nach Ruhe. Nichts desto trotz schaue ich zwischendurch hier rein, ich bin dankbar dieses Forum hier gefunden zu haben und dankbar für eure Worte, Worte die mir helfen und mir sagen "du bist definitiv nicht allein". DANKE DAFÜR!!! Liebe Grüße von einer völlig erschöpften Filou
Liebe Filou, das Forum sagt mir, dass du schon offline bist, und ich find das ehrlich gesagt auch grad gut so. Das waren wirklich sehr anstrengende 36 Stunden, und jetzt hast du dir offensichtlich noch all die Beiträge hier durchgelesen.... Und du nimmst dir auch noch die Zeit so ausführlich vom heutigen Tag zu erzählen. wow! Ich könnte jetzt ganz viel dazu schreiben, aber ich denke jetzt ist erst mal nur Zeit zum Ausruhen. Gut, dass jetzt das Wochenende vor dir liegt und du Zeit für dich hast. Ich bin in Gedanken bei dir und wünsch dir jetzt einfach eine gute Nacht. Morgen ist ein neuer Tag und dann können wir wieder „im Gespräch“ sein. Schlaf gut, bis morgen! Linda
Liebe Filou, ich bin noch bisschen online ... Du hast es Dir gut eingerichtet für dieses Wochenende und bist nur auf Rufbereitschaft. Das ist wirklich klug von Dir. Allein, um Dich von der Erschöpfung zu erholen. Intensive Gefühle schaffen einen ziemlich. Und der Tag heute war wieder von Anfang an voll mit Gefühlen, schon am frühen Morgen mit Deinem Ältesten. Wie schön, dass er so aufmerksam ist! Und eine gute Freundin hast Du auch. Und Du hattest bei der Beratung Zeit bekommen, alles zu erzählen, nicht nur die aktuelle Situation. Und dann auch zu weinen. Das ist natürlich befreiend! Und gleichzeitig wurde es mit dem Termin und dem Rat, es zeitnah zu machen sehr ernst für Dich und traurig. Liebe Filou, ich würde Dir am liebsten raten, noch weiter zu reden. Es macht mich stutzig, dass Du die Fehlgeburten für Dich allein verarbeitet hast und Dich jetzt nach so vielen Jahren fragst, ob es wirklich so am besten war. Diesmal hast Du noch Möglichkeiten. Den Kindern sagen - das ist schon nochmal eine Nummer. Obwohl/weil sie vermutlich dafür wären. Aber überlege Dir, wen Du gern zum Reden hättest im Nachhinein. Die Person sollte es vielleicht jetzt schon wissen. Ist so ein Gedanke bei mir. Wo ich noch staune (aber nur ungefähr aus Deinen Worten weiß, dass es so ist😞 vier Jungs!? Wenn ja, dann sage ich: Wow!! Da braucht man wirklich ein "standing" als Frau. Ich finde so richtige "Jungsmütter" sind klasse, weil sie die Jungs verstehen, dass sie kämpfen wollen und all das. Bei Dir haben sie offenbar auch viel Aufmerksamkeit und Einfühlung bekommen und gelernt - und Du bekommst jetzt davon zurück, wenn Dein Großer fragt, wie es Dir geht. Jetzt hast Du das Wochenende für Dich. Vorbereitung und eine Art Abschied hast Du Dir vorgenommen. Lass daneben auch nochmal die anderen Gedanken zu. Deine "Absicht" beim nicht erfolgten Anruf ... Es geht so leicht so schnell mit einer Abtreibung. Steine aus dem Weg räumen und einer neuen Perspektive Raum geben, das braucht Zeit. Das hast Du selbst schon erlebt. Wahrscheinlich sogar schon öfter. Jetzt sage ich Dir - weil ich wie Linda hoffe, dass Du Dich wirklich schon vom Tag zurückgezogen hast: Guten Morgen! Layla
Liebe Filou, ich musste das ganze Wochenende immer wieder an dich denken. Du hattest gut vorgesorgt um für dich allein Zeit zu haben, konntest du deine Gedanken noch einmal sortieren? Wie steht die Waage zwischen pro und contra? Das größte Hindernis ist dieser Abschluss nächstes Jahr hm? Diese Unbeweglichkeit find ich schon krass! Das würde bedeuten du hättest ein ganzes Ausbildungsjahr verloren, das du dann mitsamt der Prüfung nachholen müsstest. Dich mit deinem Problem zu outen ist wahrscheinlich nicht der geeignete Weg, aber gibt es nicht einen anonymen Weg, wie du diese strikte Handhabung da nochmal in Frage stellen könntest? Wie ist denn das bei den anderen 3 Mädels ausgegangen? Verstehe ich richtig, dass die alle drei schwanger waren? Weißt du wie die sich entschieden haben Viele Fragen.... mir geht das was du geschrieben hast sehr nah! Morgen musst du wahrscheinlich wieder arbeiten. Ich würd mich freuen, wenn du wieder schreibst. Liebe Abendgrüße Linda
Ja, wie geht es Dir, liebe Filou? Hat die Ruhe Dir gutgetan? Konntest Du sie überhaupt "einhalten"? Bist Du bisschen gestärkt nach der tiefen Erschöpfung? Jetzt startest Du in die Woche und es ist erstmal nichts mehr mit Ruhe ... ob Du insgesamt nochmal Zeit gewinnen möchtest oder doch so schnell wie möglich alles hinter Dich bringen im Fall einer Abtreibung? Dass Du so (fast) alleine bist mit allem, bedrückt mich ... Du hast ja viel alleine geschafft und alleine schaffen müssen, um endlich Dein eigenes Leben einzurichten. Ob jetzt nicht doch das Mitteilen ein weiterer "Lernzuwachs" und eine wieder neue Erfahrung wäre? Die Erfahrung: Da ist jemand für mich da und ich darf doch ganz ich selbst sein und bleiben. Vielleicht werden die guten Ideen doch mehr, wenn Du Dich anvertraust. Du musst nicht die Last alleine tragen. Ich weiß nicht, wohin Du mehr neigst. Welche Neigung Du gedanklich "fütterst". Welcher Hauch einer Absicht stärker geworden ist in den vergangenen Tagen. Das mit den Prüfungen hatte ich mich auch gefragt. Ich meine - da muss so eine Einrichtung (genau wie Du sagst: "sozialpädagogisch" ) doch ansprechbar sein. Hast Du noch bisschen etwas Kämpferisches in Dir oder bist Du einfach müde und erschöpft und daher geneigt, nachzugeben, die Abtreibung auf Dich zu nehmen? Wenn Du an die Momente denkst, wo Du Kraft hattest, Widerstand zu leisten und für Dich zu kämpfen: Was hat Dir dazu die Kraft gegeben? - Es müsste auch jetzt nicht das Ganze auf einmal bewältigt werden, sondern Schritt für Schritt und Tag für Tag. Liebe Grüße von Layla
Guten Morgen ihr Lieben Diese Woche habe ich frei und ab nächste Woche ist die Einrichtung ohnehin wegen Urlaub geschlossen. Das Wochenende ist vorbei. Wie habe ich es verbracht?! Den Samstag habe ich mich so gesehen "verschanzt". Meine Jungs waren den ganzen Tag unterwegs, einer hat sogar das Wochenende bei einem Freund geschlafen. Ich habe die meiste Zeit tatsächlich im Bett verbracht, alles Revue passieren lassen, nachgedacht "was wäre wenn...", und habe einen drei Seitenlangen Brief an das kleine geschrieben. Die Waage zwischen Pro und Contra, sie ist gleich geblieben ( . Es ist liegt ja nicht nur an der Ausbildung, da kommen noch andere Aspekte dazu, die finanzielle Situation und die Tatsache das ich seit drei Jahren eine größere Wohnung suche weil der Platzmangel doch sehr groß ist. Richtig, die drei Mädels waren und sind zum Teil noch Schwanger. Eine davon war bei mir in der Klasse. Inzwischen hat sie einen Sohn bekommen, ihren vierten. Sie hatte die Möglichkeit nach den Sommerferien von vorne anzufangen, allerdings hat sie nun abgebrochen und ihren Platz schweren Herzens abgeben. Sie leidet sehr unter der Situation, kann sogar keine Bindung zu dem kleinen Aufbauen. Eine andere hat ihre Schwangerschaft verheimlicht, dass gab auch ärger im Nachhinein weil sie die Praktikumsphase nicht hätte durchführen dürfen weil sie den gewissen Imunschutz gegen Toxoplasmose und Röteln nicht hatte, sie wusste es und hielt es geheim, hat somit das Leben des Ungeborenen und ihres aufs Spiel gesetzt. Was aus dem dritten Mädel geworden ist weiß weder ich noch andere aus meinem Jahrgang, nach den Ferien werde ich sehen ob sie dann bei uns in der Oberstufe ist oder nicht. Unsere Ausbildung ist auch nicht gerade ein Spaziergang, wir werden auch nach einem komplett neuen und strengen Lehrplan ausgebildet. Die Unterstufe war absolut kein Zuckerschlecken, die letzte Klausurphase ging 6 Wochen lang in 15 Arbeitsfeldern, da hieß es täglich Klausuren, Präsentationen und Hausarbeiten als Leistungsnachweise. Am Ende des Jahres entgegnete man uns, das dies nur der Anfang gewesen wäre. Sehr beruhigend *ironie*. Ja auch daran habe ich gedacht und umgesetzt, ich habe gestern Abend tatsächlich eine Email an unseren Schulseelsorger geschickt und das Anonym und die Frage gestellt ob es nicht doch einen Lösungsweg gäbe, bisher habe ich aber noch keine Antwort. Den gestrigen Tag habe ich auch eher ruhig begonnen, hatte mich aber dann dazu entschlossen mit meiner besten Freundin auf eine Veranstaltung unseres 4. Ligisten zu besuchen, versuchen etwas abzuschalten war ursprünglich die devise. Das gelang nur so lange, bis ich eine Bekannte traf, die auch den Vater meines Würmchens kennt, sie erzählte mir das sie ihn vergangenen Freitag in unserer Stammkneipe (in dieser lernten wir uns auch kennen) gesehen hat. Sie wusste ja was zwischen uns war, okay die ganze Kneipe wusste es. Sie erzählte das er an unserem Platz saß und deprimiert wirkte, und jedesmal zur Tür blickte sobald sie aufging und jedesmal enttäuscht wirkte weil nicht der Mensch durch die Tür kam, den er wohl erhoffte. Sie merkte auch gestern das mit mir was nicht stimmt, sie verbindet das nun zusammen. Sie fragte mich was los sei und ich entgegnete ihr das ich hin erstmal nicht sehen und nicht darüber reden möchte. Vermutlich bilde ich mit auch gerade ein das er etwas spürt... zumindest spielen sich gerade verschiedene Szenarien in meinem Kopf ab was das anbelangt. Zu dem Thema mit den Fehlgeburten, ich habe sie damals deshalb mit mir alleine ausgemacht, weil ich von meinem Exmann keinen Halt bekommen hatte, er ließ mich damit völlig alleine, er warf mir damals noch an den Kopf "stell dich nicht so an". Deshalb beschloss ich keinen was das anging an mich ran zu lassen, mein Gedanke war, wenn er schon kein Verständnis für dich hat, wieso sollte das ein andere Mensch dann haben, der Gedanke war natürlich naiv. Zu einem späteren Zeitpunkt (da war ich 26) habe ich dann therapeutische Hilfe in Anspruch genommen und habe dass dann aufarbeitet. Nun ja, heute morgen habe ich tatsächlich in der ambulanten Praxis angerufen, der Termin steht, für Donnerstag um 13:30 Uhr, doch so "schnell" ... Wie geht es mir damit?! - nicht gut, es schnürrt mir die Luft weg, mein ganzer Bauch zieht sich zusammen, mein Bauch der schon eine sichtbare kleine Wölbung hat, ich zitter am ganzen Leib und mir ist unsagbar schlecht, ICH fühle mich einfach schlecht, ich habe momentan das Bedürfnis laut los zu schreien, weinen kann ich gerade nicht, warum verstehe ich gerade nicht, dass habe ich die letzten Tage sehr viel, ich spüre diese tiefe Traurigkeit und Wut aber ich kann gerade nicht weinen obwohl der Zeitpunkt gerade günstig wäre da ich alleine bin. Draußen regnet es, die Regentropfen prasseln überall dagegen wo es nur möglich ist, wobei ich eher sage, es regnet nicht, sondern der Himmel weint! Liebe Grüße, Filou
Liebe Filou, gut, dass Du schreiben kannst und schreibst. Du hast Zeit jetzt. Wie gut!! Ich kann mir auch gerade nochmal Zeit nehmen ... und mache es gern. Du, mir kamen wirklich die Tränen ... und zwar bei dem Blick zur Tür, die aufgeht – und Du wirst erwartet. Was auch immer ist oder war zwischen Euch – so, wie es jetzt ist, ist es (noch) nicht gut. Und dass Dir der nahe Termin jetzt solche Schmerzen macht und man ganz deutlich spüren kann „das ist nichts für dich“, könnte doch die Hoffnung auf etwas Besseres wecken. Es kann und soll ja nicht sein, dass Liebe immer nur neue Schmerzen macht. Da ist doch jemand, der Dich erwartet – und vielleicht doch Verständnis hat. Ist „er“ denn Deinem früheren Mann eher wieder ähnlich oder gerade anders, weil Du Dich so sehr nach etwas anderem gesehnt hattest? Oder eine Mischung aus beidem? Ist Liebe nicht da, wo man landen kann, wie man ist? Wenn Sehnsucht sein darf und - so wie es eben geht – erfüllt wird? Liebe Filou, ich weiß ja ganz wenig von Dir und Deinem Leben. Es sind markante Eckpunkte, mit denen Du Deine Situation verständlich machst. So bekommt man doch eine Ahnung, was für Dich wirklich wichtig ist. Da gehört unbedingt dazu, Dein kleines Kind zu schützen. Das spürt man deutlich. Und Du selbst sorgst ja schon dafür und hältst Ausschau nach Alternativen und Lösungen (Prüfungen, Wohnung). Es ist nur im Moment ohne Reaktion. Da tut sich nichts von selbst. Liebe Filou, bleib dran! Du kannst Dich auch hier an die Hotline wenden. Vielleicht wenn Du mit dem Regen mit- und ausgeweint hast. Wenn Du wieder durchatmen kannst und das Zugeschnürtsein wieder nachlässt. Oder es hilft Dir wirklich zu schreien ... unter der Bettdecke oder auch ohne Dämmung. Du bist nicht schlecht – Du fühlst Dich jetzt wie in die Enge getrieben, hast aber Gedanken, die darüberhinaus reichen. Bleib´ wirklich nicht allein. Du hast so viel geändert in Deinem Leben und es hat sich so viel zum Guten gewendet. Warum nicht auch in dieser verrückten Lage. Solange doch noch jemand Ausschau nach Dir hält ... Wenn Du geschrieen und geweint hast ... ruf´ doch diese Beratung hier an. Dann bist Du nicht mehr allein. Das stärkt doch so sehr! Von Herzen Layla
Hallo Filou, der Anruf in der Praxis hat dich bestimmt einiges gekostet. Und dir geht es jetzt nicht gut. Das kann ich soo nachempfinden. Und der Himmel weint auch für dich. ( Filou, es ist gut, dass du jetzt frei hast, ich glaub, das brauchst du jetzt wirklich. Mit dem Vater deines kleinen Babys, und dass du gerade jetzt die gemeinsame Bekannte getroffen hast, das ist ja wirklich irgendwie bemerkenswert... Du hast gesagt, die Waage ist gleich geblieben.... Ich weiß jetzt nicht, was alles du auf welche Seite drauflegst. Ich frage mich grundsätzlich, kannst du alles „gleich“ betrachten? Dein Kind, wieviel „wiegt“ es im Vergleich zu den anderen Dingen? Ist es überhaupt mit irgendwas aufzuwiegen? Wenn du so von deinen Kindern berichtest, von deinen Fehlgeburten erzählst und wie es dir damit ging, und wie du dich jetzt hinsetzt und einen Brief an dein Kind schreibst (auch wenn du weißt, dass es den nach der Abtreibung nie wird lesen können) und du gleichzeitig auf eine Antwort von eurem Schulseelsorger hoffst, sind das doch alles Zeichen deines suchenden Herzens und Hoffens. Ja, wie könntest du in diesen Tagen doch nochmal mehr Hoffnung schöpfen? Hast ja geschrieben, es ist nicht nur die Ausbildung, auch das Finanzielle und die enge Wohnung. Das sind mehrere „handfeste“ Dinge, die es zu lösen gilt. Was ja mitunter nicht immer sofort gelingt, aber nach und nach „erarbeitet“ werden kann. Du musst auch nicht alles allein machen. Wo bekommst du dafür Hilfe und Unterstützung? Komm gut durch den Regentag! Die Sonne kommt bestimmt wieder! Herzliche Grüße, Jana
Hallo, liebe Filou! Du schreibst, du konntest gestern nicht (mehr) weinen. Doch du spürst angesichts des Termins übermorgen, wie es dir die Luft abschnürt, dein Bauch sich zusammenzieht, dir schlecht ist und du am ganzen Leib zitterst . Da zeigt dein Körper dir wohl mit allen Mitteln an, wie sehr dir dieser Termin zu schaffen macht. Liebe Filou, sag: Hast du den Eindruck und die Hoffnung, es könnte für dich nach Donnerstag wieder aufwärts gehen? Wenn du dir darüber noch unsicher bist, kannst du den Termin auch noch verschieben – da ist noch Zeit. Die darfst du dir geben, bis du wieder im Einklang bist mit dir selbst und genau weißt, für welches Ziel es sich diesmal zu kämpfen lohnt. Eben lässt bei mir der Regen draußen nach... Fühl´ dich unbekannterweise ganz lieb umarmt von Delphinnase
Guten Morgen ihr Lieben Nun durfte ich den Text nochmal verfassen weil er weg war *schnauf* ein weiterer Tag ist vorbei und die Zeit zieht sich in die Länge und mein Schlafrythmus ist verkorkst, ich bin mehrfach wach geworden und habe die unterschiedlichsten Dinge geträumt, dass ich mit dicken Kugelbauch da sitze und mein kleiner ihn streichelt und im nächsten Traum Träume ich das ich das kleine verliere, kein durchgeführter Abbruch sondern tatsächlich verliere. Man selbst in meinen Träumen herrscht Chaos. Ob "er" tatsächlich auf mich gewartet hat? - ich weiß es nicht, was wenn es nur ein Wunschdenken ist?! Zumindest bin ich gerade am überlegen ihm einen Brief zuschreiben und ihn zukommen zu lassen. Wenn ich den letzten Abend mit ihm Revue passieren lasse und das Treffen mit der Bekanntin am Sonntag könnte man schon meinen das er irgendwie auf mich gewartet hat. Nein, er ist das Gegenteil von meinem Exmann, weder vom aussehen her noch vom Charakter her. Er ist mir sehr ähnlich vom denken her, zumindest waren wir uns immer in gewissen Dingen einig und das war bei meinem Exmann nicht der Fall. Der Kneipenbesitzer (D.) sagte auch immer er und ich seien wie geschaffen füreinander und war überzeugt davon das wir einmal heiraten würden. Ich habe es als Spinnerei abgetan. D. erzählte auch immer wir wären zusammen, was uns sauer machte, aber anstatt dann alles zu beenden ging es trotz allem weiter zwischen uns und wir haben auch kein Geheimnis draus gemacht. Das letzte mal gibt mir gerade auch zu denken. An dem Abend hatte ich den Kneipenbesitzer in den Arm genommen und ihm ein Küsschen auf die Wange gegeben weil ich ihn trösten wollte da er frisch getrennt war, muss dazu sagen das er Homosexurll ist, da sagte D. Zu mir "Schau mal wie er guckt, er ist eifersüchtig auf mich!", ich musste lachen und sagte "das glaube ich nicht, er weiß doch das du Schwul bist!" . Ich sah seinen Blick, dieser war ordentlich aussagekräftig, es war doch ein kleiner Triumph für mich. Er lies mich an dem Abend auch nicht mehr aus den Augen, egal ob beim Tanzen oder Dart spielen, ich hatte zwischendurch zu ihm gemeint das er ja schonmal rüber nach Hause gehen könne, würde dann nachkommen, er verneinte grinsend und sagte das er bleibt und mit mir zusammen geht. Wir gingen nicht gemeinsam, hatte mich zuvor dank der Hilfe von D. zur Hintertür raus geschlichen und ging zu ihm rüber. D. sagte ihm das ich weg bin, "er" ließ alles stehen und liegen und rannte raus. Völlig geknickt kam er an seine Haustür an der ich dann stand, aufeinmal war dann dieses grinsen und dann die Aussage das ich ein verrücktes Miststück sei. In dieser Nacht entstand das kleine Wesen in mir... und er sagte noch zu mir "Du gehörst mir allein", ich habe mir dabei nichts gedacht bei der Aussage, aber JETZT wo ich über alles Nachdenke, überlege ich wirklich ihm einen Brief zuschreiben. Gestern habe ich mich noch zwei weiteren anvertraut, einer Freundin die mir dann eröffnete das Sie selbst solch einen Schritt vor 10 Jahren gewählt hat, aber durch Zwang ihres ehemaligen Lebensgefährten und in der gleichen Praxis gewesen ist wo ich den Termin habe und man hat sie alles andere als "gut" behandelt. Der andere ist ein Klassenkamerad von mir, er ist neben der Ausbildung in der Seelsorge tätig und ist der Verschwiegenheit verpflichtet. Er meinte egal wie die Entscheidung ausfällt, er würde mich begleiten und helfen, er sagte auch "denke nochmal nach, du hast noch Zeit, es gibt bestimmt noch was, was du nicht bedacht hast...", er hat gut reden, im Moment kann ich keinen klaren Gedanken fassen. Ja, eigentlich ist das kein Weg für mich, gerade weil ich weiß was in mir passiert, ich spüre wie alles wachsen tut, mein Körper verändert sich jeden Tag mehr. Ich erwische mich immer wieder dabei wie ich mein kleines Büchlein schützend festhalte bei dem Gedanken was Donnerstag ist, ich ihn streichel und mit dem Blick auf den Kalender weiß ich das ich morgen bei 5+0 bin, die 6. Woche beginnt. ( Liebe Grüße von einer nun nicht mehr so sicheren Filou
Liebe Filou, dieser romantische Abend, von dem du hier erzählst, ist ja höchstes 8 Wochen her.... was ist bloß passiert, dass ihr euch danach nicht mehr getroffen habt? Ist Filou der Spitzname den „er“ dir gegeben hat? Wenn du dein Leben beschreibst hat das so wenig mit einem Filou zu tun, vielleicht ist ja unter deinem Mann und der frühen Verantwortung auch etwas von dem verrückten Filou in dir verschüttet worden, was „er“ ein bisschen auferwecken durfte? Ihr seid beide gebrandmarkt... steckt in eurem Zögern, oder dem momentanen Abstand vielleicht einfach die Angst vor einer neuen Enttäuschung? Ups, ich fang schon wieder an jede Menge Fragen zu stellen, sorry! Was du erzählst macht mich neugierig, aber egal: Ich finde es jedenfalls eine sehr gute Idee, dass du ihm einen Brief schreibst. Wer weiß, wie er reagiert, vielleicht ist das genau das worauf er wartet und worauf du ohne die „Umstände“ nicht gekommen wärst.... Auf jeden Fall hast du noch Zeit und ich will dir auch ganz viel Mut machen, dir diese Zeit zuzugestehen, bis du wieder klare Gedanken fassen kannst. Dieser Brief kann ein nächster Schritt sein. Hast du schon eine Antwort von dem Schulseelsorger; wann könntest du damit rechnen; bei euch sind doch Semester-Ferien oder? Liebe Grüße für heute Linda
Auch von mir guten Abend, Filou! Schon bald gute Nacht ... Du hast also heute früh alles nochmal schreiben müssen! Es fiel Dir vielleicht – außer dem Kraftaufwand – gar nicht so schwer, weil alles obenauf ist und nicht einfach „weg“ wie geschriebene Sätze. Beim zweiten Schreiben vielleicht eher noch klarer und deutlicher. Auf mich wirkt es durchaus so. Für die Abtreibung am Donnerstag steht in Deinem posting eigentlich nichts, was dafür spricht. Da sind viele Unklarheiten um Dich herum, natürlich. Das kann aber ja kaum anders sein in dieser neuen Situation. Ich bin ehrlich erleichtert, dass Du Dich bisschen mehr öffnen kannst und Resonanz von anderen Menschen bekommst. Und mir scheint, jeder räumt Dir Zeit ein und dass es eben doch Möglichkeiten und Gründe gibt, Dein Kind zu behalten und zu beschützen. Das letzte (beschützen) ist doch eigentlich der wichtigste Grund, weil es Deine Wesensart ist, wie in Deinem Traum und auch in Deinen wachen Gefühlen. Und letztlich ist es auch in Deinem Denken begründet - ob er gerade dem Bereich Deines Denkens auch teilt? Weil Du ja von ähnlichem Denken zwisschen Dir und ihm schreibst. Und wie es mit Euch beiden ist, ist gar nicht so abgeschlossen, scheint mir. Dass Du den Rückblick auf Euren letzten guten Abend so detailliert beschreiben kannst. Da frage ich mich, was denn zum Ende geführt haben könnte. Es klingt alles gut! (Will jetzt aber nicht Trauer und Schmerz bei Dir wecken!!) Ein Brief ist daher doch ein guter Gedanke. Du selbst wirst Dir im Schreiben nochmal klarer über Deine Gefühle. Und die Beziehung bekommt vielleicht wirklich noch eine Chance – Du willst ja auch ihn hören. Ein Brief fordert seine Antwort heraus. Hoffentlich hat er auch Dir noch etwas zu sagen. Deine Lage hat natürlich und ausschließlich mit ihm zu tun und geht ihn etwas an. Du hattest zunächst Scheu, es ihm zu sagen. Woher auch immer dieses starke erste Gefühl der Zurückhaltung rührte. Es ist sicher nicht das einzige Gefühl und nicht das entscheidende. Es ist Manches noch unausgesprochen zwischen Euch. Und es kann sich lohnen. Ja, Du, ich glaube, im Moment kannst Du wirklich nicht alleine alles lösen. In anderen Lebenssituationen war es vielleicht so. Da hätte Dich vielleicht jeder Ratgeber aus der gewählten sicheren Spur gebracht. In dieser Situation jetzt brauchst Du mehrere Menschen, nähere und fernere, die das Ihre dazutun. Die einen, die (zwar gut reden haben, aber) zum Nachdenken anregen. Wie Dein Klasskamerad z.B.. Dann Deine Freundin mit ihrer traurigen Erfahrung – sie wird Dir nach ihrer Erfahrung wohl auch eher einen Weg mit Deinem Kind wünschen. Und so kommt eins zum anderen. Mit jeder guten Stimme wächst doch auch Dein Mut und Deine Kraft, und Ideen kommen. Vertrauen ins Leben wächst. Und das willst und brauchst Du doch und willst es auch weitergeben. Das ist Deine Profession. Das passt zu Dir! Und vielleicht liegt das Entscheidende doch in Eurer Liebesgeschichte. Im Vergleich zum ersten Schock vor ein paar Tagen bist Du jedenfalls ruhiger geworden und stärker. Jetzt wäre es super, wenn auch der Schlaf mit der Zeit besser würde und die Träume. Ja, hab´ jetzt eine gute Nacht! Layla
Guten Abend Er hat sich gemeldet, der Seelsorger von der Fachschule. Hier mal die Kopie, habe nur die Namen unkenntlich gemacht, nicht das Sie eines Tages ausgespuckt werden von Google. "Einen lieben Gruß zurück, wie du siehst bin aus dem Urlaub zurück. Erst einmal danke ich dir für deine Mail und das Vertrauen, dass du mir deine Situation so ausführlich geschildert hast. Zu den formalen Dingen erstmal: Ich weiß, dass unsere Schule in der Regel alles, was rechtlich möglich ist auch versucht möglich zu machen. Klar, solange das Kind nicht geboren ist und es deine Gesundheit zulässt, kannst du die Ausbildung fortsetzen, nach der Geburt gilt aber das Arbeitsverbot, sodass du während der Zeit die Prüfung nicht ablegen kannst und darfst, aber mit all diesen Fragen kannst du dich an ****** ******* wenden, der kann dir das genau sagen, was gilt aber er wird dir sicher nichts anderes sagen. Ich kann auch verstehen, dass du die Ausbildung nicht unterbrechen willst oder das Jahr wiederholen, sie ist wirklich nicht einfach. Sicher ist, dass du den Schulplatz aber behältst, solltest du die Ausbildung doch unterbrechen müssen. Ich finde es sehr ehrlich und sympathisch von dir, dass du dir die Entscheidung nicht leicht machst, das spüre ich beim lesen. Ich wünsche dir von Herzen, dass du für dich eine Entscheidung triffst, richtig oder falsch kann man hier ganz sicher nicht sagen, nicht in deiner Situation. Du weißt auch, dass es auf jeden Fall so oder so kein leichter Weg sein wird. Aber ich lese aus deinen Zeilen, dass du eine große Kämpferin bist und auch schon viel erlebt und auch gemeistert hast, das sollte dir auch die Kraft geben, eine Entscheidung, egal welche zu finden und zu ihr zu stehen. Ich kann, auch wenn ich ein Pastoralreferent bin und die Kirche gegen ein Abbruch ist, deine Entscheidung für, wenn du diesen machst, nachvollziehen und stehe dir mit aller macht gerne bei. Ich wünsche dir, dass du, wenn du deine Entscheidung gefunden hast, weißt, wo du Hilfe bekommst. Vielleicht wäre das der wichtigste Gedanke nach der Entscheidung für oder gegen einen Abbruch. Du wirst Unterstützung brauchen, für deinen Psyche, in der Schule, im Alltag… Ich biete dir gerne an, mit mir deine Gedanken zu ordnen, wenn du in diesen Tagen mit mir sprechen willst, oder auch gerne, wenn das Schuljahr begonnen hat. Melde dich einfach, ich bin für dich da! Ich weiß ja nicht, ob du auch religiös bist, aber ich nehme dich/euch gerne mit ins Gebet. Liebe Grüße ******* ****" Nach dieser Email war es erst mal vorbei bei mir, ich musste bitterlich heulen, noch habe ich nicht geantwortet, das konnte ich noch nicht. Ich bin nicht religiös, denn dazu habe ich denke ich einfach zu viel durchgemacht so das ich die Kirche irgendwann in Frage gestellt habe. Nichts desto trotz ist es ganz gut doch auch kirchlichen Beistand (kann man das so sagen?) Zu haben, gerade wenn man weiß wie diese dazu steht. Stell ruhig fragen Linda, es macht nichts. Nein, keine 8 Wochen, wir sahen uns das letzte mal vom 1.7. auf den 2.7. . Das Nicht-Treffen kommt tatsächlich von meiner Seite aus, ich meide es ihn wieder regelmäßiger zu sehen. Wie alles vergangenes Jahr Anfang Dezember begonnen hat, sahen wir uns fast wöchentlich, teilweise gewollt, via Whatsapp abgesprochen oder rein zufällig und total unbeabsichtigt. Selbst in der Neujahrsnacht trafen wir uns und das war tatsächlich ungeplant aber die Freude auf beiden Seiten groß. Oft schrieb er mir zuerst das er mich unbedingt sehen wollte. Dann Ende Februar sahen wir uns nochmal, ich steckte mitten im Unterstufenpraktikum, das schlauchte auch ziemlich. Er schrieb mich immer wieder an wann wir uns Wiedersehen würden, ich habe ihn permanent vertröstet weil ich mir dann auch dachte, bevor das "intensiver" wird, schalte ich einen Gang zurück, immerhin hatten wir uns ja darauf geeinigt nichts festes. Kurz vor dem Ende der Osterferien, bekam ich einen Anruf, zufälligerweise von der Bekanntin die ich am Sonntag traf, spät abends, gegen 12 Uhr, sie fragte mich wie ich zu ihm stehen würde, ich sagte das wir seit ein paar Wochen keinen Kontakt mehr hätten, im nächsten Moment erzählte sie mir das sie ihn gerade mitten in der Kneipe angefahren hätte, wegen mir, Ohje wenn ich nur daran denke muss ich schon wieder grinsen, es war mir im Vorhinein schon unangenehm was sie gemacht hatte, aufjedenfall erzählte sie mir, das er da war, mit einer anderen Frau. Ich würde lügen wenn ich jetzt sagen würde, das mir dies in dem Moment nichts ausgemacht hätte, doch, irgendwas hat es mir ausgemacht. Ich meinte nur zu ihr das er machen kann was er möchte, schließlich sind wir nicht zusammen, sie meinte auch das er wohl nach ihrem Ausreißer dann nicht mehr wirklich Lust auf die Dame hatte. Zwischen ihnen war definitiv mal etwas, denn sie lief mir über den Weg und sie wusste komischerweise genau wer ich bin und suchte das weite. Nun gut, danach dauerte es nochmal bis Mai bis wir uns wieder gesehen hatte, danach schrieb er wieder das er mich gerne wieder sehen möchte, ich schrieb das ich mich bei ihm melde. Tat ich natürlich nicht, denn ich wollte ja nicht das es intensiv wird. Somit waren die Treffen tatsächlich nur noch rein zufällig ohne Absprache. Aber "inteniv" war es denke ich schon, denn seit Januar merkte ich, das es im Bett zwischen uns anders ist, nicht nur rein sexuell, da war aufeinmal mehr, zu viel Gefühl. Irgendwann Schoß mir der Satz heraus ohne darüber nachzudenken "was war das denn jetzt?" und er grinste nur, ohne jegliche Äußerung. Allerdings habe ich mir nichts weiter dabei gedacht, denn wir waren uns ja einig. Tja und nun, nun liegt ein vier Seitenlanger Brief an ihm neben mir, den ich morgen Mittag weg bringen werde, und zwar so das er ihn morgen noch liest, D. weiß es noch nicht aber er wird mir helfen. Ich hoffe nur das bis morgen die Schmerzen weg sind, seit der Email habe ich Unterleibschmerzen, vermutlich wächst das alles gerade. Filou, ja wie kam es dazu, ursprünglich war das in meiner Kindheit und Jugend mein Spitzname, meine Nachbarin aus Kindheitstagen sagte immer "Du hättest ein Bub geben müssen so wie du dich verhältst, wie ein richtiger Laus- und Spitzbub" und nannte mich dann so. Dieses kleine Filou verschwand tatsächlich für einige Zeit, wann sie genau wieder auftauchte, weiß ich nicht. Diese Scheu, oder auch Angst ihm zu sagen was ist, kommt nicht von ungefähr. Ich weiß ich sollte nicht alles was ich erlebt habe auf neue Dinge projizieren oder Situationen miteinander vergleichen, aber das fällt mit in mancherlei Hinsicht dann doch schwer. Bei meinen letzten beiden Jungs war mein Exmann absolut nicht begeistert, bei dem vorletzten verlangte er tatsächlich das ich das Kind abtreibe, ich Tat es nicht, dafür bekam er das halbe Geschirr um die Ohren gepfeffert, beim letzten Kind hat er sich nicht getraut irgendwas zu sagen aber man merkte anhand seiner Reaktion wie er darüber denkt. Dafür hat er dann nach der Geburt los gelegt mit einer Art seelischen Misshandlung, er hatte meine Wochenbettdepression die ich entwickelt hatte ausgenutzt! Das alles sind Erlebnisse, die mich mehr oder weniger gewollt / ungewollt dazu veranlagt haben, eine Mauer um mich zu bauen was eine potenzielle, neue Beziehung angeht, ich gehe automatisch auf Abstand, zumindest kommt mir gerade jetzt in diesem Moment dieser Gedanke. Denn seit meiner Trennung, bis zum heutigen Tag habe ich keinen Mann nur ansatzweise die Chance gegeben, mich genauer kennen zu lernen. Dabei schwirrt mir ein Satz im Kopf, den ich an mein kleines geschrieben hatte im Brief: "Es ist nicht fair ein neues Leben auf diese Welt zu bringen wenn ich noch von den Geistern meines vorigen Lebens verfolgt werde und ich selbst gerade am wachsen bin, ich kann Dich nicht so hier her bringen!" Nun muss ich mich doch mal hinlegen gehen da es mir gerade echt übel wird vor Schmerz. In diesem Sinne, wünsch ich euch eine gute Nacht, liebe Grüße, Filou
Guten Morgen ihr Lieben, kurzes Update, habe eben in der Praxis angerufen, ich habe den Termin erst mal verschoben, um eine ganze Woche. Die Dame am Telefon war auch tatsächlich freundlich, ich bat um Verschiebung da ich noch Bedenkzeit bräuchte. Sie Verstand Es! Puuh, ich zittere wieder. Und immer mehr kommt dieses innerliche Gefühl das ich es nicht kann. Später werde ich hier bei der Hotline anrufen, denn sollte ich tatsächlich mich für dieses kleine Würmchen entscheiden, muss sich einiges ändern, besonders an meiner Wohnsituation. Liebe Grüße, Filou
liebe Filou, ja, gut, dass du in der Praxis angerufen und dir jetzt einfach Zeit und „Luft“ verschafft hast. Ist doch völlig in Ordnung und ein ganz normaler Vorgang, auch für die Praxis. Ich wünsch dir dann erstmal ein gutes Gespräch nachher und ich denk an dich, liebe Grüße dir und viel Kraft, Jana
Regen und Tränen Hey Filou, was für Nachrichten! – Zur Nacht und zum neuen Tag. Tränen sind für uns vielleicht wie Regen für die Natur. „Wir wachsen“, sagt meine Freundin da gerne. Du wächst über Dich hinaus oder mehr noch: Du wächst als die Frau, die Du bist. Es ist ja kein Cut zwischen Deinem alten und neuen Leben – immer bist es Du. Ja, Zuwendung löst solche Tränen und dann ist wieder Kraft da. Der Schulseelsorger stellt Dich gewissermaßen unter eine größere Kraft. Das hat Dich so berührt. Das entlastet auch und löst. Da konntest Du weinen. Mit seiner Antwort hast Du also wieder ein Mosaiksteinchen. Wieder gibt jemand das Seine. Und er gibt Dir, obwohl er ja innerlich gebunden ist, Freiheit zu Deiner ganz eigenen Entscheidung. Das hat Dich vielleicht auch berührt und lässt Dich nun deutlich spüren, wohin es Dich zieht, wofür Du Deine Freiheit nutzen möchtest: Zeit haben. Herausfinden, was möglich ist, damit Du Dein Kind beschützen kannst. Die ganz praktische Aussicht brauchst Du natürlich jetzt, um Dich für Dein Kind entscheiden zu können. Mit ein paar Unwägbarkeiten kannst Du weitergehen. Manches wird sich finden. Aber Manches musst Du jetzt haben und wissen. Ja, kümmere Dich jetzt darum. Diese Woche ist gut, um zu sondieren. Wie gut, dass Du gerade diese Woche frei hast!!! Bin gespannt auf Deinen Abendbericht!! Liebe Grüße von Layla
Liebe Filou, ich hab heute Morgen gleich vor der Arbeit hier nach dir geschaut und deine ausführliche Antwort gelesen. Als ich dir dann schreiben wollte, war die neue Nachricht schon da. Wow, was war das für eine Nacht.... Die Antwort-Mail gestern war ja erst mal sehr ernüchternd. Aber ich versteh’s ehrlich gesagt nicht. In Deutschland gibt es 6 Wo. vor dem errechneten Geburtstermin und 8 Wo. nach der Geburt den sog. Mutterschutz. In der Zeit nach der Geburt gilt gleichzeitig ein generelles Beschäftigungsverbot. Allerdings sind z.B. bei der IHK Prüfungen davon ausgeschlossen! Da heißt es: „An Prüfungen darf die Auszubildende auch während der Beschäftigungsverbotszeiten teilnehmen, wenn sie sich dazu gesundheitlich in der Lage fühlt.“ Das müsste doch für eine Soz.-päd. Ausbildung dann auch möglich sein. Immerhin bewahrst du dir das Recht, das letzte Jahr später nachzuholen. Aber grundsätzlich würde ich die Auskunft, die du da bekommen hast, nochmal auf einer höheren Ebene in Frage stellen! Aber nun zu dem was Du von dir schreibst: Kann es sein, dass du selbst ganz viel durch dein Schreiben „gewinnst“ – dass neue Kräfte wachsen, weil sich Dinge, Gedanken und Gefühle sortieren? Im Schreiben ist dir erst bewusst geworden, dass du nach den schwierigen Jahren diese Mauer um dich aufgebaut hast, die dich vor neuen potentiellen Beziehungen schützen soll. Und weißt du was ich denke? Dein Würmchen hat es geschafft ganz leise diese Mauer zu überwinden und dir damit vielleicht auch neue Erfahrungen zu ermöglichen hm? Du hast deinem Kleinen geschrieben: "Es ist nicht fair ein neues Leben auf diese Welt zu bringen wenn ich noch von den Geistern meines vorigen Lebens verfolgt werde und ich selbst gerade am wachsen bin, ich kann Dich nicht so hier her bringen!" Ich würd dir am liebsten in seinem Namen antworten: „Hey Mami, ich helfe dir die Geister aus deinem vorigen Leben abzuhängen. Lass mich doch zusammen mit dir wachsen.“ Mit deinen Entscheidungen heute morgen gehst du die nächsten Schritte. Ist das die Qualität des Filou in dir? Wie schön, dass sie wieder aufgetaucht ist irgendwann auf deinem abenteuerlichen Weg! Ich bin gespannt was dieser Tag dir Neues bringt und wünsch dir, dass deine inneren Kräfte weiter wachsen und du echte Perspektive gewinnst! Du erzählst wieder ja? Linda
Liebe Filou, bevor ich jetzt ins Bett gehe setz ich mich in Gedanken grad nochmal zu dir. Vielleicht schlafen deine Jungs schon und du lässt den Tag noch ausklingen... Emotional hast du mit Sicherheit heute wieder ganz Großes geleistet. Ich wünsch dir, dass es dir gelingt jetzt loszulassen. Schlaf gut, bis morgen! Linda
Liebe Filou, Gäste sind gerade gegangen und ich bin noch nicht wirklich "runtergefahren". Du hoffentlich schon!! Ich wünsche Dir eine gute Nacht - auch wenn Du es (wieder mal ) erst morgen lesen solltest. War es wieder ein intensiver Tag heute? Vielleicht schon eine Reaktion von dem geheimnisvollen Mann .... Vor so einer Nachricht sitzt man mit viel Herzklopfen. Was hast Du inzwischen erlebt oder in die Hand genommen? Und wie geht es Dir körperlich? Liebe Grüße von Layla
Liebe Filou, wie geht es dir heute? Wenn ich von dir lese, staune ich, wie reflektiert du bist und wie viel Anteilnahme du hier bekommst. Und die hast du ja auch wirklich verdient!! Bist eine warmherzige und mutige Frau, hast dir selbst noch die Tage gegeben, den Termin verschoben und innerlich gut gespürt, dass du Zeit brauchst.....für dich, für deine Gedanken, und vorallem für die Gefühle, welche das kleine Würmchen in dir auslöst.... Wenn du magst, dann schreib gerne wie du weitergekommen bist! Meine allerbesten Grüße - fühl dich ganz lieb umarmt und gut verstanden! Herzlichst Jovana Bei uns hier kommt grad die Sonne durch.
Liebe Filou, es fällt mir gerade schwer die richtigen Worte zu finden. Wie kann ich dir schreiben dass ich so gerne wieder von dir hören würde ohne dich unter Druck zu setzen? Du hast bisher Schritt für Schritt getan was du dir vorgenommen hast und uns hier Anteil gegeben und auf einmal ist „Funkstille“. Was ist passiert? Hat er auf deinen Brief reagiert? Hat dich das eher ermutigt oder eiskalt erwischt und sprachlos gemacht? Und der Anruf bei der Hotline? Konntest du reden? Hattest du noch einmal ein ruhigeres Wochenende oder musstest du einfach funktionieren trotz allem was vielleicht weiter in deinem Kopf schwirrt? Du kennst mich ja schon als die mit den vielen Fragen.... Magst du nochmal antworten? Was brauchst du jetzt? Nachdenkliche Grüße Linda
Hallo Filou, ich habe dir eine private Nachricht geschickt und weiß aber nicht, ob Du das überhaupt gemeldet bekommst. Kennst du die Funktion? Oder Du liest gar nicht mehr hier im Forum? Falls ja, dann kannst Du ja mal im Postfach schauen. In Deinem Thread war ja der Wahnsinns-Wetterwechsel: Vom Dauerregen zur Feuerhitze. Welche Wechsel und Wendungen es wohl für Dich gibt!? Schick`Dir ganz liebe Grüße!! Layla
jetzt hast du die Tage hier nimmer geschrieben. Hoffentlich ein gutes Zeichen!? Du hast ja vorher immer wieder erzählt. Vielleicht hast du aber schlicht und einfach grad keine Zeit oder deine Jungs fordern dich (Ferienzeit?) oder dein Brief an den KV hat nochmal einiges angestoßen...oder...? Du kommst klar mit allem!? Du bist dir klar!? Die Woche „Aufschub“, die du dir genommen hast, ist ja jetzt fast um und du hast nun sicher deine „Wahl“ getroffen (soweit man von einer Wahl sprechen kann). Vielleicht hast du ja nochmal Infos und Möglichkeiten bekommen, wie es mit deinem kleinen Baby gehen kann, auch hinsichtlich der Wohnung und so. Ich hoffe es – einfach, damit du dich wirklich frei entscheiden kannst ohne von irgendwas eingeengt und getrieben zu sein. Wie hast du’s denn jetzt vor? Und wie geht es dir? Ich glaub, hier würden alle gern wieder von dir hören, haben schon einige nach dir gefragt. Wie auch immer, ich wünsch dir GUTES und schick einen lieben Gruß an dich, Jana