Liebe Community,
ich benötige dringend Rat und Erfahrungen!
Ich (39) bin gerade eigentlich geplant schwanger mit Nummer 3. Zuvor habe ich Jahre damit verbracht die Vor- und Nachteile abzuwägen und irgendwann sind wir zum Schluss gekommen wir versuchen es nochmal. Wirklich sicher, war ich mir glaube ich nie.
Was soll ich sagen? Es hat beim ersten Versuch sofort geklappt. Seitdem ich allerdings ahne (und inzwischen auch bestätigt weiß), dass ich schwanger bin, habe ich täglich Panikattacken, Ängste und ein großes Ablehnungsgefühl gegen diese Schwangerschaft. All meine Vorstellungen, die zuvor den Wunsch ausgelöst haben, sind wie verschwunden und ich kann sie mir nicht mehr zurückholen.
Finanziell spricht nichts gegen die Schwangerschaft. Mein Mann unterstützt mich bei allen Entscheidungen.
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll?
Ich hatte schon bei den beiden vorherigen Schwangerschaften kurze Panikattacken und auch Gedanken an „zu früh“, „eher doch nicht“, die dann aber schnell wieder verlogen sind und dann doch zu Vorfreude geführt haben. Aber jetzt sieht es anders aus, die Gedanken, die Ablehnung, bleiben, keine positiven Gefühle oder Freude, wirklich null.
Ich bin in der 6. Woche und habe noch etwas Zeit, mit Ärzten habe ich schon gesprochen und mit einer Beratungsstelle habe ich morgen ein Gespräch.
Ich habe nicht Angst, einen Abbruch zu bereuen, dass ich dann doch ein drittes Kind wollte, eher die Frage, was wäre gewesen wenn, was wäre es geworden etc.?
Danke für eure Antworten und Reaktionen.
Hallo liebe Tilda, gut, dass du hier schreibst, wenn es dich so plagt. Du bist eine erfahrene Mami von zwei Kindern und plötzlich bist du so unsicher. Ja. in den ersten Wochen der Schwangerschaft wird manches „außer Kraft gesetzt“, was uns sonst gegeben ist. Wenn du es von den beiden ersten Kindern schon kennst, darfst du jetzt seeehr geduldig mit dir sein. Vielleicht bist du überhaupt ein besonders bedachter Mensch, der die Dinge tief durchdenkt. Das ist gut und ok so. Manchmal steht man sich mit dem, was einem gegeben ist, schier im Weg, kennst du es auch so? Das Wissen darum hilft da schon etwas, finde ich. Man ist dann hellhörig auf solche Signale und kann versuchen, sich drauf einzustellen und die Gedanken zu lenken.
Jetzt in den ersten Schwangerschaftswochen bist du dazu voll in der hormonellen Umstellung. Da arbeitet es sowieso im Körper und halt auch in der Seele ❤️ Mit den Wochen lichtet sich dieser Nebel meist. Nach meiner Erfahrung darf man sich da Gutes tun oder tun lassen 🤗 Kannst du es dem Papa so wissen lassen und ihm auch sagen, was das im Moment für dich ist? Je nachdem, wie alt eure Kinder sind, ihr habt jedenfalls miteinander Eltern-Erfahrung gesammelt. Jetzt bei Nummer Drei erlebt ihr es wieder neu. Mein Rat - redet miteinander - und weil man es zu leicht vergisst - kramt in euren Erinnerungen, Familienurlauben - was schön war und euch gelungen ist.
Hilft es dir so ein bisschen? Schreib gern wieder 🫶