Menü

Schwanger zum unpassenden Zeitpunkt

Zurück

Ungewollt schwanger mit 20 in der 7.SSW: Bitte um Hilfe !!

Ungewollt schwanger mit 20 in der 7.SSW: Bitte um Hilfe !!
Hallo Leute .. ich habe mich grade hier angemeldet weil ich einfach nicht weiter weiß.. ich bin in der 7woche schwanger .. zu mir ich bin 20 Jahre alt und bin grade dabei meinen Schulabschluss nach zu holen mit meinem Freund bin ich 1 Jahr und 6 Monate zsm ich bin von einer Beziehung in die andere gesprungen und dachte eig immer das ich nicht schwanger werden kann weil es nie geklappt hat nun ist es doch passiert und ich weis einfach nicht mehr weiter soll ich es behalten oder nicht ? Ich weis ja nicht mal ob ich mit meinem Freund zsm Bleiben möchte und alleinerziehend möchte ich auch nicht sein .. zudem besteht noch ein Problem mit meinen Eltern da ich muslimin bin und mein Freund deutscher .. ich habe mit meinem Freund darüber gesprochen und er hat sich total gefreut Papa zu werden ich habe ihm nun auch gesagt das ich nicht weis ob ich es behalten möchte .. er ist sehr traurig darüber ich hätte mir gewünscht das er hinter mir steht das tut er aber nicht ich weis einfach nicht mehr weiter ich habe Angst eine Abtreibung zu bereuen da ich schon seid 1 Jahr an Depressionen leide habe ich auch Angst das diese sich verschlimmern ..
10 Antworten
Hallo Melli, das sind eine Menge Gedanken und Entscheidungen, die einhergehen mit dieser überraschenden Schwangerschaft. Als ich Deinen Beitrag gelesen habe, dachte ich spontan "die junge Frau muss erst noch selbst im Leben ankommen". Du beschreibst Probleme, die mit einem Kind einhergehen würden - aber nichts, das auch ein Gewinn wäre. Daher gehe ich davon aus, dass Deine bewusste Problematisierung ein Weg ist, einer intuitive Ablehnung einer Mutterschaft zum jetzigen Zeitpunkt irgendwie Worte zu geben. Ich denke, Dein Freund reagiert gut, wenn er das Kind annehmen möchte und er darf auch traurig sein, wenn Du Dich dagegen entscheidest. Nur Du weist, ob er nur für einen emotionalen Moment sagt "ich freu mich auf unser Kind", oder ob er auch die nächsten 20 Jahre zuverlässig für dieses Kind da sein würde - selbst wenn eure Partnerschaft vielleicht auseinandergeht auf dem langen Weg durchs Leben. Das Gleiche musst Du Dich fragen. Die Probleme des Moments sind allesamt lösbar (Familie, Schule, Depression ...), denn da gibt es Hlfestellungen - wenn genügend Liebe und Freude für das Kind da sind. Sonst werden es schwere Hinderungen. Denkst DU über DICH selbst, dass Du in den nächsten Monaten einen Riesensprung in Richtung Verantwortung und Füreinenmenschendasein machen kannst? Das ist die zentrale Frage. Möchtest Du Dein Leben mit einem Kind an deiner Seite gestalten? Kannst Du das, ohne Deine eigenen Ziele (Schule, Berufsausbildung) aus dem Auge zu verlieren? Wer ist - abgesehen vom Kindsvater - Deine Unterstützung dabei? (Deine Eltern?) Vielleicht schreibst Du Dir einfach mal auf, wie eine übliche Woche aussehen würde in einem Jahr. Was wäre der Tagesablauf. Ist der machbar? Fühlst Du Dich wohl in dieser Vorstellung? Kannst Du dabei innerlich stolz auf Dich sein, eine kleine Familie zu wuppen plus Schule / Ausbildung? Fühlst Du dich gut aufgehoben dabei mit Deinem Freund und Deiner Familie? Oder ist es schon in der Vorstellung eine zu große Belastung? In Deinem Inneren weißt Du die Antwort bereits, Du musst Dir die Für und Wider eines Kindes bewusst machen und nachspüren, dann hast Du bald Gewissheit. Und es ist nicht schlimm, einen Termin zur Beratung und dann auch für einen Abbruch auszumachen, selbst wenn Du Dich dann gegen einen Abbruch und für das Kind entscheidest. Es ist nichts schlimmer, als sich zeitlich unter Druck zu fühlen. Dem Druck kannst Du vorsorgen und Dich dann - mit all dem Formalen - einfach mal zum Nachfühlen zurückziehen. Entscheidungen, die Du in Ruhe triffst sind bessere, als welche, die Du unter Druck und Zeitenge triffst. Alles Gute für diese Entscheidung Sentio
Liebe Melli, gut, dass du nicht alleine bleibst und hier schreibst. Das muss ein großer Schrecken für dich gewesen sein, als du davon erfahren hast... mitten in deine Pläne hinein... Wie lange weißt du denn schon, dass du schwanger bist? Warst du schon beim Frauenarzt? Es muss schwer für dich sein, wenn deine Eltern nichts davon erfahren dürfen. Kannst du es vor ihnen verbergen? Wie geht es dir körperlich mit so typischen Begleiterscheinungen der ersten Schwangerschaftsmonate wie Übelkeit und Müdigkeit? Du bist nicht alleine mit solchen Ängsten und Fragen und ich glaube, ganz wichtig ist, dass du dir auf jeden Fall Zeit lässt. Gründlich bedenkst, wie du zu einer guten Entscheidung kommen kannst. Toll, dass du deinen Schulabschluss nachholen kannst. Das gibt dir eine gute Basis für eine Berufsausbildung. Wann wirst du fertig sein? Wissen deine Eltern, dass du einen Freund hast? Das muss schwer für dich auszuhalten sein, so zwischen den beiden Seiten zu stehen Dein Freund ist bisher der einzige, der überhaupt von der Schwangerschaft weiß? Und er hat sich gleich so gefreut... er muss dich sehr lieb haben und es ernst mit dir meinen. Ich kann mir vorstellen, dass dir das momentan noch alles ein bisschen zu groß ist und dich einfach überfordert. Was ist denn grade deine größte Sorge? Was hättest du gerne am ehesten geklärt? Du brauchst jetzt keine schnelle Entscheidung zu treffen - darfst eines nach dem anderen durchdenken. Am besten nicht alleine Hab' mit und trotz allem einen guten Abend und schreib' wieder. Liebe Grüße!
Hallo Danke für die schnelle antwort .. das ich schwanger bin weiß ich jz schon knapp 1 Woche und beim Frauenarzt war ich auch schon .. ich weis einfach nicht ob ich bereit für ein Kind bin ob ich wirklich mein ganzes Leben umstellen möchte ich habe meine große Schwester schon eingeweiht da sie das alles auch schon durch hat und nun mit 22 gleich 2 gesunde Kinder zur Welt gebracht hat nur leider sehe ich auch sehr oft wie überfordert sie mit dem ganzen ist .. was meinem Freund und meine familie angeht alle wissen das wir zsm sind außer Papa und ich glaube er wird sauer und doch zugleich traurig sein. Ich weis einfach nicht wo mir der Kopf steht heute hatte ich Streit mit meinem Freund weil ich drüber nach denke das kind nicht zu behalten er ist einfach sehr enttäuscht und denkt das ich ihn nicht liebe .. da ich wegen meinen Depressionen ihm sehr wenig /fast garkeine liebe zeigen kann versteh ich ihn auch ich habe einfach keinen mit dem ich darüber reden kann meine Schwester sagt jedes Mal ich soll nicht abtreiben es sei nicht gut ihr Mann sagt das selbe und mein Freund ist sauer ich werde mich Aufjedenfall beraten lassen .. ich möchte meinem Kind später was bieten können Ich habe in meinem Leben sehr viele Fehler gemacht und ich will nicht das mein Kind sich nach mir richtet und später genau so wird .. ohne Abschluss oder Ausbildung aber ich glaube keiner versteht mich und ich hab das Gefühl ich steh ganz alleine da ich habe einfach Angst das falsche zu tun ..
Liebe Melli, ich bin gerade auf dein Posting gestoßen. Da kommt ja einiges zusammen bei dir. Du scheinst gerade einen richtigen Sprung in deiner persönlichen Reife zu machen - siehe Schulabschluss, Verantwortung übernehmen ... Dazu die Depression (bist du in Behandlung?). Da kann man auf den ersten Blick echt kein Kind brauchen. Das dich dieses kleine Menschlein, dass da anklopft, völlig in Panik versetzt, kann ich verstehen. Das passt jetzt gar nicht. - Aber du schreibst auch Positives; Dein Freund steht zu dir, und zu dem Kleinen. Du hast eine Schwester, der du vertraust, die selbst gerade (keine ganz leichten Erfahrungen) mit kleinen Kindern macht (sind es Zwillinge? Das ist natürlich eine echte Herausforderung, da kann man an Grenzen stoßen. Aber nur, wenn man an Grenzen stößt, kann man erfahren, dass man sie überwindet. Und ich denke, deine Schwester erlebt auch das andere ... Die Freude im Mama-Herz, wenn so ein kleines Mäuschen zufrieden vor sich hin gluckst, wenn es lächelt, wenn es einfach nur ganz ruhig schlägt ... Ich denke, Kinder, Familie haben immer diese 2 Seiten. Das ist einfach so; einfach, weil ich ganz und für immer Verantwortung übernehme, die ich nicht so einfach abgeben kann. In Familie gehören "Wir" zusammen, egal, was kommt.) Was würden denn deine Eltern zu einem weiteren Enkelkind sagen? Wie stehen sie denn zu den Kindern deiner Schwester? Wie ist es denn mit deinem Schulabschluss? Den haben auch schon andere Mamas geschafft. Es wird nicht leicht, aber es ist machbar. Und was meinst du wohl, wie stolz dein Kind auf dich sein wird, wenn es später erfährt, dass du dran geblieben bist, trotzdem, oder weil du für dein Kind etwas erreichen wolltest. Liebe Melli, nach außen spricht alles gegen ein Kind. Aber wie sieht es in dir aus? Es bietet vielleicht auch eine echte Chance für dich, weiter voranzugehen in deiner persönlichen Entwicklung. Die aktuellen Herausforderungn bei solchen Entwicklungen, kann man sich in den meisten Fällen nicht raussuchen. Die kommen einfach so und man erkennt meistens erst viele Jahre später, wofür es gut war. Weißt du, dieser kleine Mensch ist schon in dir. Er ist da. diese Herausforderung und ihre Bewältigung steht, egal, wie du dich entscheidest. Du wirst hinterher nicht die Melli sein, die du jetzt bist. Es wird in dir, mit dir, in deiner Umgebung etwas passieren. Mit oder ohne dieses Kind. Versuche doch einmal dein Leben mit Kind durchzuspielen. Was müsste wie möglich sein, dass du es annehmen kannst? Welche Hilfen bräuchtest du? Tagesmutter, Oma, Opa ... Oder sagst du, ich traue es mir (noch) nicht zu und gebe mein Kind in Pflege, kann es aber sehen, erleben, wie es wächst ... Sicher nicht leicht, aber es darf leben, groß werden ... - Und weißt du, du hättest hier nicht geschrieben, wenn da nicht in dir so Fragen, Unsicherheiten wären. Liebe Melli, ich hoffe, du kannst schlafen. Lass dir Zeit mit der Entscheidung, sprich alles an und durch, immer, immer wieder. Vielleicht tun sich Türen auf, die du bisher nicht gesehen hast. Wenn du jemanden sprechen möchtest, der die Sache eher von außen sieht, der auch konkret Ahnung hat, welche Hilfen für dich möglich wären, kannst du hier auch bei der Hotline anrufen. Viele Herzens-Grüße Vici
Hallo vici , nein stationer bin ich nicht zum Glück so schlimm ist es nicht ich nehme zurzeit pflanzliche Tabletten .. nein meine Schwester hat keine Zwillinge 2 süße Jungs 4 und 2 Jahre alt meine Eltern waren damals geschockt da meine Schwester sich ihren Freund auch selbst ausgesucht hat und eine lange Zeit nicht mehr zuhause war aber jz ist alles gut und meine Eltern lieben die kleinen .. ich weis eigentlich das ich es schaffen kann wenn ich will ich glaube ich habe einfach Angst vor dem was kommt vor der Reaktion meiner Eltern , ob ich und mein Freund zsm bleiben und und und .. wenn ich das Kind behalte würde ich es aufkeinen fall in eine Pflegefamilie geben das würde ich garnicht übers Herz bringen ich bin mir einfach so unsicher.. ich hatte mit 14 meine erste richtige Beziehung 3 Jahre lang und ich bin nicht schwanger geworden von dieser Beziehung bin ich in die nächste gesprungen die leider nur 9 Monate hielt .. von dort stammen auch meine Depressionen .. was echt traurig ist nun 1jahr und 6 Monate mit meinem jetzigen Freund und plötzlich werde ich schwanger ich dachte knapp 6 jahre das ich garnicht schwanger werden kann was mich auch echt mit genommen hat und worüber ich echt traurig war und nun hat’s doch geklappt und ich denke drüber nach es abzutreiben ? Ich versteh die Welt nicht mehr
Liebe Melli, danke, dass du wieder geschrieben hast. Ich denke ja oft, dass das Entstehen einer Schwangerschaft fast ein Sechser im Lotto ist. So einfach ist das gar nicht. Da müssen schon viele Faktoren genau zusammen passen. Und viele Paare warten sehnsüchtig und versuchen alles ... Aber ich glaube, wir müssen in unserer planbaren Welt ab und zu mit Unvorhergesehenem rechnen und manches ist und bleibt ein (Überraschungs-)Geschenk. Meine liebe Melli, mit 14 einen festen Freund für 3 Jahre. Das ist sehr früh. In der Zeit wünsche ich eigentlich jedem Mädchen, zu lachen, albern zu sein, mit Freundinnen abzuhängen ... Eben "Mädchensachen" zu machen. Hattest du dafür "neben" der Beziehung Zeit, hattest du die Freiheit? Und dann gleich in die nächste Beziehung ... Das geht nicht spurlos vorbei, glaube ich. Und jetzt schwanger ...?!? Das ist echt nicht leicht. Bei dem, was du schreibst, habe ich aber den Eindruck, dass du dich mit dem Gedanken an ein Kind schon anfreunden könntest. Und nachdem, was du schreibst, würden deine Eltern dieses kleine Knuddelchen in ihr Großeltern-Herz schließen und nie wieder rauslassen. Das es zuerst ein Schock sein wird, wäre, kann ich verstehen, ... aber sie werden zu dir stehen. Das schließe ich aus dem, was du schreibst. Liebe Melli, versuche doch mal für dich aufzuschreiben, welche Hilfen du bräuchtest, wo für dich fragen sind, was geklärt werden müsste (Wann würdest du denn deinen Abschluss machen???). Vielleicht hilft dir das, manches zu klären. Vielleicht kann dieses kleine Mäuschen für dich die Hilfe sein, (vielleicht) erlittene Verletzungen heilen zu lassen, weil du selbst entscheidest, die Verantwortung übernimmst, für dein Leben und das deines Kindes. Ich vermute, dass du das mit 14 noch nicht so konntest. Aus meiner Erfahrung sind Mädchen da oft sehr leicht bereit, alles für einen Mann/Jungen aufzugeben, sich selbst dabei aufzugeben ... Und dann gibt es tiefe Verletzungen, wenn diese Beziehung zerbricht. - Dieser Weg mit Kind, wird sicher nicht leicht. Und du kannst nicht nach einem halben Jahr sagen "jetzt gebe ich es wieder zurück". Aber du machst mir nicht den Eindruck, als würdest du so schnell aufgeben. Und mit 20 ist eine Frau alt genug für ein Kind. Keine Sorge. "Luft nach oben" ist immer, aber man wächst an seinen Aufgaben. Und auch du wirst nach und nach innerlich wachsen, Probleme kennen lernen, die du nie für möglich gehalten hättest, für die du dann aber doch Lösungen findest, du wirst Liebe erfahren, von der du nicht dachtest, dass es sie gibt (vielleicht deine Eltern etwas mehr verstehen lernen) ... Und bis das Kind da ist, hast du noch ein paar Monate Zeit, um dich darauf einzustellen. Das hat die Natur gut eingerichtet. Liebe Melli, lass dir Zeit für eine Entscheidung. Ich denke an dich. Vici
Liebe Melli, wie geht es dir inzwischen? Hast du jemanden zum Reden gefunden? Manchmal muss man Sachen immer und immer wieder erzählen, alle Argumente benennen, um dann die richtige Abfahrt aus dem Gedankenkarussell zu finden und eine Entscheidung zu treffen. Ich denk an dich. Schreib gern wieder, wenn du magst. Herzlichen Gruß Vici
Hallo vici es geht mir den Umständen entsprechend mir ist den ganzen Tag schlecht und ab und zu habe ich Bauch schmerzen .. ich habe inzwischen mit meiner Mutter geredet sie wusste erst nicht was sie dazu sagen sollte und war doch sehr traurig weil sie auch möchte das ich ersteinmal was in meinem Leben erreiche bevor ich Kinder auf die Welt setzte sie hat gesagt es sei meine endscheidung und sie würde hinter mir stehen das hat mich sehr glücklich gemacht .. nur leider musste ich mir gestern von meiner Schwester und ihrem Mann Sachen anhören ..wie ,,du tötest ein Kind oder du wirst niewieder Kinder danach bekommen und ich werde dir das immer wieder sagen sowas tut echt weh das von meiner Schwester zu hören ich habe ihnen erzählt das ich erstmal mein Abschluss machen möchte und deswegen nicht weis ob ich es behalte da ich noch nichts im Leben erreicht habe worauf ich stolz sein könnte darauf hin kam von ihnen nur das ich nie was erreichen werde ..ich versuche das alles zu ignorieren und werde mir heute einen beratungstermin machen .. Ich bin froh das ich hier alles raus lassen bzw erzählen kann es tut gut mal andere Meinungen zu lesen die mir vielleicht weiter helfen könnten lg
Liebe Melli, das klingt ja erstmal nicht so sehr gut. Doch du konntest mit deiner Mutter sprechen. Das sie nicht begeistert war, ist, denke ich nicht so erstaunlich, oder? Aber sie steht hinter dir. Das ist doch schon mal gut. Und deine Schwester? - Ich denke, diese "Argumente" helfen dir erstmal nicht weiter, oder? - Du gehst dann erstmal zur Beratung, das ist gut. Schreibe dir doch vorher auf, welche Fragen du hast, was dich am meisten bedrückt, wo du die größten Sorgen hast. Das könnte helfen, nichts zu vergessen. Ich wünsche dir dort jemanden, der ein Herz für dich und deine Sorgen hat. Bei dem, was du schreibst, springt mir immer wieder ins Auge: "ich möchte etwas erreichen!" - Kannst du für dich benennen, was das ist? Was möchtest du "erreichen"? Klar, ein Kind ist kein "Statussymbol", gehört nicht in die Rubrik "Mein Auto, meine Villa, meine Familie". Aber könnte nicht dieser Zwerg die Motivation für dich sein, dieses "wofür" in deinem Leben. Schulabschluss, Ausbildung ... mit Kind ganz bestimmt kein Zuckerschlecken. Aber es ist möglich. Und es ist eine positives "Wofür", nämlich für uns, dich und mich. Und nicht dieses trotzige "wofür": ich zeig euch, dass ich es kann. Verstehst du, wie ich das meine? so ein Zwerg kann bei allem, was er fordert, auch ganz viel Kraft geben. Frage doch mal bei der Beratung, wie es mit Schulabschluss, Ausbildung mit Kind gehen könnte, welche Möglichkeiten es gäbe ... Liebe Melli, uns wie ist es mit deinem Freund? Bleibt er im "Boot"? Dann wäre da doch noch jemand, der dir ab und zu den Rücken freihalten kann, dann könntet ihr es zu zweit schaffen, euch etwas schaffen. Mit und für "Zwerg oder Zwergeline"! Schreib gern wieder. Vici
Hallo liebe Melli, Dich macht glücklich, wenn jemand hinter Dir steht. Deine Mama tut das: sie unterstützt Dich darin, dass Du (erst) im Leben etwas erreichen möchtest. Dein Freund hat sich über die Nachricht gefreut - und Du warst traurig, weil Du das Gefühl hast, er steht nicht hinter Dir, wenn Du abtreibst. Ganz anders ist es mit Deiner Schwester und ihrem Mann. Sie gehen ihren eigenen Weg, sind einerseits glücklich damit, aber für Deine Schwester ist es auch viel und daher schwer mit zwei kleinen (süßen!) Buben. Die beiden sind wohl einfach fassungslos, wenn sie das von Dir hören, und könnten sich ihre Kinder nicht wegdenken. Mach´ Dir daraus jetzt nicht allzu viel. Wer weiß, vielleicht hatten sie sich auch mit dem Gedanken befasst. Ist jedenfalls ihre Geschichte und Deine ist anders. Bei der Wahl, die Deine Schwester mit ihrem Mann getroffen hat, waren Deine Eltern auch erst geschockt. Also, das "erst" ist das eine und das, was dann kommt, nochmal anders. Auch das, was aus Dir und Deinem Leben "erst" wird. Was sind denn Deine Ziele? Und die Deines Freundes? Ich finde es klingt schon nach Stabilität zwischen Euch nach mehr als einem Jahr. Ein Unterschied zur letzten Beziehung auf jeden Fall. Freude bei ihm über Deine Schwangerschaft - das ist für eine Beziehung auf jeden Fall mal ein gutes Zeichen. Ob er aber so sieht und versteht, was Dich dabei bewegt!? Das fehlt Dir vielleicht, oder? Dass er nicht sieht, wovor Du Angst hast und was Dich so unsicher macht. ( Darf ich Dich noch etwas fragen zu den Depressionen? Du sagst, sie stammen aus der letzte Beziehung. Kannst Du das so klar erkennen? Dann ist es ja gut, dass diese Beziehung keinen Bestand hatte und der Depression der Grund entzogen ist. Da sehe ich also auch eher eine positive Richtung in Deinem Leben. Eine Verbesserung. Seither hast Du Dich ja auch weiter vorgearbeitet und bist kurz vor Deinem Schulabschluss. Mit diesem Sommer wahrscheinlich. Dass durch die Depressionen noch so eine Grundtraurigkeit in Deinem Leben besteht - das würde ich schon einkalkulieren in der jetzigen Frage. Und zwar so: Die Depression könnte Dich täuschen. Nämlich darüber täuschen, dass ein Kind Lebendigkeit bringt. Auch in Dein Leben hinein. Dass Du also aufgrund der Depressionen weniger Mut hast, aber nicht von Grund auf zu wenig Kraft hast für das Kind. Die Verantwortung für ein Kind fordert natürlich! Und Du müsstest Deine Ziele nochmal anders planen. Aber insgesamt würdest Du die Erfahrung machen, dass Du etwas kannst. Ja, etwas "hervorbringst". Deine Selbstachtung würde quasi "mitgeliefert". Umgekehrt, wenn Du abtreibst, käme eher - auch wenn Du überzeugt gegen das Kind wärst - wieder etwas Trauriges in Dein Leben hinein. Etwas, was gewesen wäre und nicht ist. Daher finde ich schon, dass es sich für Dich lohnen würde, Dir auch den anderen Weg vorzustellen. Vielleicht magst Du von Deinen Befürchtungen schreiben. So ganz konkret und praktisch: Was Du Dir nicht vorstellen kannst. Die Dinge, wo Du denkst, das geht nicht gut und für Dich wird es nicht gut. Denn da drückt ja doch Einiges. Und unausgesprochen macht es natürlich auch traurig und unterstützt wieder die depressiven Gefühle. Damit kannst Du aber umgehen lernen. Einerseits helfen Medikamente. Und andrerseits ein "trotzdem leben". Nicht der Depression folgen, sondern den eigenen Weg unbeirrt gehen. Und eben mit den traurigen Gefühlen umgehen lernen. Sie sind halt da und Du machst trotzdem, was Du willst. Es wäre zu überlegen, ob Du Dir vorstellen kannst, dass es mit Freund, Kind und Deinen beruflichen Plänen gut werden könnte. Auch zu schauen, ob Du dafür Unterstützung hättest. Und ob Du Dir dann das Kind vorstellen kannst und die Angst, dass aus Deinem Leben nicht so recht was wird, kleiner wird und ein bisschen Freude und Mut oder auch einfach Neugierde aufkommt. Im Moment siehst Du wohl nur: Ausbildung contra Kind? Und dann auch noch, dass Dein Freund enttäuscht ist, falls Du abtreibst. Dann wärst Du auch da noch allein und vollkommen auf das "ich muss was werden" angewiesen. Das macht dann ziemlich Druck, wenn es das einzige in Deinem Leben wäre. Sprich doch nochmal mit Deiner Mutter. Sie versteht Dich und macht Dir sicher in keine Richtung Druck. Sie hält es auch aus, wenn Du durcheinander bist. Ich finde es übrigens großartig, dass sie Dir keine Vorwürfe macht, auch nicht wegen Deinem Freund. - Und schön finde ich bei ihm, dass er so unbekümmert ist. - Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Mutter auch hinter Dir stehen würde und Dich unterstützen würde, wenn du das Kind doch möchtest. Sie freut sich doch auch über die beiden süßen Jungs Deiner Schwester. (Auch wenn Deine Schwester selbst Dir grade gar nicht hilfreich kommt.) - Das waren jetzt viele Gedanken von mir. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass Du vielleicht gerade anders froh und gesund und stark und stabil wirst, als Du im Moment denkst. Und auch in Schwung kommst in punkto "Liebe zeigen". Ein Kind macht es einem leicht. Vielleicht war jetzt was dabei, was Dich weiterbringt? Hab´ einen guten Tag noch! Layla