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Schwanger und er will das Kind nicht

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Ungewollt schwanger Uneinigkeit mit Affäre

Ungewollt schwanger Uneinigkeit mit Affäre
Hallo ihr lieben Leser, seit Wochen versuche ich, alle mit der Nachricht Schwanger zurecht zu kommen. Ich brauche jetzt aber mal jemanden von außen, der draufschaut. Vielleicht kann mir jemand etwas sagen. Ich schäme mich wirklich sehr. Ich bin schwanger von meinem Arbeitskollegen. Seit ein paar Monaten ging es bei uns los, und das ziemlich schnell. Von ein bisschen Flirt zum körperlichen Akt waren wenige Tage. Ich bin alleinerziehend mit Kind (gerade 5) und er verheiratet mit Kind (1). Ich weiss, es dürfte nie passiert sein. Ich habe auch oft das Gespräch gesucht und wollte es beenden. Doch es zog uns immer wieder zueinander hin. Am Ende hatte ich auch viele Gefühle für ihn und er für mich. Was jetzt genau mit der Pille nicht hingehauen hat, ist schwer zu sagen. Jedenfalls war ich gleich im ersten Monat, wo wir uns trafen, schwanger. Ich habe es ihm nach dem Arzttermin gesagt. Er bat um etwas Bedenkzeit. Wir stehen weiterhin in engem Kontakt (ohne uns weiter anzufassen). Er kam zu dem Entschluss, dass er es nicht möchte. Er hat sich geschworen, immer für seine Kinder da zu sein. Und von 2 Müttern könne er das nicht. Außerdem gibt es zu Hause viel zu erklären. Er liebe seine Frau nicht wirklich, aber er will auch nicht aus dem Eheleben mit Kind, Haus und Verwandten raus. Das kann ich verstehen. Er denkt nun, ich möchte, dass er zu mir kommt. Das war auch schon während der Affäre nicht mein Wunsch. So sehr ich ihn mag, einen „warmen Wechsel“ von einem verheirateten Mann möchte ich nicht. Ich könne mir vielleicht eine Entwicklung vorstellen, aber erstmal sollte er seine Ehe betrachten. Nun bin ich aber ungewollt schwanger. Ich habe bereit einmal ein Kind abgetrieben und war damit nicht sehr glücklich. Ich tendiere dazu, es zu behalten und dann muss mein Leben sich eben wieder neuausrichten. Ich kann verstehen, dass es für ihn auch total hart und blöd ist. Trotzdem ist es irgendwie nicht das, was ich hören möchte. Ich hätte gern gehört, wir bekommen das schon irgendwie hin und dass das Kind willkommen ist. Aber was habe ich erwartetß Jetzt ist er jedenfalls ganz hinterher mit zu Unterstützen und mir zuzuhören. Ich denke aber, sobald eine Entscheidung gefallen ist (Abtreibung oder Austragen), ist er dann auch weg. Ich weiss gar nicht, was ich mir jetzt wünsche. Ein paar aufmunternde Worte reichen auch. Danke.
28 Antworten
Hallo, dass aus eurem Flirt eine Schwangerschaft geworden ist - das ist jetzt geschehen. Es tut mir leid, dass es dich so hineingestrudelt hat. Der innere Abstand gelingt dir sogar schon ein bisschen. Mit Überlegen und Abwägen bist du eher alleine - oder hast du Familie in deiner Nähe?! Du stemmst jedenfalls dein Leben als Mami mit deinem Kind schon seit 5 Jahren Und spürst für dich im Herzen auch schon eine Richtung und möchtest es dieses Mal eigentlich behalten. Was bräuchtest du noch, damit du sicherer wirst?! Was hast du schon versucht und was wurde dir schon zugesichert?! Ganz konkret - damit du es dir vorstellen kannst. Zu schaffen ist es jedenfalls mit einer guten Unterstützung. Einen guten Abend dir erstmal und ganz liebe Grüße!
Hallo Sanne, vielen lieben Dank für deine Nachricht. Ja, ich bin in kürzester Zeit in einen riesen Gefühlsstrudel geraten. "Leider" habe ich den Mann auch wirklich sehr lieb gewonnen und ich traue auch darum, dass durch die Schwangerschaft nun ein weiterer Weg (wie auch immer er ausgesehen hätte) undenkbar ist. Trotzdem geht für mich das Kind vor. Selbst mit Abtreibung wäre es wahrscheinlich untragbar. Ich bin mir momentan nicht sicher, ob seine enge Nähe durch die vielen Emails und SMS nun eine Hilfe sind. Er ist wirklich bemüht und möchte mich nicht allein lassen, ich weiss aber, dass er sich eine Abtreibung sehr wünscht. Ich sollte auf Abstand gehen und kann es doch nicht. Das Kind möchte ich gern. Manchmal macht es mir Angst, wenn ich daran denke, mit zwei Kindern alleinerziehend zu sein. Meine Tochter ist in Ihrer Entwicklung auch etwas verlangsamt und somit "besonders". Dadurch, dass ich berufstätig bin (was ich gern bin), ist unser Alltag zwischen Kita und Büro auch recht stressig. Trotzdem kann ich mir ein Kind vorstellen, so abstrakt wie man sich ein Kind vorstellen kann, was noch nicht geboren ist. Aber was wird aus dem Vater? Wie soll da ein Regelung reinkommen? Er müsste es dann seiner Frau beichten, außer, er würde das Kind leugnen. Das geht vielleicht als Baby, aber spätestens als Kleinkind kommen die Fragen. Eine blöde Situation für ihn, es belastet mich auch. Ich möchte niemanden mit seinem Kind unglücklich machen. Ich brauche diese Harmonie leider. Was könnte ich tun? Finanziell würde ich 14 Monate Elterngeld beziehen, da würde ich um die Runden kommen. Eine Beratung bei der Pro Familia würde ich ansteuern, um mir etwas Halt und Mut zu geben. Das Gerede der Kollegen und vom Umfeld mag ich jetzt schon nicht dran denken Danke für das Lesen
Liebe Erdbeerfeld, da hast du in den vergangenen Wochen viel erlebt, bist wirklich "gestrudelt" worden: die Bekanntschaft, die Zuneigung, die Schwangerschaft ... Aber weißt du, was ich beim Lesen dachte: Du hast eine Mitte, bist nicht aus der Bahn geworfen! Ja, es ging und geht hin und her, viele Gedanken und Gefühle erfüllen dich, treiben dich um. Doch du hast eine Stärke, Liebe in dir, die dafür sorgt, dass es dich nicht aus der Bahn wirft/zieht. Und du schaffst so viel: 5 Jahre allein mit einer besonderen Tochter (es ist so liebevoll, wie du es schreibst), Spagat zwischen Kita - Beruf - Familie. Du hast auch schon überlegt, wie es mit einem 2. Kind alleine gehen kann. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das dein Herz eine Entscheidung gefällt hat. - Und du schreibst selbst, dass eine Abtreibung die Beziehung auch nicht retten würde. Dieser kleine Zwerg ist da und lässt sich nicht ungeschehen machen. Liebe Erdbeerfeld, hast du eine Freundin, jemanden aus der Familie, mit der/dem du sprechen könntest? Welche Unterstützung bräuchtest du jetzt? - Vielleicht kannst du mal hier bei der Hotline anrufen. So weit ich gelesen habe, haben die erstmal ein offenes Ohr und können dir sicher auch gute Tipps geben, wo du Hilfe herbekommen könntest, welche Möglichkeiten es gibt. Die sind da fit. So wünsche ich dir jetzt eine gute Nacht (bei der Hitze jetzt nicht selbstverständlich). Vici
Vielen Dank liebe Vici für den Beitrag, a, es hat mich gar nicht so sehr aus der Bahn geworfen. Und ich habe ein schönes, warmes Gefühl im Bauch. Es erscheint so richtig und willkommen. Vor der harten Realität habe ich am meisten Angst. Die Stigmatisierung als alleinerziehende mit 2 Kindern von 2 Männern. Wieder Spagat Beruf - Familie, mit mehr Stress (diesmal kann und will ich nicht 3 Jahre daheim bleiben). Ich würde mir gern das schöne, pure Familienleben aussuchen. Ein Häuschen, in die Tag hineinleben, die Kinder glücklich, frei und ohne Zeit- und Erwartungsdruck. Leider sieht mein Leben so ganz anders aus. Vielleicht ist das eine andere Baustelle in meinem Leben, die hier nicht hergehört. Ich kenne diesen Mann kaum und doch ist es so tief. Es haben sich zwei Menschen gefunden, die sich schon lange austauschen wollten. Mir tut es leid, ihn loszulassen. Ich frage mich, was wäre wenn ich nicht schwanger geworden wäre? Ich weiss, dass die Gedanken falsch sind, aber ich muss sie trotzdem für mich stellen, sonst kommen sie doch immer wieder. Wäre es weitergelaufen? Waren wir zusammengewachsen? Hätten uns ein Kind aus Liebe gewünscht? Oder wäre es im Sande verlaufen? Wie kann ich mit solchen Fragen umgehen? Mit meiner Familie kann ich leider nicht sprechen. Es gibt kaum noch Familie und der Draht ist nicht sehr gut. Sie sind wo wenig empathisch und ich so sehr. Sie werde auch auf die Schwangerschaft mit klassischem Unverständnis reagieren, da bin ich mir sicher leider. Ich habe einen Freund, der zur Seite steht, dass Kind zu behalten. Darüber hinaus können wir uns nicht viel austauschen, da er eher pragmatisch veranlagt ist. Es gibt in der nächsten Stadt eine Stelle des Verband der Alleinerziehenden. Ob die mal kontaktiere? Und / oder die Beratung der Pro Familia? Oder gibt es dort keine guten Rückmeldungen? Danke noch einmal für's Lesen. Kris
Liebe Kris, Du hast heute Nacht noch sehr spät, bzw. heute schon sehr früh (wie man’s nimmt) hier wieder geschrieben. Die ungeplante Schwangerschaft und Problematik mit dem Vater Deines Kindes treibt Dich sehr um..., was ich auch echt verstehen kann, wenn Du jetzt schon einige Wochen mit den unterschiedlichsten Gefühlen und Gedankenszenarien konfrontiert bist. Das ist sicher emotional ganz schön anstrengend gerade für Dich. Fühl dich mal lieb gedrückt . Ehrlich gut, dass Du hierher ins Forum gefunden hast! Ich könnte mir vorstellen, wenn Du niemanden so recht zum darüber-reden hast, dass allein schon das Aufschreiben Deiner Gedanken und Gefühle ein wenig hilft, sie zu sortieren. Kann das sein? Jedenfalls herzlich willkommen hier zum Austausch! Seit wann genau weißt Du denn jetzt von Deiner Schwangerschaft? Du warst auch schon beim Arzt, hab ich gelesen... In der wievielten Woche bist Du inzwischen? Jedenfalls ist Dein Herzens-Gefühl FÜR dieses Kind schon sehr gewachsen, das spürt man wirklich. Und dass Du ein sehr empathischer Mensch bist auch. An Deiner besonderen Empathiefähigkeit (die Deiner Familie wohl leider eher fehlt), hat vielleicht gerade das Zusammenleben mit Deinem „besonderen“ Töchterchen ganz viel dazu beigetragen. Du schreibst so liebevoll von ihr und auch von Deiner Vorstellung einer Zukunft mit Deinen 2 Kindern . Für Deine kleine Tochter wäre ein Geschwisterchen doch bestimmt auch was sehr schönes und vielleicht sogar förderliches, denkst Du nicht auch? Wenn sie nicht nur jemanden zum Spielen bekommt, sondern einfach auch die „Große“ wäre. Ich möchte Dir am liebsten sagen, behalte Dir diesen Traum von Deinem guten Leben mit Deinen 2 Kindern. Es gibt ganz bestimmt Unterstützung, so dass Du ihn realisieren kannst. Weil du Dir überlegt hast, wo Du Dich am besten beraten lassen könntest: ich habe gerade gedacht, wenn Du doch schon hier bei ProFemina gelandet bist, magst Du nicht hier anrufen und die Beratung in Anspruch nehmen? Die Hotline ist ja kostenlos und Du bräuchtest nicht extra einen Termin machen. Die Rückmeldungen von anderen Frauen sind ja alle eindeutig positiv. Ich weiß nicht, hast Du vielleicht schon bei „Erfahrungen mit ProFemina“ bißchen reingelesen? Du hattest ja geschrieben, dass Du gerne hören würdest, dass dieses Kind willkommen ist, (verständlicherweise) am liebsten natürlich vom Vater Deines Kindes. Ich glaube, hier von den Beraterinnen wirst du auf jeden Fall in Deinem Wunsch, dass Dein Kind willkommen ist, einfach sehr bestärkt werden! Und darüber hinaus auch echte Beratung bekommen, wie es jetzt konkret gut weitergehen kann für Dich. eine gute Begleitung durch die Schwangerschaft, einfach mit dem unterstützt wirst, was Du brauchst und Dir wünschst! Ich wünsch Dir, ehrlich, jegliche nur mögliche Unterstützung. Ganz liebe Mutmach-Grüße für heute! Musst Du denn arbeiten? Ich hoffe, es geht, wenn Du Deine Nachtstunden so geopfert hast... Schreib gerne wieder! moni P.S. zu Deinem Nicknamen: magst Du Erdbeeren besonders? ich auch!
Gehörst du zu den Frühaufstehern???? Danke für deine Rückmeldung. - Ja, ich glaube, von dieser heilen Familienwelt: Mama, Papa, Haus und Garten, Kinder, viel Zeit ... träumen die allermeisten. Doch denke ich, dass es das so ideal nie, oder nur sehr selten gibt. Leben, Familienleben hat immer so viele Variablen, das lässt sich selten planen. Die schönsten Momente bekommt man einfach so geschenkt - und dann hat man ewig an etwas geplant, und es geht schief, weil das Kind krank ist, gnatschig, oder als Weihnachtsgeschenk gerade nicht, wie vor 3 Wochen noch, die Barbiepuppe favoriesiert ist, sondern mittlerweile etwas anderes ganz wichtig ... Und weißt du, es hängt nicht davon ab, wieviel "Exklusiv-Zeit" ich mit dem KInd verbringe - wichtig ist es, den Alltag als Familie zusammen zu leben. Und dazu gehört ganz viel gegenseitige Rücksichtnahmen, Liebe, aber auch lernen, dass ich nicht immer im Mittelpunkt stehe, Frustration auszuhalten, schuldig zu werden, Verzeigung erfahren ... Genau das bereitet auf das Leben vor. Das ist nämlich oft auch nciht ideal und läuft einfach so weiter. Ich habe den Eindruck, dass du eine Frau bist, die mit beiden Beinen in der Realität des Lebens steht - und dabei nicht das ideal aus dem Blick verloren hat, Sehnsucht in sich trägt nach mehr, nach schöner ... Das tut oft weh, ist aber gleichzeitig eine große Antriebskraft und gibt Mut, neues in Angriff zu nehmen. Liebe Kris, ich wünsche dir, dass du in der Beratung, bei der Beratung jemanden kennen lernst, der dich im Blick hat, nicht nur die Frage Kind oder nicht, Hilfe da oder dort ... Du bist wichtig, in deiner ganz speziellen Situtaion, mit deinen ganz speziellen Fragen. Als du von der "Stigmatisierung" als Mutter von 2 KIndern von 2 Vätern schriebst, erschrak ich sehr, weil mir da wieder bewusst geworden ist, mit welcher Doppelmoral wir oft urteilen und leben. Ist es nicht ehrlicher, dazu zu stehen, diesem Zwerg das Leben zu schenken, das beste draus zu machen, als abzutreiben und keiner merkt was (oft leiden die Frauen nur still in sich hinein). Also, wer da schief guckt oder dumm redet, soll erstmal vor seiner eigenen Türe kehren. Ich wünsche dir viel Mut und Kraft - Liebe spüre ich schon sooooooo viel bei dem, wie du schreibst - Vici
Guten Abend Moni, vielen Dank für deinen Beitrag. Die letzten Tage drehte sich alles weiter um die Schwangerschaft und auch mit dem Vater des ungeborenen Kindes. Dieser ist sehr traurig, weil er mich einerseits sehr lieb hat, andererseits seine Familie nicht verlassen kann und will. Dies stürzt ihn in ein Wechselbad der Gefühle. Er hat mir angeboten, dass er mich mit seinen Gedanken verschont, wenn es mich belastet. Einerseits hätte ich gern Abstand und würde mich gern auf meinen Weg konzentrieren, andererseits hab ich ihn auch so lieb mag seine Nähe. Es ist so schwierig und er hat vorgeschlagen, ob wir zusammen zu einer Beratung gehen möchten. Ich denke, für nächste Woche werde ich vor Ort einen Beratungstermin bei ProFamilia vereinbaren. Es muss ja auch mit ihm ein Weg für die Zukunft gefunden werden. Was mich angeht, möchte ich gern am Montag die Hotline von ProFemina kontakieren und wünsche mir so sehr ein aufbauendes und unterstützendes Gespräch. Momentan bin ich einfach sehr müde und kann doch nachts nicht lange schlafen. Ich bin lange wach und muss morgens früh hoch, damit ich vor der Arbeit den Haushalt und Papierkram erledigen kann. Ich bin berufstätig und alles geht momentan nicht gut von der Hand. Ich würde mir weniger Stress wünschen, zum Glück habe ich in 1 Wochen für 14 Tage Urlaub. Ich danke dir für's Zuhören / Lesen. Hab eine gute Nacht.
Liebe Vici, vielen Dank für deine Worte und die Mühe zu antworten. Du hast sehr viel Wahres über die Familie gesagt. Jeder bastelt sich halt seine eigene. Die Stigmatisierung alleinerziehender ist echt nicht schön. Oft gibt es nur eine "Berechtigung", wenn Frau sich von einem vielleicht gewalttätigen Mann getrennt hat? Selbst dann würde es heissen, warum hat sie ihn sich erst ausgesucht. Alleinerziehend zu sein wird immer als Mangel angesehen, der mit einem Mann behoben werden kann. So schade. Denn es gibt auch schöne Seiten am alleinerziehend sein. Selbst zu entscheiden können, sich nach den Kindern ausrichten...das geht recht einfach. Mir fällt heute nicht viel ein. Ich habe das Gefühl, die Hormone vernebeln seit Wochen mein Denken. Ich bin heute in der SSW8, als vor 6 Wochen hat die Befruchtung stattgefunden. Hab einen schönen Tag. LG, Kris
Liebe Kris, Weil mein WE so voll war, habe ich Deine Nachricht eben erst gelesen.... Du hast am Freitag-Abend mir noch geantwortet und während Du im Moment (verständlicherweise) nicht so leicht zur Ruhe findest in der Nacht, hast du mir so lieb eine gute Nacht gewünscht ! Da ist sie wieder, Deine große Empathiefähigkeit - an andere denken können - wenn Du selbst Zuspruch brauchen könntest! Wie ging es Dir denn jetzt über das Wochenende? Gab es vielleicht doch ein wenig die Möglichkeit für Dich etwas zur Ruhe zu kommen und das Gedankenkarussell etwas anzuhalten? Deine kleine Tochter wird Dich auch brauchen am WE, wenn sie zuhause ist und ist vielleicht eine willkommene Ablenkung? Ich hoffe, Du konntest trotz allem auch ein wenig Kraft schöpfen! Gut jedenfalls, dass Du die Aussicht auf Urlaub hast! Ich kann Dir gut nachfühlen, wie hin- und hergerissen Du Dich fühlst . Auf der einen Seite Dein großes Verständnis für ihn und sein Wechselbad der Gefühle (da macht es Dir Deine Empathiefähigkeit vielleicht auch etwas schwer, Dich auf Dich und Dein Innerstes zu konzentrieren, hm?) und weil Du ihn lieb hast und gerne seine Nähe hättest (klar, diese Gefühle sind ja jetzt nicht einfach weg). Und auf der anderen Seite spürst Du ganz deutlich, dass Du Abstand bräuchtest, um Dich auf Dich konzentrieren zu können, weil Du letztlich nur in Dir selbst Klarheit finden kannst, welcher Weg für Dich richtig ist. Ich bewundere, wie Du das so klar formulieren konntest und auch wie Du die nächsten Schritte geplant hast. Jetzt hoffe ich einfach sehr für Dich, dass es klappt, dass Du heute die Hotline hier kontaktieren kannst. Geht es denn von Deiner Arbeitszeit her, dass du anrufen kannst und die Ruhe hast für ein Gespräch? Ja, lass Dich aufbauen und ermutigen, liebe Kris! Alles Liebe und einen Hoffnungs-Strahl in Dein wünscht Dir moni
jetzt ist schon wieder Freitag... Ich hab immer mal wieder an Dich gedacht. Wie geht es Dir, liebe Kris? Wie war Deine Woche? Berufstätig-sein, Haushalt, Kind, der ganze innere Zwiespalt mit „ihm“ und das Kleine macht sich auch schon irgendwie bemerkbar (die Hormone)... hast Du einigermaßen durchhalten können? Hat es denn geklappt mit einem Anruf hier oder bist Du sonst irgendwie weitergekommen mit einem Beratungs-Termin? Gut jedenfalls, dass Du bald Urlaub hast! Ist das ab nächste Woche? Dann ist hoffentlich etwas mehr Ruhe für alles. Ich schick Dir mal einen herzlichen Denk-an-dich-Gruß und würde mich über ein Lebenszeichen (wenn Du kannst natürlich nur) freuen. Herzlichst moni
Hi Moni, vielen lieben Dank für deine Nachricht. Wie hab ich das bloss verdient, dass du und ihr alle hier so nett seid. Es tut mir so gut, nette Worte zu lesen. Ich war letzte Woche mit dem Vater bei einer Beratung. Es war ein ganz guter Ausstausch. Der Vater überlässt mir die Entscheidung komplett, ob Kind ja oder nein. Auch wenn er es lieber hätte, es nicht zu tun. Wir mögen uns wirklich sehr. Trotzdem möchte ich die Entscheidung gern unabhängig von ihm treffen. Denn ob er sich nun wirklich von seiner Ehefrau trennt, wie er sagt, und ob es dann auch zu einer Liebesbeziehung kommt, das weiss ich nicht. Er will sich aber nicht "nur" wegen.mir trennen, sondern weil er meinte, traurigerweise hat er sie eigentlich nie geliebt und er ist so in die Beziehung reingerutsch und festgehangen. Ich kann mir auch gut vorstellen, allein weiterzumachen, mit zwei Mäusen. Mal sehen, ob und wie er seine Rechte wahrnehmen will. Das hängt wohl auch davon ab, ob er sich von seiner Frau trennt. Das letzte, was ich möchte, ist ein Gerangel um das Kind. Da habe ich am grössten Angst vor. Mit meimer Tochter ist es momentan sehr friedlich in unserem Leben. Ansonsten hat sich gestern wie ein Wunder ein Schleier aus Nebel von mir gelöst. Ich kann wieder strukturiert denken, schlafe nicht mehr überall ein. Es ist, als hätte jemand einen Schalter umgelegt und ich habe mich an die Hormone gewöhnt. Mir geht es eigentlich gut. Ich freue mich über die Schwangerschaft. Die Umstände sind nur "leider" nicht ganz gesellschaftsfähig und viele werden Fragen haben und mich schief ansehen. Wie gesagt, wenn jetzt auch noch Frieden mit dem Vater kommt, und wir weiterhin so frei leben können ohne Streit und Richter, dann wäre ich ein ziemlich glücklicher Mensch. Ja, irgendwie bin ich glücklich. Jetzt steht auch der Urlaub bevor. Ich bin in der 9.SSW. Ich habe etwas Angst, aber ich denke, ich werde den Schein von der Schwangerschaftskonfliktberatung entsorgen. Was das Kind dann mit mir uns meiner Affäre macht, weiss ich nicht. Sie wäre vielleicht sowieso zu Gunsten seiner Frau irgendwann zuende gegangen. Hab ein schönes Wochenende und nochmal vielen Dank für dein an-mich-denken und schreiben. LG, Kris PS: Telefonat hier auf der Plattform hatte ich noch nicht, habe ich mir aber vorgenommen.
Liebe Kris, ich freue mich sehr, dass Du so zuversichtlich klingst! Ich glaube, Du bist echt eine starke Frau ! Leider kann ich im Moment nicht mehr schreiben, viel los gerade und auch viel vor am Wochenende... Ich wünsche Dir, dass Du diese emotional sicher sehr anstrengende Woche mit einem etwas ruhigeren WE ausklingen lassen kannst. Alles Liebe moni
Liebe Kris! Wie geht es Dir heute? Konntest Du schon ein wenig im Urlaubs-Modus ankommen? So aus der Hektik heraus ist das ja manchmal gar nicht so leicht... Danke für Deine guten Wünsche fürs Wochenende! Es war viel los mit Gästen usw., aber hat alles soweit geklappt. Du hattest am Freitag noch von Deiner letzten Woche berichtet. Dankeschön! Gut, dass Du zusammen mit dem Vater Deines Kindes einen guten Austausch bei der Beratung haben konntest. Das ist schon wertvoll, wenn Ihr euch offen austauschen könnt und vor allem, dass er Dich auch nicht zu einer Abtreibung drängt, sondern Dir die Entscheidung überlässt. Das zeigt doch irgendwie, dass er Dich auch mag und vor allem respektiert. Das ist gut. Was Du noch schreibst, hat mich, ehrlich, tief berührt. Wie Du trotz manchem noch Ungeklärten (wie es mit dem Vater Deines Kindes weitergeht) doch so klar auf Deine innere Herzensstimme hören kannst, Deinen Stand hast! Es stimmt, wie ER sich in Zukunft zu seiner Ehe, zu Dir und zu Eurem Kind stellt, das muss er für sich klären, das ist seine Sache. Dass Du dies und wie es sich zwischen Euch weiterentwickeln wird, so „in Geduld“ abwarten willst und Deinen festen Stand hast, nämlich dass Du Deine Entscheidung - ob Kind ja oder nein -, unabhängig von ihm treffen möchtest, das empfinde ich schon als große Stärke von Dir. Und ich hab den Eindruck, die Entscheidung FÜR dieses Kleine ist fast schon gefallen , oder?! Du freust Dich über die Schwangerschaft , schreibst Du, kannst sogar sagen, dass Du glücklich bist – wow! das ist doch echt sehr viel! Gibt es denn jemanden, der sich mit Dir freuen würde? Von einem Freund hast Du geschrieben, der Dir zur Seite steht. Er ist allerdings wohl eher pragmatisch veranlagt und redet nicht so viel (typisch Mann vielleicht?). Vielleicht kannst Du über die Gruppe „Alleinerziehende“ noch andere Mamis kennenlernen, die in einer ähnlichen Situation sind? Du hattest von einem solchen Verband in der nächsten Stadt geschrieben. Ich freue mich jedenfalls auch sehr für Dich, dass es Dir körperlich wieder so deutlich besser geht! Wie durch ein Wunder haben sich die Schleier gelöst, Du kannst wieder strukturiert denken, bist tagsüber nicht mehr so furchtbar müde, schreibst Du, das ist doch schön. Da fühlst Du Dich wahrscheinlich schon von daher wieder wie ein ganz anderer Mensch, hm?! Geht es denn nachts auch mit dem Schlafen wieder etwas besser? Ich könnte mir auch vorstellen, dass wenn die Entscheidung gefallen ist, dass das sich einfach auch beruhigend und positiv auf den ganzen Körper auswirkt, denkst Du nicht auch? Ich wünsche Dir, dass die kommenden Urlaubs-Tage auch ihren Teil dazu beitragen, dass sich die Schwangerschafts-Beschwerden in Grenzen halten. Wann hast Du denn Deinen nächsten Arzt-Termin? Hast Du schon ein Ultraschall-Bildchen von Deinem Baby? Ich bin gespannt, was Deine Tochter dazu sagt, dass sie „große Schwester“ werden wird? Mädchen freuen sich ja normalerweise sehr über Babys und sind ganz wild darauf, wenn sie der Mama mithelfen dürfen beim Wickeln usw. Hast Du Dir schon überlegt, wann Du es ihr verraten willst? Du schreibst, dass Ihr zwei es im Moment sehr gut miteinander habt , ein friedliches gemeinsames Leben genießt. Da steckt ja auch viel Investition Deinerseits dahinter, dass es so ist! Dass Du auch mit 2 Mäusen gut zurecht kommen wirst, das glaube ich deshalb bestimmt. Jetzt wünsche ich Dir mit Deinem Töchterchen einfach einen wunderschönen Urlaub zusammen. Machts Euch schön zusammen und schon Dich, so gut es geht, ja?! Alles Liebe moni
ich finde es klasse, dass Du Dich zu Deinem jetzigen Standpunkt durchgekämpft hast und dahinter stehen kannst. Du siehst es völlig richtig, Männer kommen und gehen und das einzigst wertvolle was einem von diesen bleibt ist das Kind. Dieses Kind wird später stolz auf Dich sein und ihr werdet ein gutes Trio. Einen erholsamen Urlaub Tupptip
Ich danke dir sehr für deine Antwort. Sie kam gerade richtig, ich habe heute eine Aufmunterung dringend nötigt. Meine Mutter hatte ich gestern die Schwangerschaft mitgeteilt. Ihr erste Frage war sofort "von wem?". Dann hat sie sich sehr gefreut und auch gleich ihren Anteil am Oma sein ausgemalt (Kind mal ne Stunde nehmen, Kinderwagen schieben). Ich habe ihr von der verfahrenen Situation mit dem Vater erzählt. Das hat sie gar nicht richtig gehört. Jedenfalls rief sie heute an und fragte, ob es mein Ernst sein. Dass die Beziehung mit ihm ja gar nicht gefesrigt sei. Und dann sagte sie mir, ich solle das gut überlegen. So ohne Mann. Ihr Freund und sie finden eine Abtreibung viel sinnvoller. Das tat so richtig weh. Und irgendwie hatte ich nichts anderes erwartet. Mit Mann bin ich ja was Wert, und ohne halt nicht
Die Beziehung zum Vater verlief in den Wochen nach Bekanntwerden der Schwangerschaft gut, wir sind auch beide ziemlich verliebt oder besser gesagt wohl hormongesteuert. Er hält sich aber nach wie vor sein Doppelleben, das heisst daheim die Frau, die er ja wie er sagt nicht liebt. Aber nach 14 Jahren auch nicht "so eben" verlassen mag. Und dann sein Sohn, wobei er Angst hat, ihn nach einer Trennung weniger zu sehen. Er hat jetzt schon 2x die Ankündigung, reinen Tisch zu machen, verschoben. Seine Frau weiss noch immer von rein gar nichts. Ich habe ihn nie gebeten, sich zu trennen. Er wollte gern, dass ich noch etwas Geduld mitbringe. Verständnis habe ich ja. Nun fährt er allerdings mit den beiden für eine Woche Urlaub ans Meer. Er sagt, es fällt ihm schwer. Aber er will nochmal ein letztes Mal mit seinem Sohn intensiv Zeit verbringen, bevor er nicht weiss, wie es dann weitergeht. Er weiss, dass ich mich damit nicht wohlfühle. Nicht wegen des Sohns, sondern weil er weiterhin die Fassade aufrecht erhält. Ich kann es nur noch schwer ertragen. Nun habe ich meinen Jahres Urlaub und habe ihm mitgeteilt, dass ich nicht auch noch den Urlaub mit Warten und Kopfkino verbringen will. Ich brauche auch Kraft für meine Tochter und die Schwangerschaft. Und das ich für das Wochenende mein Telefon ausschalte. Danach geht er in den Urlaub und ich habe vorgeschlagen, wir können danach schauen, ob es zu einer Entwicklung mit Klarheit und Offenheit kommt. Er hat sich daraufhin nicht gemeldet und mein Telefon ist jetzt aus. Ich bin traurig und ärgere mich auch über mich selbst, dass ich nun nicht auf sein Wort vertraut habe, nach dem Urlaub alles Aufzudecken. Andererseits leide ich mit jedem Tag und ich brauche diesen Urlaub gerade so dringend. Hab Angst, dass ich ihn.jetzt wieder verschreckt habe. Andererseits was soll ich mit jemaden, der Wochenlang daheim eine Lüge lebt, und mir nebenbei tonnenweise Liebesbriefe schreibt (heimlich als Email). Oder bin ich zu ungeduldig und ich muss ihm schon Zeit einräumen. Wie soll dann überhaupt unser Leben aussehen? Dazu konnte er auch noch nichts sagen. Wollte sich dazu im Urlaub Gedanken machen. Ich weiss gar nicht mehr, was ich noch will
Vielen Dank für deine Nachricht. Du hast so viel umd lieb geschrieben, das berührt mich gerade und ich fühle mich sehr dankbar. Meine Tochter hat es leider nicht so gut aufgenommen, dass sie eine Schwester oder einen Bruder bekommt. Sie hat richtig doll geweint und gesagt, sie will nicht, dass ich ein Baby bekomme, sie m9chte mich nur für sich haben. Mir hat es so das Herz gebrochen. Sie hat ja kaum bis keine Entscheidungsbefugnis und ist der Situation so ausgeliefert. Und ich teile auch ihren Schmerz, Angst vor dem Neuen zu haben und davor, mich an jemanden zu verlieren. Sie hängt so sehr an mir, schon immer sehr arg. Ich habe versucht, sie zu trösten und ihr eine schöne Vorstellung zu dritt auf unser Leben zu geben. Nach einer Stunde hat sie sich beruhigt und wieder gelacht. Mir hat es aber zu denken gegeben, wie sensibel diese Situation ist und wie sehr ich darauf achten muss und werde, dass sie nicht zu kurz kommt. Für einen Moment dachte ich, damit hatte ich nicht gerechnet, wie soll ich jetzt dafür noch Energien bereitstellen. Aber vielleicht fliesst es auch alles zusammen, wenn das Kind wohlbehalten geboren wurde. Es muss. Ich wünsche es mir so. Die Vorstellung, dass ich meiner Tochter damit das Leben traurig mache, lässt mich nachts nicht schlafen. Sie braucht mich so sehr und eng. Hast du darauf vielleicht eine liebevolle Sicht und Tipps. Bei der ProFamilia hatte ich es im 2. Termin angesprochen, dort hielt man es nicht für beachtenswert. Liebe Grüsse, Kris
Liebe Kris, alle paar Wochen schaue ich hier in diesem Forum vorbei. Heute bin ich an deiner letzten Mitteilung hängengeblieben - und habe mich entschieden, mich zu registrieren, um dir antworten zu können . Du schreibst so liebevoll von deiner Tochter und möchtest alles richtig machen. Wenn deine Maus so sensibel ist, hat sie sicherlich in den letzten Tagen auch deine Anspannung gespürt und kann so manches nicht einschätzen. Ja, und dann kam für sie eine plausible Erklärung: ein Baby! Natürlich kann deine Tochter dann nicht jubeln. Sie möchte ihre Mama so, wie sie ihre Mama kennt. Und außerdem ist sie doch die Nummer 1 !?! Das soll mal ein Kind verstehen… Kris, liebe Mama, du bist die Einzige, die ihr zeigen kann, wie schön es ist, wenn man lieben darf. Deine Liebe zu deinem ungeborenen Kind kann deine Liebe zu deiner großen Tochter nicht schmälern – aber sie kann die Liebe von deiner Großen zu deinem Kleinen erwecken! Wie schön kann es sein, wenn ihr beide gemeinsam das Puppenbaby badet, Schnuller und Windeln besorgt, die der Puppe und „dem echten Baby“ passen. Dann gibt es vielleicht ein T-Shirt das dem Baby passt und dasselbe ein paar Nummern größer, das deiner Tochter passt – was denkst du, wie stolz sie dann ihr Geschwisterchen im Kindergarten zeigen wird! Wenn es dann soweit ist, kann deine Tochter es bestimmt kaum erwarten große Schwester sein zu dürfen. Sie denkt im Moment vielleicht, dass sie etwas verlieren würde, aber du darfst ihr das Gegenteil zeigen: Sie wird etwas bekommen! Nicht jeder hat das Privileg große Schwester sein zu dürfen. Natürlich wird nicht alles leicht und schön sein. Ein Baby ist auch für eine große Schwester anstrengend. Aber wenn sie „helfen“ darf, in ihren Ängsten ernst genommen wird und sie weiterhin wahrgenommen wird (und wie ich dich einschätze wird deine Tochter sicherlich nicht zu kurz kommen), werden sich ihre Befürchtungen bestimmt nach und nach legen und Freude wird aufkommen. Du wirst das schaffen, wirst die richtigen Worte für deine Tochter immer und immer wieder finden, sie an-der-Hand-nehmen beim große-Schwester-werden. Du bist eine tapfere Mutti! Und ich kann nur sagen: Ich bin so stolz auf dich!! Von Herzen wünsche ich dir eine schöne Schwangerschaft – mit allem drum und dran. Ich grüße dich herzlich und drücke dich feste! Hannah
bei Deiner Tochter mache Dir immer wieder bewußt, dass Du ihr nicht etwas nimmst, sondern ein Geschwisterchen schenkst. Dass Du ihr Leben auf Dauer gesehen reich machst. Denn dies sind Beziehungen, die bleiben. Es ist sicher gut, Du beteiligst sie früh, macht Euch doch zusammen Gedanken über den Namen, lass sie immer wieder Deinen Bauch spüren. Dass Dich der Hick-Hack mit Deiner Affaire stört ist verständlich. Und Du mußt da in Dich hineinhören, wie lange es Dir gut tut. Und denke daran, es ist immer besser ein Ende mit Schrecken, als ein Ende ohne Schrecken. Bei Deiner Mutter ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Warte auf den Tag, wo sie das Enkelchen um 1. Mal auf dem Arm hat, dann weichen Vorwürfe und Vorurteile, und sie wird so ein Verhältnis zu dem Kind haben, wie zu Deiner Tochter. Alles Gute Tupptip
Liebe Kris! Dankeschön für Deine Nachricht und Dein Berichten am Freitag. Du hast Dir am Abend noch die Zeit genommen... Schön, wenn Du hier im Forum etwas Aufmunterung erfährst! Dazu ist der Austausch hier, glaub ich, auch gedacht. So wie du schreibst, hast Du ja deine 1. Urlaubswoche gleich genützt und wieder eine Hürde genommen. Deine Tochter und auch Deine Mutter wissen jetzt von Deiner Schwangerschaft. Ich verstehe, dass Dir die Reaktion Deiner Mutter weh getan hat. Schade, dass sie es nicht bei ihrer ersten freudigen Reaktion über die Baby-Nachricht belassen hat . Kannst Du versuchen, ihre verletzenden Worte als vielleicht „um dich besorgte 1. Reaktion“ zu verbuchen? Ich denke ja, gerade, weil du Dich unter diesen Umständen (dass die Beziehung zum Kindesvater eben noch nicht geklärt ist) für Dein Kind entschieden hast und dir auch zutraust, dieses Kind wenn nötig alleine „groß zu kriegen“ (was du dir auch ganz sicher zutrauen kannst!), hast Du doch umso mehr Achtung verdient . Ich finde es jedenfalls gut, dass Deine Nächsten jetzt Bescheid wissen und sie sich so langsam an den Familienzuwachs gewöhnen können. Liebe Kris, ich würde dir morgen noch was schreiben für Dein Töchterchen, weil du mich gefragt hast. – Gerade wird mir die Zeit etwas knapp... Ist das okay? Ich wünsche Dir/euch jedenfalls einen guten Start in die 2. Urlaubswoche! Wie war Euer Wochende, konntet Ihr was Schönes zusammen unternehmen? Alles Liebe moni
Liebe Kris! Wie geht es Deiner Tochter denn jetzt paar Tage nach Eurem Gespräch? Hat sie die Nachricht, dass sie ein Geschwisterchen bekommt, inzwischen ein wenig „verdauen“ können? Für ein Kind in ihrem Alter, war ihre erste Reaktion eigentlich ganz normal, oder ? Du hast sie ja dann so lieb getröstet und ihr ein schönes Bild von Eurer Zukunft zu dritt, mit Baby vor Augen gemalt, so dass sie dann auch gleich schon wieder lachen konnte! Du liebst Deine Tochter sehr und kannst Dich gut in sie einfühlen (deine Empathiefähigkeit eben!). Du möchtest ihr so gerne das Gefühl geben, dass sie auch in Zukunft nicht zu kurz kommen wird, möchtest es so leicht wie möglich für sie machen, das spürt man. Ein paar Anregungen kamen hier im Forum ja schon. Kannst Du mit der Sicht, dass ein Geschwisterkind für Deine Tochter letztendlich ein Gewinn ist, was anfangen? Und für jetzt: Wenn Du einfach immer wieder mit ihr über das Baby redest, sie in die Schwangerschaft jetzt schon mit einbeziehst, vielleicht auch, wie es für dich war, als sie im deinem Bauch gewachsen ist. Vielleicht zusammen ein Buch anschauen, wie ein Kind sich entwickelt, vielleicht aus der Bücherei eines ausleihen (da gibt es ja tolle Bücher oder Bildbände, auch speziell für Kinder). Vielleicht darf Deine Tochter auch mal mit zum Frauenarzt, mit den Herzschlag vorm Baby hören (natürlich nur, wenn Du das willst). Sie einfach ganz natürlich mit einbeziehen in die Schwangerschaft und die Entwicklung des Babys, das ist doch sicher eine gute Möglichkeit und braucht vielleicht gar nicht so viel Extra-Energie, was denkst Du? Du hast sicher noch mehr gute Ideen, wie Du Deiner Tochter die Freude aufs Baby wecken kannst, Du kennst sie ja am besten! Liebe Kris, ich spüre bei Dir auch noch so ein bißchen die Sorge raus, Deiner Tochter nicht mehr mit genug Liebe gerecht werden zu können. Bzw. dass sie das Gefühl bekommt, wenn das Baby kommt, dann würdest Du sie weniger lieben. Ist das Deine Sorge? Ich habe gerade so für mich gedacht: könnte man es nicht eher sogar andersherum sehen? Dadurch, dass Du jetzt zu diesem Kind „JA“ sagst, obwohl die Situation ja wirklich nicht einfach für Dich ist, lebst Du ihr (d)eine sehr wertvolle Haltung und Lebenseinstellung vor. Du zeigst Deiner Tochter doch, dass Du Deine Kinder liebst (auch Deine Große), auch wenn sie es Dir vielleicht mal nicht einfach machen. Deine Tochter wird das sicher nicht bewusst wahrnehmen können. Aber spüren wird sie es doch: ich hab’ eine starke Mama, die das Leben anpackt und das Beste für mich und das Baby will. Und das kann Deiner Tochter doch ein Grund-Urvertrauen ins Leben schenken, ihr die Sicherheit deiner bedingungslosen Mutterliebe geben, was was ganz Wertvolles ist. Verstehst Du, was ich meine? Ich weiß nicht, ob ich mich so gut ausdrücken konnte, ist es zu philosophisch?? Ich meine einfach, Deine Tochter weiß und spürt doch, dass SIE Dir nach wie vor sehr auf dem Herzen liegt und Du sie unendlich liebst ! Für die ungeklärte Situation mit „ihm“ wünsche ich Dir sehr, dass Du gut auf Dich achten kannst. So „hingehalten“ zu sein, ist kräfteraubend, das kann ich mir vorstellen. Gut, wenn Du spürst, wofür Du Deine Kräfte brauchst. Im Moment für Deine Tochter und die Schwangerschaft. Ich schick Dir in Gedanken mal einen Extra-Kraft-Zuschuss! Schreib gerne wieder! Alles Liebe moni
Liebe Moni und die anderen Leser / Schreiber, ich bin noch im Urlaub und schreibe daher mühsam vom Handy. Meiner Tochter ist das Thema Baby-im-Bauch-bei-Mama immer noch suspekt. Aber ich denke, wenn es erst einmal da ist und spätestens, wenn sie mit dem Baby etwas "anfangen" kann (füttern, zusammen krabbeln etc.), wir sie sich auch sehr drüber freuen. Was mir aktuell so am Herzen liegt und so schmerzt, ist die Entwicklung zum Vater. Letzten Donnerstag hat er mir seine Gefühle gestanden (stark), und dass er mit mir eine Zukunft möchte. Am Samstag hat er es seiner Frau gestanden, dass wir das Kind erwarten und uns lieb haben. Seitdem ist aber nicht passiert. Beide wohnen weiterhin zusammen, es sieht danach ais, als wenn der Alltag auch weiterläuft. Seine Frau will an der Ehe festhalten. Seine Eltern kommen zum Vermitteln. Ich bin sehr traurig, weil ich mich so chancenlos fühle. Er sagte mir gestern, dass er gern eine Zukunft mit mir hätte, aber nicht weiss, wie oft er seinen Sohn sehen kann. Und sich mies vorkommt, seine Frau zu verlassen. Weil sie ihn sehr braucht, kaum Familie hat und ihn für ihr Glück braucht. Er hat einen Beratungstermin gemacht, allerdings ist der erst in zwei Wochen. Bis dahin, befürchte ich, hat er gar keine Kraft mehr, für eine Veränderung. Er hatte auch überlegt, erstmal allein zu wohnen, damit es seiner Frau nicht das Herz zu sehr bricht und nicht gleich eine Beziehung mit mir anzufangen / fortzusetzen. Das wäre ja auch ein Schritt. Er sagt zwar, er arbeitet fieberhaft am nächsten Schritt, die Abende verbringen sie beide aber schon wieder gemeinsam auf der Couch beim TV schauen. Ich schaffe es nicht, mich ganz rauszuziehen. Ich befürchte, ich überlasse dann der Sache zu sehr seine Lauf bzw. eben keinen. Ich weiss rational, dass es Quatsch ist, zu warten. Und so weh tut. Wenn ich weggehe, habe ich dann aber eine Entscheidung für ihn getroffen. Ach Mensch, es tut so weh. Einen traurigen Gruss, Kris
Liebe Kris, ich möchte Dir einfach mein Mitgefühl ausdrücken! Ich glaube Dir, dass die ganze Situation Dich sehr schmerzt und Du sehr traurig bist. Wenn Du im Moment nur tatenlos abwarten kannst, wie sich die Beziehung zum Vater Deines Kindes weiter entwickeln wird. Du Dich chancenlos fühlst, das ist hart. Du hast etwas von „weggehen“ geschrieben und dass Du damit eine Entscheidung für ihn treffen würdest. Darf ich fragen, wie Du das meinst? Denkst Du daran, weg zu ziehen oder gar Deinen Arbeitsplatz zu wechseln, um Abstand zu ihm zu schaffen und ihn so „quasi“ freizugeben? So wie Du schreibst, ist „er“ jetzt in den letzten Tage Schritte gegangen, hat ein Stück weit die Wahrheit offenbart und denkt auch über weitere Schritte in Richtung einer gemeinsamen Zukunft mit Dir nach. Wäre es ein möglicher Schritt von Deiner Seite, wenn Du diesen seinen Entscheidungs-Prozess jetzt mitträgst und „mitaushältst“, wenn er jetzt noch vieles klären muss (für sich selbst und mit seiner Ehe usw.)? Für den Moment aushalten, dass Eure (Liebes)-Beziehung Zeit braucht zum wachsen... So wie (d)eine Schwangerschaft wächst. So wie alles Gute eben (langsam) wächst und Geduld braucht, nicht „gemacht“ werden kann. Kannst Du diese Zeit jetzt mit diesem Gedanken vielleicht aus- und durchhalten? Schwer, nicht wahr? Ich fühle ehrlich mit Dir mit. Ich hoffe sehr, Deine Tochter kann Dich vielleicht doch ab und zu ein wenig ablenken mit ihrer Urlaubsfreude (dass die Mama viel Zeit für sie hat). Ich habe echt große Achtung, wie Du es mit ihr machst, ihr Zeit lässt, sich an ein Geschwisterkind zu gewöhnen. Einen ganz herzlichen Mitfühl-Gruß von moni
Liebe Moni, vielen Dank auch für diese Nachricht. Sie hat mich nochmal zum Nachdenken gebracht. Mit Weggehen meinte ich, aus der Situation herausgehen, ihn freizugeben. Momentan hat er nun beide Frauen an seiner Seite. Seine Frau, der er unseren Betrug und unsere Gefühle gestanden hat, die weiter an ihm festhält. Und mich, die schon oft nicht mehr im Schatten stehen wollte, und im doch immer zur Seite stehe. Wenn er mir nun Nachrichten schreibt, macht er es noch immer heimlich. Er hat mir gestern nochmal gesagt, er könne sich eine Zukunft mit mir eher vorstellen. Aber ist wohl zu feige, seine Ehe aufzugeben. Er wird sich am Montag für 2 Tage zurückziehen, und sich Ruhe gönnen. Er glaubt aber, dass er noch viel länger Zeit braucht, damit es zu einer Veränderung kommen könnte. Ich befürchte, dass ich damit immer auf dem Prüfstand stehe und er schaut, ob es sich mit uns "lohnt". Im schlimmsten Fall läuft es weiter zweigleisig. So wie es jetzt auch nach dem Geständnis. Er hatte erwartet, dass seine Frau ihn rauswirft und sich trennt. Dann wäre er frei gewesen, sagte er. Jetzt hat sie es nicht getan und er fragt sich: hat sie nicht eine Chance verdient? Hab er nicht eine Chance mit mir verdient? (So seine Aussage). Die Moral steht dem Egoismus gegenüber...tun kann ich wohl nichts. Das ist so schwierig.
Liebe Kris, ich wollte Dir nur kurz mitteilen, dass ich jetzt paar Tage nicht online sein kann. Hab auch Urlaub und will mal versuchen, ob es auch ohne Internet geht... Ist Dein Urlaub denn nächste Woche schon wieder vorbei und musst Du wieder arbeiten? Dann ist die Situation auch wieder anders, wenn Du „ihm“ am Arbeitsplatz begegnest, hm?! Es ist ein schwieriges Beziehungs-Dilemma und ich kann Deinen Wunsch, wegzugehen, raus aus dieser im Moment unlösbar scheinenden Situation zu kommen, gut verstehen . Ein Satz von Dir hat mich besonders betroffen gemacht. „Ich befürchte, dass ich damit immer auf dem Prüfstand stehe und er schaut, ob es sich mit uns "lohnt". Im schlimmsten Fall läuft es weiter zweigleisig.“ Das ist natürlich heftig, wenn Du so Deinen „Wert“ ständig in Frage gestellt sehen musst. Ich hoffe und wünsche Dir sehr, Du kannst Dich davor schützen, Deinen Wert nicht nach ihm zu bemessen. Wie gut, dass Deine Kinder (heute Deine Tochter und später auch mal dieses Kleine) Dich nicht irgendwie „messen“ oder schauen, ob es sich „lohnt“. Für sie bist Du als ihre Mama die Allerallerbeste und einfach alles ! Sei gut zu Dir selbst, liebe Kris! Und achte gut darauf, was Dir jetzt gut tut an Kommunikation mit ihm oder eher Distanz, ja?! Ich grüße Dich ganz herzlich moni P.S. schreibe gerne wieder. Du bist auch weiterhin nicht allein hier!
Dankeschön liebe Moni. Es tut so gut dich zu lesen. Du hast so recht mit dem was du schreibst. Meinen Wert sollte ich nicht an seine Entscheidung bzw. Nicht-Entscheidung knüpfen. Er arbeitet seit 2 Wochen nicht mehr in meiner Firma. Er hatte bereits aus anderen Gründen nach einer neuen Arbeitsstelle gesucht und vor 2 Monaten gekündigt. Sehen werde ich ihn also am Dienstag, wenn ich wieder arbeiten bin, nicht mehr. Liebe Moni, ich wünsche dir einen schönen Urlaub ohne Internet und mit viel Erholung. Ich mache mir jetzt einen schönen, letzten Urlaubstag mit meiner Tochter und lasse es uns gut gehen. LG, Kris
Liebe Kris, ich bin, doch erstaunlicherweise gut erholt , zurück aus dem Urlaub. Und Du hast schon wieder eine Woche Arbeitsleben hinter Dir, nicht wahr?! Wie gings wieder mit dem Arbeiten? Wäre schön, wenn die Urlaubstage auch bei Dir noch etwas nachwirken. Wie geht es Dir aktuell mit der Schwangerschaft und mit „ihm“ , liebe Kris? Ich hoffe und wünsche Dir sehr, dass Du Dir Deine innere Ruhe und eine gewisse „gelassene“ Unabhängigkeit (die ich aus Deiner letzten Nachricht rausgespürt habe) bewahren kannst. Ganz liebe, herzliche Grüße moni P.S. hast Du bald mal wieder einen Arzt-Termin? Ich hoffe, Deinem kleinen Bauchzwerg geht es gut und Du bist auch nicht mehr so geplagt mit den Anfangs-Beschwerden!
Liebe Moni, vielen Dank für deine Nachricht. Ich freue mich, dass du dich gut erholen konntest. Bei mir hat sich doch einiges getan. Die Beziehung zu dem Vater überschattet noch immer die Schwangerschaft, ich habe es noch nicht geschafft, ihn loszulassen. Er hat mir vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass er jetzt eine Eheberatung macht und es noch Monate dauern kann, bis er zu einer Entscheidung kommt, was er will. Seine grösste Angst ist, dass er dann allein da steht. Und ich dann nicht da bin und seine Ehe dahin. Er möchte mich bis auf weiteres auch nicht sehen. Es löst bei ihm Gefühlschaos aus. Leben tut er aber nachwievor mit Frau und Kind. Wie deren Verhältnis aussieht, weiss ich nicht. Schlafzimmer sind aber nicht getrennt und Familienausflüge (zum Wohle des Kindes) gibt es nachwievor. Das schmerzt mich sehr. Ich stehe noch per Email in Kontakt mit ihm. Er ist sehr höflich, aber mehr ist es auch nicht. Er selbst hat auch Beratungtermin die ihm helfen, für sein Leben Klarheit zu schaffen. Am liebsten würde ich meine Tochter schnappen und weit weg sein. Irgendwo ein paar Wochen am Strand und vielleicht nicht wiederkommen. Die Vorstellung, ich habe ein Kind mit einem Mann, der mir erst eine Zukunft versprochen und dann doch abgewiesen hat, schmerzt. Das er mich jetzt in der Schwangerschaft nicht sehen will und somit nicht für mich da ist (ich "darf" ihm gern meine Wünsche aufschreiben, er muss aber schauen, ob er das dann auch so umsetzen kann), schmerzt auch enorm. Die Vorstellung, dass er dann regelmässig "sein" Kind holt oder mal eine Stunde nach Feierabend reinschaut und wieder zur Familie geht, schmerzt auch. Ich habe Angst, dann meine Tochter leidete, weil für das neue Kind ein Vater auftaucht, für sie aber nicht. Ich befürchte, dass wir uns nach dem Vater und seinen Besuchen ausrichten müssen und nicht mehr frei sind. Es würde meine Familie sehr unruhig machen. Die Vorstellung betrübt mich. Ich hätte nicht gedacht, dass sich meine Gefühle für den Vater so entwickeln. Es ist Enttäuschung, Schmerz und Ablehnung geblieben. Danke für's Lesen