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Ungewollt schwanger: Meine Situation

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6.Monat Schwanger-Abtreibung?

6.Monat Schwanger-Abtreibung?
Liebe Community, ich bin hin und her gerissen und weiß nicht was ich machen soll. Hatte gestern den regelmäßigen Termin bei der Frauenärztin. Durch Ultraschall wurde gesehen, dass ich im 6.Monat schwanger bin (22.SSW.). Bauch kann man kaum sehen. Ich selber fand es merkwürdig, da ich keine Symptome wie die morgendliche Übelkeit oder das ausbleiben der Periode vorher hatte. Mein Freund und ich wollten zwar Kinder haben aber jetzt nicht, da er studiert und ich eine neue Arbeitsstelle in einem Altenheim habe. Das meinem Chef zu sagen wegen der Schwangerschaft habe ich Angst vor, das er mir kündigt oder sonst was. Ich wohne zwar noch bei Eltern, aber wir haben nicht das beste Verhältnis zueinander. Mein Freund wohnt in Hessen, ich in Niedersachsen. Ihm habe ich gestern davon erzählt (durch whatsapp) aber er war davon nicht begeistert, bzw will das Kind nicht. Ich alleine würde es nicht schaffen, um das Kind zu kümmern. Vor zwei Jahren wurde bei mir Depression mit Suizidgedanken diagnostizert, Antidepressiva nehme ich schon seit langem nicht mehr ein. Auf das Kind freuen kann ich mich nicht. Wäre denn jetzt noch eine Abtreibung möglich? Der nächste Termin ist in drei Wochen. LG Charlotte
4 Antworten
Liebe Charlotte, wenn du erst gestern beim Arzt völlig unerwartet erfahren hast, dass du schwanger bist und dann gleich im 6. Monat - da bist du ja wie in einem Schockzustand. Kein Wunder, wenn du heute völlig neben dir stehst und dir wahrscheinlich alles gleichzeitig durch den Kopf geht Ob eine Abtreibung noch möglich ist - was hat deine Frauenärztin dazu gesagt? Du schreibst hier alles auf, was dir so durch den Kopf rattert. Was bedeutet ein Baby bei eurer Arbeitssituation und dass ihr in verschiedenen Bundesländern wohnt. Wie weit entfernt voneinander seid ihr? Wegen der Schwangerschaft kündigen darf dir dein Chef nicht. Hast du außer mit deinem Freund sonst schon mit jemandem gesprochen? Nach eurem WhatsApp-Austausch gestern stehen deinem Freund bestimmt genauso viele Fragen vor Augen wie dir. Du würdest dich überfordern, wenn du dich so von heute auf morgen freuen solltest. Das brauchst du nicht. Lass es wirklich erst einmal sacken - auch wenn das nicht einfach ist. Mit wem in deinem Umfeld könntest du in Ruhe darüber sprechen - jemandem, dem du vertraust?! Und mit deinem Freund natürlich, wenn ihr euch wieder seht. Bleibt wirklich nicht alleine mit euren Fragen! Liebe Grüße und schreib' wieder!
habe heute nach längerer Zeit mal wieder hier im Forum vorbeigeschaut und bin gleich auf deinen Beitrag gestoßen. Ich dachte beim Lesen nur "Schock". Und das kann man dreimal unterstreichen. Du musst ja in einem totalen Ausnahmezustand sein. Hoffentlich hast du jemanden in deiner Umgebung, der dich einfach mal in den Arm nimmt, bei dem du weinen darfst und alle deine Sorgen aussprechen kannst ("Alle" geht wahrscheinlich noch gar nicht, weil ich mir vorstellen kann, dass du bisher nur die ins Auge springenden Veränderungen siehst). Ich glaube, was du jetzt am meisten brauchst, ist Zeit und ein Mensch. Wie Sanne schon schrieb, kannst du, denke ich, nicht wegen einer Schwangerschaft gekündigt werden. Da bist du geschützt. - Und das du dich beim besten Willen nicht freuen kannst, kann ich verstehen. Und das musst du auch nicht, kannst du jetzt noch gar nicht können. Tu dir heute irgendetwas Gutes. Übrigens dachte ich, als ich las, dass du schon länger keine Antidepressiva mehr nimmst, dass das doch ein Gutes Zeichen ist. Du hast dich stabilisiert. Eine Depression muss nicht fürs Leben sein, manchmal wird sie durch einschneidende Ereignisse ausgelöst - und die Psyche braucht einfach Zeit, sich wieder zu finden, wieder Sicherheit zu finden. Vielleicht hast du diese in der vergangenen Zeit wieder gefunden (?) Liebe Charlotte, melde dich wieder. Sei ganz lieb gegrüßt Vici
Hallo Sanne, Hallo Vici, die Arbeit habe ich geschmissen (gekündigt) da mein Chef mich auf 450 Euro Basis stellen wollte-trotz Schwangerschaft-aber das Risiko war mir zu hoch. (Schwer heben, Kontakt mit Viren oder Blut/Urin...)Es ist jetzt so das ich zu meinem Freund gezogen bin. Einfach wird es bestimmt nicht, aber die KLeine soll nur das Beste haben. Wir haben uns auch überlegt sowas wie eine Haushaltshilfe zu holen. Wir haben lange darüber gesprochen und haben uns dazu entschlossen die Kleine großzuziehen. Es wird bestimmt nicht einfach aber wir würden jede Hilfe annehmen. Ganz liebe Grüße, Charlotte
Das ist eine so schöne Nachricht. Wünsche euch, deiner kleinen Familie, alles Gute.