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Meine Geschichte warum Ich gegen Abtreibung bin.

Meine Geschichte warum Ich gegen Abtreibung bin.
Hallo ihr da draußen, ich weiß nicht, ob mein Beitrag hier gelöscht wird wenn er gelesen wird. Denn dies ist ja offiziell eine Seite für Frauen die ungewollt schwanger geworden sind. Aber ich muss das halt auch mal loswerden. Auch wenn es wohl Seiten für Frauen wie mich geben sollte. Aber es wäre doch mal schön, wenn sich ungewollt schwangere Frauen auch über diesen Punkt einmal gedanken machen würden. Meine Geschichte: Ich bin eine mitvierziger Frau die sich in ihrem Leben nichts sehnlicheres gewünscht hatte als ein Kind ihr eigen zu nennen. Ich wollte immer viele Kinder, am liebsten sechs in der Zahl. Drei Jungs und drei Mädchen wären schon fein gewesen. Mit 19 wurde ich das erste Mal schwanger und ich freute mich riesig darauf. Zumal meine Schwester auch schwanger war. Genau drei Monate länger als ich. Anfang des vierten Monats bekam ich Blutungen und musste ins Krankenhaus. Die Ärzte sahen das Kind und baten mich noch im Krankenhaus zu bleiben. Denn sicher wäre sicher. Am frühen nächsten Morgen bekam ich dann plötzlich heftige schmerzen (Wehen). Ich wollte keinen Arzt rufen, ich wollte das Kind behalten, doch meine Bettnachberinnen riefen den Arzt und bevor ich mich umsah, lag ich auf dem Untersuchungstisch und bekam gesagt, dass es keine Chancen mehr gab das Kind zu retten. Ich musste dann um 14 Uhr ausgeschabt werden. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich konnte keine Frauen mehr anschauen die mit dicken Bauch oder Kinderwagen durch die Stadt liefen anschauen. Ich war so sauer, warum sie und warum nicht ich. Ich wo ich doch so sehr ein Kind haben wollte. Meine Schwester überstand ihre Schwangerschaft ungeschadet und bekam einen gesunden Jungen. Ich durfte bei der Geburt dabei sein und war so stolz wie Oskar als ich ihn ihr in den Arm legen durfte. Ein dreiviertel Jahr später wurde wieder eine Schwangerschaft bei mir festgestellt, doch diese hielt nur ca. 14 Tage und ich verlor es auf dem Perioden weg. Wieder wurde mir ein Dolch ins Herz gerammt und wieder musste ich damit klar kommen. 7 Jahre später hatte ich einen neuen Partner den ich ehelichte. Wir saßen stundenlang da und überlegten uns Namen für unsere Kinder. Da er schon älter war, hatte er bereits zwei Kinder aus erster Ehe. Doch der Kinderwunsch blieb weiterhin unerfüllt. Wir ließen zahlreiche Untersuchungen über uns ergehen und entschlossen uns für eine künstliche Befruchtung. Er bekam eine Hodenbiobsy und ich musste mir Hormone selbst spritzen bis ich genug Eizellen hatte und diese reif genug waren um abgesaugt werden zu können. Ich war eine gute Legehenne, denn ich hatte insgesamt 40 Eizellen die man mir absaugen konnte. Insgesamt waren davon 22 so gut, dass sie befruchtet werden konnten. Von diesen Eizellen waren dann 10 so befruchtet, dass diese bei mir eingesetzt werden konnten. Nein, nicht alle 10 auf einmal Immer nur drei wenn nötig. Leider hat sich bei mir kein einziges kleines Menschwesen angesiedelt und die künstliche Befruchtugn verlief ohne Erfolg Es hört sich jetzt verrückt an, aber ein Freund einer engen Freundin spendete mir seinen Samen damit es eventuell damit klappt (kein Sex, nur er zuerst ins Bad um es in eine Spritze zu füllen und dann ich, damit ich es mir einflößen kann) Aber das klappte auch nicht Die Ehe ging aus anderen gravierenden Gründen zu bruch. Ich durfte jedoch in dieser Ehe die Kinder von meinem Ex-Mann ein Stück ihres Lebens begleiten. Kontakt besteht nur noch zur Tochter, da beide in der USA leben. Heute bin ich mit meinem neuen Mann schon 13 Jahre zusammen und immer noch Kinderlos. Wir haben uns für eine Adoption bemüht und bekamen die Antwort, dass wir beide zu alt für ein Kleinkind sind. Ich versteh die Welt nicht, denn als Frau versucht man doch bis zum bitteren Ende selbst Kinder zu bekommen und wenn man die Erkenntnis hat das es selbst nicht klappt (auch wenn man es nicht wahr haben möchte) dann auf einmal zu alt ist. Könnt ihr mich nun verstehen, warum ich gegen Abtreibung bin? Auch in schwierigen Situationen kann man ein Kind in die Welt setzen und wenn es garnicht geht, dann zur Adoption frei geben. Denn es gibt soviele Frauen wie ich da draußen die soviel Liebe und Geborgenheit geben könnten. Das Problem bei einer Adoption ist noch dazu, dass sie unheimlich teuer ist und das ist ein Punkt den ich nicht verstehen will und kann. Muss denn alles immer mit Geld verbunden sein? Brauch ein solches Kind nicht die Liebe mehr als betagte Eltern? Schaut euch die Promis an, die bekommen sogar noch Säuglinge zur Adoption auch wenn sie weit über 50 sind (Beispiel Madonna und co.) Oder Frauen die mit 50 noch mal schwanger werden. Da ist es doch egal ob die Elter schon so alt sind. Warum macht der Staat so eine Regelung? Ich hab wahrscheinlich totales durcheinander geschrieben, aber wenn man voller Gefühl sein Leben beschreibt wo der größte Wunsch nie in Erfüllung gegangen ist, kann das schon mal passieren. Ich bitte um Verzeihung! Ich könnte jetzt noch schreiben, bitte überlegt euch ob ihr abtreiben wollt. Denn später könnte es sein, dass ihr dann den Kinderwunsch habt und es dann nicht mehr funktioniert. Aber das kann nur jeder für sich beurteilen und entscheiden. Ich möchte euch einfach mal die andere Seite einer Frau zeigen, die so gerne ein Kind gehabt hätte. Grussje meinereiner
3 Antworten
weil dein betrag nun schon länger hier unbeantwortet im forum steht, möchte ich dir heute gerne als moderatorin schreiben. es tut mir sehr leid, dass du schon so viele jahre den verlust deiner verlorenen kinder betrauerst – und dass du so sehr darunter leidest, dass dir weitere kinder verwehrt bleiben. immer wieder ist es eine große lebensaufgabe, sein schicksal anzunehmen und dennoch das leben lebenswert zu gestalten. ich möchte dich sehr gerne bestärken, dass du nach einer möglichkeit suchst, dich mit anderen frauen in deiner situation auszutauschen. kennst du vielleicht dieses hier schon: sternenkinderforum.de. es tut manchmal gut, sich einfach den schmerz von der seele zu schreiben und zu hören/lesen, wie andere mit dieser lebensaufgabe umgehen und was für neue wege sie für sich gefunden haben. zu der situation ungewollt schwangerer frauen möchte ich dir nur folgende erfahrung aus unserer beratung weitergeben: in der begegnung mit der frau ist es sehr wichtig, verständnis für diese besondere situation zu haben, auch wenn sie vielleicht zunächst nicht leicht nachzuvollziehen ist. die lebenssituationen sind so unterschiedlich wie die frauen selbst. die gründe für ihren konflikt und mögliche lösungen dafür auch. eine adoption ist jedoch nur für die allerwenigsten frauen im schwangerschaftskonflikt eine „leb-bare“ möglichkeit. für die zukunft wünsche ich dir alles liebe mit herzlichem gruß brigitte
Heey. Mein Name ist Sarah, ich bin 19 Jahre alt und habe mir deinen Beitrag einfach mal durchgelesen, weil ich es toll finde, dass Frauen auch mit solchen Themen hier her kommen und sich Rat zu holen und einfach vielleicht auch Verständnis zu bekommen um sich das Gewissen zu stärken. Ich finde es echt bewegend was du geschrieben hast, weil der Gedanke keine Kinder zu bekommen, ist schon unglaublich schrecklich, zumal das auch mein Leben selbst sehr zerstören würde, da ich mir auch unglaublich gerne Kinder wünsche, dann noch das durchmachen, diese ausschabungen... Oh man. Ich ... Das macht mich echt voll traurig. Ich hab auch fast geweint als ich das Grad durchgelesen habe. Sowas vor allem auch unfaires, aber an deiner Stelle würde ich nicht aufgeben! Es steht nirgends geschrieben dass es ein Gesetz besagt dass man ab nem bestimmten Alter nicht mehr fähig ist kleinkinder zu erziehen. Zumal sie ja auch sicher eine wunderbare Mutter wären. Ich bin unglaublich glücklich mit meinem Freund und nach der Verzweiflung in den letzten Tagen, dass ich vielleicht schwAnger sein könnte habe ich mich durch viele Forums gestöbert und bin auch i.wann hier gelandet und ich bin auch sehr glücklich dass ich mit jemand so wunderbares geredet habe, leider bin ich nicht schwanger... Obwohl vorher alles noch ganz anders war, ich daxhte es gäbe keinen ausweg als abzutreiben... Aber mein Freund und ich hatten uns so gefreut dass wir nach der Nachricht, dass der Test negativ ist, uns entschieden haben nach meinem Fachabi die Pille abzusetzen und ein baby zu bekommen. Wir sind echt so froh, dass ich diese Seite gefunden habe und ich hoffe einfach für sie, dass sie nicht aufgeben, denn sie änd ja auch nicht allein und es ist echt erleichternd. Ich sehe mit ganz anderen Augen und es ist einfach wunderbar
Hallo Sarah, danke für Deine liebe Nachricht. Du kannst mich gerne mit Du anschreiben. Ja, ich werde nicht aufgeben. Denn ich werde bis zum Schluss fest daran glauben, dass ich eines Tages doch noch ein Kind meine Liebe schenken darf. Bei manchen kommt es so vor, dass ich meinen Fehlgeburten nachtrauer. Ja, es war eine sehr schwere lange Zeit die ich mit dem Gedanken ein Kind verloren zu haben, kämpfen musste. Mittlerweile sag ich mir, wer weis warum ich es nicht austragen durfte. Ich erfuhr nach der Trennung über meinem mich schwängernden Freund, dass er nicht nur eine Sprachbehinderung hatte, sondern eine leichte geistige Behinderung. Da waren die Negativen-Test nach der künstlichen Befruchtung schlimmer. Denn da wusste ich nicht und weis es bis heute auch noch nicht woran es lag. Ich glaube kaum, dass ich in meinem Alter noch ein Kind austragen werde. Denn was über 25 Jahre nicht geklappt hat, wird auch nicht mehr klappen. In dem Punkt mache ich mich nicht mehr verrückt. Mein Mann und ich versuchen jetzt eine Auslandsadoption, weil ja Deutschland leider so engstirnig ist. Sorry, ist aber so Ich freue mich für Dich, dass Du mit Deinem Freund es so gut geklärt hast und ich kann auch spüren, dass es Deinen späteren Kind/ern an nichts fehlen wird. Das hört man deutlich aus Deinen Zeilen raus. Sei mal ganz lieb gegrüßt meinereiner